Zauberfrucht

Die Zauberfrucht (lateinisch: Syncepalum dulcificum) ist ein Zwergbaum oder immergrüner Strauch aus der Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae). Diese Pflanze ist auch als Süße Puteria oder Wunderbeere bekannt.

Geschichte

Westafrika gilt als Ursprungsort der Zauberfrucht. Die Pflanze wurde 1725 während einer spanischen Expedition entdeckt.

Beschreibung

Die Zauberfrucht erreicht eine Höhe von drei bis sechs Metern. Ihre dunkelgrünen, länglichen Blätter wachsen stets spiralförmig. Die winzigen weißen Blüten (mit einem Durchmesser von maximal fünf bis sieben Millimetern) blühen fast das ganze Jahr über und gönnen den Sträuchern nur ein bis zwei Wintermonate Ruhe.

Die Früchte der Zauberfrucht sind winzige rote Steinfrüchte, die jeweils einen einzelnen weißen Samen von der Größe einer Kaffeebohne enthalten. Sie ähneln Berberitzen und reifen bereits drei bis vier Wochen nach der Fruchtbildung.

Eine besondere Eigenschaft dieser Früchte ist ihre Fähigkeit, die Geschmacksknospen zu beeinflussen und die für die Wahrnehmung von sauren Geschmacksrichtungen zuständigen Rezeptoren für ein bis zwei Stunden zu deaktivieren. Untersuchungen haben gezeigt, dass dies auf den Gehalt der Früchte an einem Protein namens Miraculin zurückzuführen ist (wörtlich übersetzt bedeutet dieses Wort übrigens „Wunder“). Interessanterweise schmeckt Zucker nach dem Verzehr dieser magischen Früchte bitter, Zitrone süßer als Orange und eine saftige, süße Orange bitterer als ein Rettich. Diese faszinierenden Geschmacksveränderungen gaben den ungewöhnlichen Früchten ihren Namen. Allerdings entfalten sich diese „magischen“ Eigenschaften erst vollständig nach der Ernte — Früchte, die einige Tage gelagert werden, verlieren ihre „magischen“ Eigenschaften allmählich. Zur Konservierung können die Früchte übrigens eingefroren werden. Anbaugebiete:

Derzeit wird diese magische Frucht vor allem in Taiwan, Florida, Puerto Rico und Ghana angebaut. Verwendung:

Diese außergewöhnlichen Früchte sind sehr reich an Ascorbinsäure, was sie bei der Behandlung verschiedener entzündlicher Erkrankungen sowie bei der Beseitigung von Geschwüren der Verdauungsorgane, Erkältungen und Grippe unverzichtbar macht. Außerdem trägt die Zauberfrucht dazu bei, das Immunsystem deutlich zu stärken und ist eine hervorragende Vorbeugung gegen Krebs. Es wird auch zur Behandlung von Katarakten, Allergien und Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen. Übrigens sind diese Früchte für Menschen mit Fettleibigkeit oder Diabetes völlig unbedenklich. Die einzige Kontraindikation für ihre Verwendung kann eine individuelle Unverträglichkeit sein.

Wachsend

Vor nicht allzu langer Zeit begann man, die Zauberfrucht aktiv als Zierpflanze in Gewächshäusern anzubauen. Darüber hinaus ist es immer häufiger zu Hause zu finden. Beim Anbau einer magischen Frucht in Innenräumen muss zwar der Beleuchtungsstärke maximale Aufmerksamkeit geschenkt werden — diese lichtliebende Pflanze benötigt zusätzliche Beleuchtung.

Magic Fruit wächst gut in gut durchlässigen, sauren Böden. Besonders liebt er lockeres Substrat. Diese wärmeliebende Pflanze bevorzugt stark befeuchtete Luft und muss ständig besprüht werden. Es ist jedoch keine Kronenbildung und kein Schnitt erforderlich.

Die Zauberfrucht wächst sehr langsam — diese Eigenschaft macht sie für die Bonsaigestaltung unglaublich attraktiv.

Diese Kulturpflanze wird hauptsächlich durch Samen vermehrt. Um die Keimung zu beschleunigen, wird empfohlen, jede Samennuss leicht abzusägen. Und die Zauberfrucht beginnt etwa im dritten oder vierten Jahr nach der Pflanzung Früchte zu tragen.

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