Akazie

Akazie (lat. Akazie) ist eine Gattung von Sträuchern und Bäumen aus der Familie der Hülsenfrüchte. Unter natürlichen Bedingungen kommen Vertreter der Gattung in Asien, Südamerika, Afrika und Australien vor.
Typische Wachstumsorte sind trockene Wüsten, felsige Gebiete, Tiefland, Flusstäler und Berggebiete. Sie zeichnen sich durch schnelles Wachstum aus; im Alter von 25 bis 30 Jahren stoppt das Wachstum.
Merkmale der Kultur
Akazie ist ein bis zu 25 m hoher Strauch oder Baum, der während des Wachstumsprozesses reichlich Triebe aus Wurzelkragen und Wurzelausläufern bildet. Einige Arten sind mit Stacheln ausgestattet. Die Rinde junger Pflanzen ist glatt und grün, mit zunehmendem Alter verfärbt sie sich jedoch braun oder grau und weist starke Risse auf. Das Wurzelsystem ist leistungsstark und stark verzweigt.
Die Blätter sind zusammengesetzt, einfach oder doppelt gefiedert und bestehen aus kleinen Blättchen, die nadelförmig, lanzettlich oder breit eiförmig sein können. Die Blattanordnung ist wechselständig oder wirtelförmig. Die Blätter sind mit kleinen ledrigen Nebenblättern ausgestattet; einigen Vertretern der Gattung fehlen Nebenblätter.
Die Blüten sind zahlreich, klein, in kopfigen, traubigen oder rispigen Blütenständen gesammelt und befinden sich an den Enden der Zweige oder in den Blattachseln. Blumen können bisexuell oder zweihäusig sein. Der Kelch ist gesäumt oder glockenförmig, manchmal fehlt er vollständig.
Die Frucht ist eine längliche, eiförmige, lineare oder lanzettliche Bohne, die sich im reifen Zustand mit zwei Ventilen öffnet und ledrig oder holzig sein kann. Die Samen sind schwarz, braun oder hellbraun, kugelig, ellipsoid oder länglich ellipsoförmig, oft abgeflacht.
Wachstumsbedingungen
Akazie ist eine lichtliebende Kulturpflanze, entwickelt sich gut und blüht üppig an offenen, sonnigen Standorten, die vor kalten Winden geschützt sind. Verträgt leichte Schattierungen. Die Böden sind vorzugsweise gut durchlässig, leicht, locker, mäßig feucht und fruchtbar. Vertreter der Gattung akzeptieren keine verdichteten, schweren tonigen, stark sauren Böden.
Der Anbau sollte nicht im Tiefland erfolgen, wo sich im Frühjahr große Mengen Schmelzwasser ansammeln. Eine Bepflanzung an Südhängen wird empfohlen. Die Winterhärte verschiedener Akazienarten variiert recht stark. Mit zunehmendem Alter der Pflanzen erhöht sich ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Faktoren.
Reproduktion
Akazien werden durch Samen, Wurzelausläufer, Wurzelsprosse und Stecklinge vermehrt. Die Saatmethode ist zwar arbeitsintensiv, aber sehr effektiv. Die Samen müssen vorab vorbereitet werden; Dazu werden sie 24 Stunden lang in heißem Wasser (50-60 °C) eingeweicht. Akaziensamen werden in Sämlingsbehälter gesät, mit Glas abgedeckt und in einen warmen Raum gestellt. Die Pflanzen werden regelmäßig mit warmem, klarem Wasser besprüht und belüftet.
In der Phase zweier echter Blätter werden sie in separate Töpfe mit einem Durchmesser von 7–8 cm gepflanzt. Wenn die Sämlinge wachsen, werden sie in größere Behälter umgefüllt und mit Mineraldünger gedüngt. Um das Wachstum von Sämlingen zu beschleunigen, sollten Sie Phytostimulanzien wie Novosil oder Epin verwenden. Die Pflanzen werden nach 1-2 Jahren ins Freiland verpflanzt.
Eine unter Gärtnern übliche Vermehrungsmethode ist die Stecklingsvermehrung. Akazien werden im Frühjahr oder Ende August geschnitten. Zur Wurzelbildung werden die Stecklinge in ein leichtes Substrat aus Sand, Torf und Perlit gepflanzt. Die optimale Temperatur zum Bewurzeln von Stecklingen beträgt 25 °C. Bewurzelte Stecklinge werden im nächsten Frühjahr an einem festen Platz gepflanzt.
Mögliche Schwierigkeiten bei Anbau und Pflege
Alle Arten der Gattung Akazie benötigen regelmäßiges und reichliches Gießen. Bei unzureichender Feuchtigkeit verlieren Pflanzen häufig Knospen und Blätter verdorren. Auch eine Überwässerung ist unerwünscht; es kann zum Absterben der Pflanze führen. Mangelndes Sonnenlicht führt zu blassem Laub und blassen Blüten. Wenn hohe Bäume neben Akazien gepflanzt werden, müssen verdickte Triebe beschnitten werden, die eine normale Entwicklung der Pflanzen verhindern.
Akazien sind anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge; Um diesen Problemen vorzubeugen, ist es wichtig, alle Anbaubedingungen einzuhalten und von Zeit zu Zeit vorbeugende Behandlungen mit Kräutertees durchzuführen. Bei schwerwiegenden Schäden ist es besser, Insektizide und andere Chemikalien einzusetzen. Der Schnitt muss mit Handschuhen erfolgen, da die Pflanzen giftig sind.



