Jackfrucht

Die Jackfrucht (lateinisch: Artocarpus heterophyllus) ist ein immergrüner Baum der Gattung Artocarpus aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Dieser Baum trägt die größten Früchte der Welt.

Eine einzige Frucht, die bis zu 35 Kilogramm wiegt, kann ein kleines Dorf ernähren. Ein einzelner Baum liefert jährlich 100 bis 200 Früchte. Daher wird die Jackfrucht auch „indischer Brotfruchtbaum“ genannt, und ihre riesigen Früchte gelten als „Brot für die Armen“.

Woher kommt der Name?

Der Name „Jackfrucht“ wurde von den Portugiesen, die Ende des 15. Jahrhunderts nach Indien kamen, aus der Landessprache übernommen. Im Portugiesischen klang er wie „jaca“. Der gebräuchliche englische Name „Jackfruit“ wurde Mitte des 16. Jahrhunderts in das Hauptwerk des portugiesischen Arztes Garcia de Orta aufgenommen, in dem er die Heilkräuter Indiens beschrieb.

Viele Jahrhunderte später schlug der amerikanische Botaniker Ralph Randles Stewart (15. April 1890 — 6. November 1993) vor, den Baum nach dem schottischen Botaniker William Jack (1795–1822) zu benennen, der für die Ostindien-Kompanie in Bengalen, Sumatra und Malaysia tätig war.

Beschreibung: Man könnte meinen, dass der Baum für die riesigen Früchte einen dicken, hohen Stamm und starke, biegsame Äste bräuchte. Doch er ist nicht besonders hoch und erreicht nur eine Höhe von bis zu 20 Metern. Auch seine Äste sind nicht besonders stabil und tragen lediglich das Gewicht des dichten, dunkelgrünen Laubs. Die ovale Form und Größe der Blätter ähneln denen des Gummibaums (Ficus elastica). Die Blattoberfläche ist ledrig.

Versteckt zwischen dem dichten Laub an dünnen Zweigen befinden sich die unscheinbaren männlichen Blüten. Die weiblichen Blüten sind zwar größer als die männlichen, aber ebenfalls unscheinbar und wachsen in Blütenständen. Sie sind nicht auf die Stabilität der Äste angewiesen, sondern wachsen direkt am Stamm und gewährleisten so die Sicherheit ihrer Nachkommen.

Am Beispiel der Jackfrucht zeigt die Natur einmal mehr, dass äußere Schönheit nicht das wichtigste Kriterium für ein gutes Ergebnis ist.

Jackfrucht

Die Frucht des Baumes verdient eine gesonderte Beschreibung. Ihr aromatisches und nahrhaftes Fruchtfleisch ist schließlich ein Grundnahrungsmittel in den dicht besiedelten Ländern Südostasiens und steht nur Bananen und Mangos in nichts nach.

Tatsächlich ist die Frucht eines Baumes eine Gemeinschaft kleiner Früchte, die eine riesige Frucht bilden. Solche Früchte können bis zu 90 cm lang sein und einen Durchmesser von 50 cm haben. Da die Zweige der Jackfrucht dünn und zerbrechlich sind, bilden sich die Früchte bevorzugt direkt am Baumstamm, was ihnen eine starke Basis garantiert.

Die voll ausgereifte Frucht verströmt ein fruchtig-süßes Aroma und in ihrem Fruchtfleisch vermischen sich Bananen-, Apfel-, Ananas- und Mangoaromen auf raffinierte Weise, wodurch ein neuer charakteristischer Jackfruchtgeschmack entsteht.

Jede Frucht trägt einen hellbraunen Samen in die Welt, dessen Geruch an den Geruch fauler Zwiebeln erinnert. Anscheinend überwiegt dieser Geruch bei überreifen Früchten, wenn man versucht, sie längere Zeit zu lagern.

Chemische Zusammensetzung der Frucht

Das Fruchtfleisch besteht zu drei Vierteln aus Wasser (74 % um genau zu sein), übrig bleiben 23 Prozent Kohlenhydrate, 2 Prozent Eiweiß und ein Prozent Fett. Darüber hinaus ist es eine reichhaltige Quelle an Ballaststoffen und Vitamin B6 und weist einen moderaten Gehalt an Vitamin C und Kalium auf. Auch andere für den Menschen nützliche chemische Elemente sind in geringen Mengen vorhanden.

Verwendung beim Kochen

Verschiedene Jackfruchtsorten ermöglichen die Verwendung ihrer Früchte und Samen in ganz unterschiedlichen Gerichten.

Unreife Früchte ersetzen Gemüse. Sie werden zum Kochen von Suppen, Eintöpfen und zur Zubereitung aller Arten von Gerichten verwendet, die man nur in dieser Gegend probieren kann.

Aus süßen reifen Früchten werden allerlei Desserts, Gelee und Marmelade zubereitet, die lange haltbar sind.

Jackfrucht. Jackfrucht.

Jackfrucht Jackfrucht

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