Sanddorn

Sanddorn (lateinisch: Hippophae) ist eine Beerenpflanze und gehört zur Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). In freier Natur wächst Sanddorn in Sibirien, im Ural, in Asien, Westeuropa und im Kaukasus.

Beschreibung

Sanddorn wächst als ausladender, dorniger Strauch oder kleiner Baum und erreicht eine Höhe von bis zu 6–7 Metern. Er besitzt ein recht robustes Wurzelsystem mit kleinen Knollen an den einzelnen Wurzeln. Diese Knöllchen enthalten Mikroorganismen, die natürlichen Stickstoff binden. Junge Triebe sind silbergrau und mit kurzen Haaren bedeckt, während ältere Zweige braun sind. Die Blätter sind lanzettlich, länglich, grün mit einem bläulichen oder rostgoldenen Belag und manchmal mit kleinen schwarzen Punkten auf der Oberfläche. Sie erreichen eine Länge von 5–8 cm und eine Breite von 0, 5–1 cm.

Sanddorn besitzt ein relativ robustes Wurzelsystem mit kleinen Knollen an den einzelnen Wurzeln. Die Blüten sind hellgelb, klein und stehen in kurzen, ährenartigen Blütenständen am Ansatz junger Triebe oder in den Blattachseln. Die Blütenhülle ist einfach, kelchförmig und zweiteilig. Die Blüten erscheinen vor den Blättern. Sanddorn blüht von der dritten Aprildekade bis zur ersten Maidekade.

Die Früchte sind Scheinsteinfrüchte, orange oder rötlich, kugelig oder oval und nicht größer als 0, 5 cm im Durchmesser. Die Pflanze trägt reichlich Früchte, die dicht an den Triebspitzen sitzen und lange Zeit haften bleiben. Die Lebensdauer der Sträucher beträgt 50–70 Jahre, der Ertrag nimmt jedoch nach dem 25. Anbaujahr deutlich ab. Heute gibt es dornenlose Sanddornsorten.

Anbaubedingungen: Sanddorn ist eine anspruchslose Pflanze, die am besten auf leichten, lockeren und mineralreichen Böden gedeiht. In Gebieten mit kargen und trockenen Böden bildet der Sanddorn kleine Beeren. Er ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze, daher ist ein naher Grundwasserspiegel kein Problem. Im Schatten gedeiht er schlecht und bevorzugt volle Sonne.

Vermehrung und Pflanzung: Die Pflanze wird am häufigsten durch Stecklinge vermehrt. Diese werden von über siebenjährigen Pflanzen im zeitigen Frühjahr, bevor die Knospen anschwellen, geschnitten. Das Pflanzgut wird im Gewächshaus unter Plastikfolie bewurzelt. Nach zwei Jahren werden die Jungpflanzen an ihren endgültigen Standort verpflanzt. Seltener erfolgt die Vermehrung durch Samen, wobei die sortentypischen Merkmale der Mutterpflanze jedoch nicht immer vererbt werden. Da die Bestäubung durch Wind erfolgt, empfiehlt es sich, sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen im Garten zu pflanzen. Der optimale Pflanzabstand beträgt vier bis fünf Meter.

Die Pflanzung erfolgt im zeitigen Frühjahr, je nach Region zwischen der dritten April- und der ersten Maihälfte. Eine Herbstpflanzung ist ebenfalls möglich, jedoch haben die Sämlinge dann nicht immer genügend Zeit zum Anwurzeln und sind frostempfindlich. Die Pflanzlöcher werden einige Wochen im Voraus vorbereitet; sie sollten etwa 50–60 cm tief und 50 cm breit sein. Füllen Sie das Loch zu einem Drittel mit nährstoffreichem Substrat und geben Sie Kalium- und Phosphordünger hinzu. Stickstoffdünger wird nicht empfohlen, da er Wurzelschäden verursachen kann.

Beschneiden Sie die Wurzeln der Sämlinge nicht; kürzen Sie lediglich zu lange Wurzeln leicht und entfernen Sie beschädigte. Setzen Sie den Sämling in das Pflanzloch, bestreuen Sie ihn mit nährstoffreicher Erde, drücken Sie diese gut an, gießen Sie reichlich und mulchen Sie mit Torf. Die Basis des Sämlings sollte 4–6 cm tief in der Erde liegen; dies fördert die Wurzelbildung. Es empfiehlt sich, junge Sträucher an Stäben anzubinden.

Pflegehinweise

Für eine gute und schmackhafte Beerenernte benötigt Sanddorn sorgfältige und regelmäßige Pflege, einschließlich Gießen, Jäten und Auflockern des Bodens. Da die Sträucher flache Wurzeln haben, sollte das Graben im Stammbereich vermieden werden. Der Boden sollte bis zu einer Tiefe von 5–7 cm aufgelockert werden. Bei Windstille während der Blütezeit sollte die Bestäubung manuell erfolgen, indem ein blühender Trieb von einer männlichen Pflanze abgeschnitten und auf eine weibliche Pflanze gesetzt wird. Sanddorn benötigt außerdem einen regelmäßigen Pflegeschnitt. Dieser wird im zeitigen Frühjahr vor dem Saftfluss durchgeführt. Abgebrochene, erfrorene und kranke Zweige werden entfernt.

Um Krankheiten vorzubeugen, werden die Pflanzen regelmäßig mit einer 1%igen Bordeauxbrühe behandelt. Dünger wird einmal pro Saison ausgebracht. Kompost, Kaliumchlorid und Superphosphat eignen sich hervorragend dafür.

Sanddorn — Eigenschaften und Pflege

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