Geißraute (Galega)

Galega (lateinisch: Galega) ist eine kleine Gattung krautiger, mehrjähriger Pflanzen aus der bekannten Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).
Diese sehr dekorative, hochwachsende Pflanze wird von Gärtnern zur Verschönerung von Blumenbeeten verwendet. Als Viehfutter eingesetzt, soll Geißraute die Milchleistung steigern. Sie gilt außerdem als natürliches Heilmittel; insbesondere ihre Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel beim Menschen zu senken, wird zur Behandlung von Diabetes genutzt.
Woher kommt der Name?
Der lateinische Name der Pflanzengattung „Galega“ leitet sich vom altgriechischen Wort „gala“ ab, was im Russischen „Milch“ bedeutet. Einer Theorie zufolge verdankt die Gattung ihren Namen dem weißen Saft, der durch die Blutgefäße der Pflanze fließt und bei Verletzungen austritt.
Es gibt jedoch auch eine andere Theorie: Die Pflanze, die aus dem Nahen Osten nach Europa und Asien gelangte, wurde dort weit verbreitet als Viehfutter angebaut. Man nahm an, dass solches Futter die Milchleistung von Kühen und Ziegen steigerte, daher der Gattungsname. Die Gattung hat viele gebräuchliche Namen, darunter „Französischer Flieder“, „Professorkraut“, „Geißraute“ und viele andere.
Beschreibung: Diese mehrjährige Pflanze wird von einer Pfahlwurzel gestützt, die Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten aufnimmt. Ein eher kahler, 80 bis 120 Zentimeter hoher Stängel wächst aus dem Boden.
Der verzweigte Stängel ist mit gefiederten, unpaarig gefiederten Blättern mit langen Blattstielen bedeckt, die drei bis neun Blattpaare mit jeweils einem Blättchen am Ende des Blattstiels tragen können. Die Blättchen sind eiförmig-lanzettlich, oft zugespitzt und haben glatte Ränder. Freie, schmale Nebenblätter ähneln Wächterfiguren am Grund der Blattstiele. Zahlreiche Blüten bilden achselständige oder endständige Blütenstände. Die Geißraute (Galega) ist eine ausgezeichnete Standardblume mit einer schmetterlingsförmigen Blütenkrone, die zwei seitliche „Flügel“ und einzelne untere Blütenblätter aufweist, die einen „Kiel“ bilden. Die Blütenblattfarbe variiert von Weiß über Hellviolett bis Blau. Zehn Staubblätter befinden sich im Zentrum der Blütenkrone. Der schützende Kelch ist fünflappig.
Die Frucht der Geißraute ist eine relativ gerade, zylindrische Hülse, typisch für Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchtler, mit einer kahlen Oberfläche und zahlreichen bohnenartigen Samen im Inneren. Sorten
Heute umfasst die Gattung nur noch fünf Pflanzenarten. Zwei davon wachsen wild im Süden unseres Landes und werden in nördlicheren Regionen als Viehfutter und zur Honiggewinnung angebaut.
Eine dieser Arten ist die Echte Geißraute (Galega officinalis), die meist wild wächst, aber auch kultiviert wird. Die zweite ist die Orientalische Geißraute (Galega orientalis), die häufiger von Gärtnern kultiviert wird und sich leicht in die freie Natur ausbreitet. In Nordamerika besteht beispielsweise die Sorge, dass sich die Geißraute mit anderen Arten kreuzt und zu einer problematischen, fremden Pflanze wird, die auf gepflegten Feldern zu einem lästigen Unkraut wird.

Heilwirkung
Obwohl Diabetes derzeit als unheilbare Krankheit gilt, gibt es Medikamente, die den Blutzuckerspiegel deutlich senken und dadurch die Beschwerden lindern. Pflanzen der Gattung „Galega“ gehören zu diesen Heilmitteln.
Darüber hinaus wird stillenden Müttern mit der Fähigkeit von Pflanzen geworben, die Milchproduktion bei Haustieren zu steigern, und ihnen wird durch die Anwendung von Geißraute eine erhöhte Milchmenge versprochen.
Die Pflanze besitzt außerdem schweißtreibende, harntreibende und wurmtreibende Eigenschaften. In der traditionellen Medizin werden die Stängel, Blätter und Blüten der Pflanze zur Zubereitung von Tränken verwendet.
Diabetes-Hilfe — Galega officinalis oder Geißraute
Geißraute oder Galega Geißraute






