Entstehungsgeschichte und Wissenswertes über Busse

Jeden Tag nutzen Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt Busse — das gebräuchlichste und beliebteste öffentliche Verkehrsmittel. Längst ist er ein fester und notwendiger Bestandteil unseres Alltags geworden und jeder kennt die Vor- und Nachteile von Bussen. Allerdings interessieren sich nur wenige Menschen für die historischen Details der Entstehung und Entwicklung eines so wichtigen Transportmittels hinter dem Schleier des Alltags. Es lohnt sich definitiv nicht, sich über sie zu informieren!
Inhalt des Artikels:
Wo alles begann.
Der erste Mechanismus, eine verbesserte Version dessen, was damals Bus genannt wurde, wurde 1801 vom britischen Erfinder Richard Trevithick entwickelt. Am Weihnachtstag desselben Jahres wurde ein noch nie dagewesenes Fahrzeug von einer Dampfmaschine durch die Straßen von Camborne (Cornwall) gefahren, dessen Kabine Platz für bis zu acht Passagiere bot und begeisterte Scharen von Menschen anlockte, die Spaß hatten. Ein Feuerwehrmann stand hinter dem Trittbrett des Wagens und füllte unermüdlich Kohle in den Feuerraum. Das neue Wunder der Technik warf schwarze, satte Rauchwolken in die Luft, und die aufgeblasenen Wolken schufen jedoch selbstbewusst weitere Rechte auf Leben.

Bis 1829 hatte sich der Bus (zu diesem Zeitpunkt hatte dieses Fahrzeug bereits diesen Namen erhalten) sowohl äußerlich als auch funktionell erheblich weiterentwickelt. Zu diesem Zeitpunkt betrachteten die Menschen ihn nicht mehr als „hässliches Entlein“, sondern als einen wachsenden, schönen Schwan, der bis zu 30 Passagiere tragen und entwickeln konnte. Die Geschwindigkeit konnte von keinem der damals existierenden Verkehrsmittel erreicht werden.

Die rasante Verbreitung der Elektrizität Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte es den Bussen, eine qualitativ neue Entwicklungsstufe zu erreichen. Anstelle von Dampfmaschinen wurden erstmals Elektromotoren eingesetzt, und 1886 wurde es möglich, modernisierte und sehr bevorzugte öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, die in den Weiten Londons verblieben waren.

Auch das Russische Reich blieb vom rasanten technischen Fortschritt nicht verschont: 1901 baute und führte das Moskauer Maschinenbauwerk „Duk“ die ersten Elektrobusse des Landes ein. Sie boten Platz für bis zu 10 Personen und hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h.
20. Jahrhundert: Höhepunkt der Entwicklung
Das nächste wichtige Wort bei der Entwicklung eines neuen Transportmittels gehörte dem anerkannten Meister des Maschinenbaus — einem Deutschen: 1896 zeigte das Benz-Werk der Welt den ersten Bus mit benzinbetriebenem Verbrennungsmotor. Äußerlich ähnelte er einem vergrößerten Wagen für Taxifahrer, bot in der Kabine Platz für acht Passagiere und erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 13 km/h. Allerdings wurde dieses Know-how zunächst nur zwischen mehreren deutschen Kleinstädten auf kurzen Straßen transportiert.

Sieben Jahre später tauchten im zaristischen Russland Busse mit Verbrennungsmotoren auf: 1903 wurde im St. Petersburger Frese-Werk sogar eine fortschrittlichere deutsche Kopie entworfen. Es bot Platz für 10 Personen und konnte auf 16 km/h beschleunigen, hatte aber einen gravierenden Nachteil: einen offenen Innenraum. Deshalb wurden Fahrten bei schlechtem Wetter abgesagt oder waren für Fahrer und Passagiere sehr unangenehm.

Busse hatten als öffentlicher Verkehr noch keine weltweite Bedeutung erlangt, ihre technische Leistungsfähigkeit und ihr Komfort konnten jedoch nicht schrittweise gesteigert werden. Dies hinderte uns nicht daran, die Hauptaufgabe zu lösen — den regelmäßigen Transport von Menschenströmen: Am 12. April 1903 erschien in London der erste Bus der Geschichte als städtisches öffentliches Verkehrsmittel. In Russland ereignete sich dieses schicksalhafte Ereignis wenig später.

Im Sommer 1907 wurden Busse der Marke NAG von Deutschland nach Archangelsk geliefert, wo ihre Kapazität von 26 Personen bald auf große Nachfrage stieß und die Fortbewegung in der Stadt erheblich erleichterte. Im November desselben Jahres erschienen Personenbusse in der Hauptstadt St. Petersburg und im August 1908 in Moskau. Allerdings stabilisierte sich der Verkehr hier erst nach der Revolution und der Erlangung des Status Moskaus zur Hauptstadt der UdSSR: 1924 wurde die erste regelmäßige Buslinie zwischen dem ehemaligen Poststützpunkt Twer und dem Kalanschewskaja-Platz eingerichtet.

Seitdem wurden Busse ständig verändert. Die Kapazität wurde auf 50, 100 und 200 Personen erhöht. Derzeit werden Spezialfahrzeuge gebaut, um Menschen zum Flughafen zu bringen, Ausflüge und Bustouren durch die Länder zu organisieren. Einige von ihnen erreichen eine Länge von 40 Metern und bieten Platz für bis zu 500 Passagiere!

Man kann nur Mitleid mit denen haben, die vor über 100 Jahren in offenen Kabinen im strömenden Regen und Schnee ausharren mussten. Die modernsten Busse wirken dagegen geradezu lächerlich, da sie auf der gesamten Fahrt Massenservice bieten. Mit Fernsehern, Toiletten und WLAN gibt es kaum etwas am Komfort auszusetzen. Und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Busse mit ihrer Weiterentwicklung an Beliebtheit verlieren oder verschwinden werden.
Um einen Bus zu fahren, benötigt man eine bestimmte Fahrerlaubnis. Man kann eine Ausbildung an einer speziellen Fahrschule absolvieren und die Fahrerlaubnis erst nach bestandener Prüfung erhalten. Manche glauben, es sei einfacher, eine Busfahrerlaubnis zu kaufen und so ohne Prüfung einen Pkw-Führerschein zu erwerben, doch in diesem Fall sollte man sich der strafrechtlichen Konsequenzen bewusst sein. Geschichte und Wissenswertes über Busse






