Ascocentrum

Ascocentrum (lateinisch: Ascocentrum) ist eine Gattung krautiger, epiphytischer, mehrjähriger Pflanzen mit leuchtenden Blütenständen aus der Familie der Orchideen (lateinisch: Orchidaceae). Die in den feuchten Tropen beheimateten Orchideen der Gattung Ascocentrum und ihre vielfältigen Hybriden mit Pflanzen anderer Gattungen der Familie sind beliebte Bestandteile botanischer Gärten, Gewächshäuser und Fensterbänke, wo man ihnen sorgsam geeignete Bedingungen bietet.
Was steckt hinter dem Namen?
Die Orchideengattung „Ascocentrum“ wurde erstmals von dem deutschen Botaniker Rudolf Schlechter (16. Oktober 1872 — 15. November 1925) beschrieben, der mehrere seiner Werke den Pflanzen der Gattung Orchidaceae widmete.
Der lateinische Name der Gattung „Ascocentrum“ leitet sich von zwei griechischen Wörtern ab, die „Beutel“ und „Sporn“ bedeuten. Dies geht auf den Aufbau der Blüten zurück, die am Grund der Lippe einen großen Sporn zum Sammeln und Speichern von Nektar besitzen.
In der gärtnerischen Literatur wird der Gattungsname mit fünf Buchstaben abgekürzt: „Asctm“. Unter Abbildungen von Pflanzen dieser Gattung findet sich auch das Synonym „Ascolabium“.
Beschreibung: Pflanzen der Gattung Ascocentrum sind häufig Epiphyten, d. h. sie wachsen auf Bäumen tropischer Wälder und ernähren sich von Sonnenlicht und der umgebenden feuchten Luft. Ihre Wurzeln schweben dabei frei in der Luft, anstatt tief in den Boden zu reichen. Seltener sind sie Lithophyten und können auf felsigen oder steinigen Böden gedeihen. Ascocentrum-Orchideen sind nicht besonders hoch und gelten als „Miniaturorchideen“. Sie sind niedrig wachsende Pflanzen mit grünen, riemenförmigen Blättern, die aufrecht stehen oder an den Spitzen leicht zur Horizontalen gebogen sind. Äußerlich ähneln sie sehr den Pflanzen der Gattung Vanda (lateinisch: Vanda) aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae) und bilden häufig Hybriden mit ihnen.
Der hängende oder aufrechte, traubenförmige Blütenstand besteht aus zahlreichen kleinen Blüten, deren weit geöffnete Blütenblätter nach außen gerichtet sind. Trotz ihrer geringen Größe besitzen die Blüten die für alle Orchideenblüten charakteristische komplexe Struktur. An der Unterseite der Lippe befindet sich ein Sporn oder Nektarium, das bestäubende Insekten anlockt.

Die Blüten leuchten in einer vielfältigen und kräftigen Farbpalette: Gelb, Rosa, Karmesinrot, Orange, Rot und Violett.
Varietäten
Die Gattung Ascocentrum ist nicht zahlreich. Berichten zufolge vereint er 13 Arten in seinen Reihen, von denen eine zwei Unterarten hat. Die Anzahl der Arten in verschiedenen literarischen Quellen kann von der angegebenen abweichen.
Es wurde eine große Anzahl intergenerischer Orchideenhybriden gezüchtet, an denen Arten der Gattung Ascocentrum, die für ihre leuchtenden Blüten bekannt sind, aktiv beteiligt waren.
Alle Pflanzenarten der Gattung Ascocentrum sind durch das Internationale Übereinkommen über den Handel mit Wildpflanzenarten geschützt, um sie vor dem drohenden Aussterben auf der Erde zu schützen.
Nutzung
Die kompakte Form und die Vielfalt an leuchtenden Blütenfarben haben Arten der Gattung Ascocentrum zu beliebten Gewächshaus- und Zimmerpflanzen gemacht. Für eine erfolgreiche Entwicklung und eine üppige, leuchtende Blüte benötigen Orchideen zwar eine Reihe von Bedingungen in ihrer Umgebung.
Für Pflanzen, die an Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und viel Licht gewöhnt sind, ist es sehr wichtig, die Temperatur im Sommer zwischen 18 und 23 Grad Celsius und im Winter nicht unter 15 Grad Celsius zu halten.
Um die erforderliche Luftfeuchtigkeit im Bereich von 60 bis 90 Prozent zu halten, wird das ganze Jahr über gegossen. Die Häufigkeit der Bewässerung hängt von der Anbaumethode ab: auf einem Rindenstück (oder „pro Block“), in einem Korb für Epiphyten, in einem Keramik- oder Plastiktopf. Pflanzen, die auf Blöcken wachsen, müssen häufiger gegossen werden.

Auch Orchideen sollten wie in einem Regenwald mit indirektem, hellem Licht versorgt werden.
Nur unter günstigen Lebensbedingungen reagieren Pflanzen mit Helligkeit und Blütenreichtum auf den Züchter.
Vandaceae, die wenig Platz einnehmen — Ascocentrum miniatum
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