Der Spätblühende Klappertopf (Rhinanthus serotinus (Schoenh.) Oborny)


Der Spätblühende Klappertopf (Rhinanthus serotinus (Schoenh.) Oborny) (auch bekannt als Rhinanthus angustifolius Gmel., R. major Ehrh., R. montanus Saut.) gehört zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae).
Der lateinische Name für die Familie der Spätblühenden Klappertopfe lautet Scrophulariaceae Juss.

Beschreibung des Spätblühenden Klappertopfs: Der Spätblühende Klappertopf ist eine einjährige, krautige Pflanze, die bis zu 100 Zentimeter hoch werden kann. Bemerkenswert ist, dass diese Pflanze halbparasitär ist. Der Stängel des Spätblühenden Klappertopfs ist gerade, stark von der Mitte aus verzweigt und fast kahl. Die Zweige wachsen schräg nach oben und sind oft violett gefärbt. Die Blätter des Spätblühenden Klappertopfs sind länger als die Stängelzwischenräume, lineal-lanzettlich oder lanzettlich, und die Zwischenräume sind mit fünfzehn bis dreißig sehr zahlreich. Die Blütenkrone des Klappertopfs ist gelb, 16 bis 18 Millimeter lang und leicht gebogen. Die Oberlippe trägt einen purpurfarbenen, etwas über einen Millimeter langen Schnabel. Die Kapsel ist rundlich, neun bis zehn Millimeter lang und breit, die Samen sind etwa drei bis vier Millimeter lang und fast gleich breit.

Der Klappertopf blüht von August bis Oktober. In freier Natur kommt er in der Ukraine, im Kaukasus, in Weißrussland, in allen Regionen des Fernen Ostens (außer dem Ochotskischen Gebiet), in den Regionen Ober-Tobolsk und Irtysch in Westsibirien sowie in allen Regionen des europäischen Russlands außer dem Unteren Wolgagebiet vor. Er bevorzugt buschige Standorte, Sandböden, Steppen und Kiefernwälder. Der Klappertopf wirkt insektizid und ist giftig.

Beschreibung der medizinischen Eigenschaften des Klappertopfs: Der Klappertopf besitzt wertvolle medizinische Eigenschaften und wird als Heilpflanze empfohlen.

Die wertvollen medizinischen Eigenschaften der Pflanze werden auf ihren Gehalt an Alkaloiden, Iridoiden, Benzoesäure, Flavonoiden, Beta-Sitosterol sowie den folgenden Phenolsäuren und ihren Derivaten zurückgeführt: Chlorogensäure, Ferulasäure und Kaffeesäure. Ein Absud aus dem Kraut wird als Diuretikum und Analgetikum empfohlen und findet auch Anwendung bei Alkoholismus, Magenschmerzen, Husten, Kopfschmerzen, Weißfluss, Durchfall und Gelbsucht.

Zur Vorbeugung von Unterkühlung sollte die Haut mit zerstoßener, zuvor mit Honig vermischter Klappertopfpflanze eingerieben werden.

Bei Husten und Erkältungen wird folgendes wirksames Mittel mit dieser Pflanze empfohlen: Für die Zubereitung einen Teelöffel zerstoßene, getrocknete Klappertopfpflanze auf zwei Gläser Wasser geben. Die Mischung etwa drei bis vier Minuten kochen lassen, anschließend etwa eine Stunde ziehen lassen und danach gründlich abseihen. Nehmen Sie drei- bis viermal täglich einen Esslöffel des daraus gewonnenen Heilmittels ein.

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