Hahnenfuß

Der Hahnenfuß gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculus acris). Sein lateinischer Name lautet Ranunculus acris (L.) (R. aceranct. CR. Stevenii Andrz.).

Die Familie der Hahnenfußgewächse selbst ist Ranunculaceae Juss.

Beschreibung des Hahnenfußes

Der Hahnenfuß ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit anliegenden Härchen, faserigen Wurzeln und einem geraden, verzweigten Stängel. Die unteren Blätter sind lang gestielt, fünfeckig und handförmig geteilt. Die oberen Blätter sind fast sitzend, dreiteilig und haben linear gezähnte Stiele. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 1, 5 bis 2 Zentimetern und bestehen aus fünf anliegenden, behaarten Kelchblättern und fünf goldgelben Blütenblättern. Die Frucht des Hahnenfußes ist eine kugelförmige, vielkernige Frucht. Diese Früchte sind schief-eiförmig und können einen gebogenen oder geraden Schnabel haben. Diese Pflanze blüht im späten Frühling und Sommer. In freier Natur kommt der Acker-Hahnenfuß in der Ukraine, Westsibirien, Weißrussland und im europäischen Teil Russlands vor, mit Ausnahme des Südens und des hohen Nordens.

Beschreibung der medizinischen Eigenschaften des Acker-Hahnenfußes

Der Acker-Hahnenfuß besitzt wertvolle medizinische Eigenschaften und wird zur Verwendung des Krauts empfohlen. Das Kraut umfasst Blüten, Stängel und Blätter. Dieses medizinische Rohmaterial sollte während der gesamten Blütezeit des Acker-Hahnenfußes geerntet werden. Die wertvollen medizinischen Eigenschaften sind auf das Glykosid Ranunculin zurückzuführen, das im frischen Kraut enthalten ist und bei der Hydrolyse in Glucose und Proteanemoninlacton-Hydroxyvinylacrylsäure zerfällt. Dieses Glykosid, Ranunculin, ist eine ölige Flüssigkeit mit einem sehr charakteristischen und eher stechenden Geruch. Es ist zu beachten, dass diese Verbindung instabil ist und sich mit der Zeit in Anemonin und anschließend in die inaktive Anemonensäure umwandelt.

Das frische Kraut dieser Pflanze enthält außerdem Tannine, Alkaloide, Saponine, Glykoside, Carotin, Vitamin C sowie die folgenden Flavonoide: Kaempferol, Quercetin und deren Glykoside.

In der traditionellen Medizin hat sich die Ranunkel hier als sehr wirksames Blasenmittel und lokales Reizmittel weit verbreitet. Diese Pflanze wird auch bei Kopfschmerzen, Gicht, Rheuma, Verbrennungen, Wunden, Furunkulose und als Stärkungsmittel eingesetzt. Gegen Tuberkulose, Hernien und verschiedene Magenerkrankungen empfiehlt sich ein Sud aus Ranunkelnblüten.

Bemerkenswert ist, dass früher ein Sud aus den Blüten dieser Pflanze gegen Malaria eingesetzt wurde. Es empfiehlt sich, sich bei einer Erkältung mit der Blütensalbe einzureiben, außerdem sollte bei schmerzenden Zähnen Watte aufgetragen werden, die zuvor mit Ranunkelsaft angefeuchtet wurde. Bei Lebererkrankungen ist ein Abkochen von Blumen in kleinen Dosen sehr wirksam. In der Homöopathie werden frische Kräuter dieser Pflanze bei Neuralgien, Gicht und verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt. In der mongolischen Medizin gilt diese Pflanze als Stimulans und in der tibetischen Medizin wird Ranunkel als Wundheilmittel eingesetzt. Darüber hinaus nutzt die tibetische Medizin das frische Kraut dieser Pflanze zur Behandlung eitriger Prozesse.

Ätzende Butterblume

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