Georgische Wolfsmilch

Die Georgische Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Ihr lateinischer Name lautet Euphorbia iberica Boiss.
Die Familie der Georgischen Wolfsmilch ist Euphorbiaceae Juss.
Beschreibung der Georgischen Wolfsmilch
Die Georgische Wolfsmilch ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die etwa 30 Zentimeter hoch wird. Sie ist bläulich-grün bereift und kahl und besitzt eine eher dünne, kriechende Wurzel. Die Stängel der Georgischen Wolfsmilch sind verzweigt und aufrecht und tragen achselständige, kurze, eiförmige Hüllblättchen. Diese sind gelblich und schulterförmig, der Kelch ist glockenförmig. Die halbmondförmigen Nektarien haben kurze Hörner mit einem stark abgeflachten Dreispitz. Die Samen sind glatt, eiförmig und schwarz.
In freier Natur kommt diese Pflanze im Kaukasus und im europäischen Teil Russlands vor. Die Georgische Wolfsmilch bevorzugt Gebüsche, Wegränder, Lichtungen in unkultivierten Gebieten, Wiesen und grasbewachsene Hänge. Diese Pflanze ist giftig, daher ist beim Umgang mit ihr äußerste Vorsicht geboten. Die Giftigkeit der Pflanze nimmt im getrockneten Zustand deutlich ab.
Beschreibung der medizinischen Eigenschaften der Georgischen Wolfsmilch
Die Georgische Wolfsmilch besitzt wertvolle medizinische Eigenschaften. Es wird empfohlen, sowohl die Wurzeln als auch das Kraut dieser Pflanze zu medizinischen Zwecken zu verwenden. Das Kraut umfasst Blätter, Stängel und Blüten. Die wertvollen medizinischen Eigenschaften sind auf die in der Pflanze enthaltenen Saponine, den Milchsaft, Harze, Alkaloide und Cardenolide zurückzuführen. Die Wurzeln der Georgischen Wolfsmilch enthalten Harze und Kautschuk. Das Kraut enthält aromatische Verbindungen, Flavonoide, Triterpenoide und Ellagsäure; die Stängel enthalten Tannine und Alkaloide. Die Blätter enthalten Alkaloide, ätherisches Öl, Hyperin und Tannine. Die Georgische Wolfsmilch besitzt stark herzstärkende Eigenschaften, ähnlich denen der Gelben Wolfsmilch (Securinega) und des Purpur-Fingerhuts (Digitalis purpurea). Der Milchsaft dieser Pflanze wirkt dämpfend auf das zentrale Nervensystem.
In der Volksmedizin ist die Georgische Wolfsmilch weit verbreitet. Diese Pflanze wird bei verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Ein Absud aus Georgischer Wolfsmilch wird bei Lungentuberkulose empfohlen, äußerlich angewendet hilft er gegen Ekzeme. Bemerkenswert ist auch die Fähigkeit der Pflanze, Seide und Wolle schwarz, grün und gelb zu färben.
Bei Lungentuberkulose wird folgendes hochwirksames Mittel mit dieser Pflanze empfohlen: Geben Sie einen Teelöffel getrocknete, zerstoßene Georgische Wolfsmilch auf zwei Gläser Wasser. Kochen Sie die Mischung etwa fünf Minuten lang, lassen Sie sie dann etwa eine Stunde ziehen und seihen Sie sie anschließend gründlich ab. Nehmen Sie dieses Mittel dreimal täglich ein, jeweils einen Esslöffel. Wichtig: Bei korrekter Anwendung ist dieses Mittel sehr wirksam. Sollten Sie diese Pflanze in Ihrem Garten sehen, pflücken Sie sie nicht.






