Ausbreitende Glocke

Campanula diffusa

Die Spreizglocke ist eine der Pflanzen aus der Familie der Glockenblumen; im Lateinischen wird der Name dieser Pflanze wie folgt lauten: Campanula patula L.

Der Name der sich ausbreitenden Glockenfamilie selbst lautet auf Lateinisch: Campanulaceae Juss.

Beschreibung der Spreizglocke

Die Spreizglocke ist eine zweijährige krautige Pflanze, deren Wuchshöhe zwischen zehn und siebzig Zentimetern schwankt. Der Stängel dieser Pflanze ist verzweigt und dünn. Die unteren Blätter der Spreizglocke können entweder handförmig oder länglich-verkehrt-eiförmig geformt sein, während die mittleren und oberen Blätter linealisch-lanzettlich oder lanzettlich sind. Die Blüten dieser Pflanze sind recht groß, ihre Länge kann bis zu drei Zentimeter erreichen. Solche Blüten stehen auf ziemlich langen Stielen, die in einem lockeren und rispigen Blütenstand gesammelt sind. Die Zähne des Kelchs der Spreizglocke werden meist stark ausgelenkt und gespreizt. Die Blütenkrone ist meist in Blau-Violett-Tönen gefärbt, manchmal ist sie auch weiß, und die Blütenkrone ist auch mit dunklen Adern versehen. Die Blätter einer solchen Krone sind groß und etwas gebogen. Die Früchte der Spreizglocke sind Kisten, die auf geraden Stielen sitzen und sich oben mit Löchern öffnen.

Die Blüte der Spreizglocke erfolgt im Zeitraum vom Frühsommer bis zum Herbst. Unter natürlichen Bedingungen kommt diese Pflanze im europäischen Teil Russlands, der Ukraine und Westsibirien vor. Für das Wachstum bevorzugt die Pflanze Wälder, Lichtungen, Waldränder, Wiesen und Brachflächen.

Beschreibung der medizinischen Eigenschaften der Spreizglocke

Die Spreizglocke ist mit sehr wertvollen Heilkräften ausgestattet und es wird empfohlen, die Wurzeln und das Gras dieser Pflanze für medizinische Zwecke zu verwenden. Der Begriff Gras umfasst die Blüten, Blätter und Stängel der ausladenden Glockenblume.

Das Vorhandensein solch wertvoller Heileigenschaften sollte durch den Gehalt an Steroiden, Triterpenoiden, Saponinen, Cardenoliden, Alkaloiden, Anthocyanen, Phenolcarbonsäuren und deren Derivaten in der Zusammensetzung des Krauts dieser Pflanze sowie durch die folgenden stickstoffhaltigen Verbindungen erklärt werden: Cholin, Stachydrin und Betain. Die Stängel, Blätter und Blüten der Glockenblume enthalten Alkaloide.

Ein Absud aus den Wurzeln dieser Pflanze wird bei Wassersucht empfohlen. In der Volksmedizin ist ein Absud aus der Glockenblume (Campanula diffusa) sehr beliebt. Dieser Kräutersud wird bei Kopfschmerzen, Kehlkopfentzündung, Epilepsie und zahlreichen gynäkologischen Beschwerden eingesetzt. Ein Wurzelsud und ein alkoholischer Extrakt dieser Pflanze besitzen wertvolle krampflösende Eigenschaften.

Bei Migräne und Angstzuständen wird folgendes Mittel auf Basis der Glockenblume empfohlen: Geben Sie einen Teelöffel Glockenblumenwurzeln in eine Tasse kochendes Wasser. Lassen Sie die Mischung vier bis fünf Minuten bei schwacher Hitze köcheln und anschließend eine Stunde ziehen. Füllen Sie den Sud mit kochendem Wasser auf, bis die ursprüngliche Menge erreicht ist. Seihen Sie den Sud anschließend sorgfältig ab. Nehmen Sie das so zubereitete Mittel drei- bis viermal täglich ein, jeweils ein Drittel einer Tasse. Es ist wichtig, alle Anweisungen zur Zubereitung und Einnahme dieses aus Campanula diffusa hergestellten Heilmittels genau zu befolgen.

Ausbreitende Glocke

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