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Bergenia (lat. Bergenia) ist eine einjährige oder mehrjährige Pflanze aus der Familie der Saxifragaceae. Andere Namen sind Bergenia oder Mongolischer Tee.

In der Natur wächst Bergenie in Asien (von Afghanistan bis Korea und China). In Russland kommen sechs Arten vor. Ihren Namen erhielt die Pflanze zu Ehren des berühmten deutschen Botanikers Carl August von Bergen.

Merkmale der Kultur

Bergenia ist eine krautige Pflanze mit einer Höhe von 6 bis 60 cm. Die Rhizome sind horizontal und ziemlich dick. Die Blätter sind groß, ledrig mit glänzender, dunkelgrüner Farbe, sitzen auf Blattstielen und bilden eine voluminöse Grundrosette. Die Stiele sind lang und wenn sie erscheinen, blühen die Blüten gleichzeitig. Die Blüten sind kelchförmig, je nach Sorte in dichten, rispigen Blütenständen gesammelt und können weiß, rosa, rot, violett oder dunkelviolett sein. Die Frucht ist eine Kapsel. Bergenia blüht zwei Monate lang; Es gibt remontierende Sorten, die mehrmals pro Saison blühen. Frühe Bergenien blühen Anfang April.

Wachstumsbedingungen

Bergenia ist eine lichtliebende Kulturpflanze, wächst aber auch problemlos in schattigen Bereichen. Im Halbschatten bildet es eher dichte und langlebige Dickichte. Die Böden für den Anbau von Bergenien sind vorzugsweise locker, gut durchlässig, mäßig feucht, reich an organischer Substanz und haben einen neutralen pH-Wert. Salzhaltige und saure Böden sind ebenso ungeeignet wie Tieflandgebiete mit stehender Kaltluft.

Fortpflanzung und Pflanzung

Bergenia wird durch Samen und durch Teilen des Busches vermehrt. Die Aussaatmethode wird äußerst selten angewendet, da sich Sämlinge langsam entwickeln und viel Aufmerksamkeit erfordern. Die Aussaat erfolgt im März in Setzlingskästen. Die Saattiefe beträgt 0, 5 cm. Nach der Aussaat wird der Boden bewässert, die Kisten mit Folie abgedeckt und in einen warmen Raum gestellt. Die ersten Triebe erscheinen nach 3-4 Wochen.

Sämlinge werden Anfang Juni im Freiland gepflanzt. Der Bereich für Bergenia wird im Voraus vorbereitet, der Boden wird umgegraben, mit Humus und Mineraldünger gefüttert, 5-6 cm tiefe Löcher gebildet und etwas Flusssand in den Boden gegossen. Anschließend werden die Sämlinge in das Loch abgesenkt, mit fruchtbarer Erde bestreut und mit Gießkannen bewässert. Zum Überwintern sollten junge Pflanzen mit 2-3 Triebblättern abreisen. Mit der Samenvermehrungsmethode blüht Bergenia in 3-4 Jahren.

Die Vermehrung durch Teilung ist nicht besonders schwierig. Bergenien bilden beim Wachsen neue Wurzeln, die dicht unter der Erdoberfläche liegen und sich leicht ausgraben lassen, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Diese Methode wird zur Vermehrung im Mai/Juni angewendet. Jedes Teilstück sollte 3–4 Wurzelknospen und 2–3 Blätter haben. Die Teilstücke werden im Abstand von 30–50 cm ins Freiland gepflanzt. Diese Vermehrung sollte höchstens alle 4–5 Jahre durchgeführt werden.

Pflege

Die Pflege von Bergenien ist recht einfach. Die Pflanze benötigt regelmäßiges und mäßiges Gießen, Staunässe sollte vermieden werden. Sie reagiert gut auf die Düngung mit mineralischen Komplexdüngern. Düngen Sie zweimal während der Wachstumsperiode: im zeitigen Frühjahr und im Herbst vor dem ersten Frost.

Im ersten Jahr, direkt nach dem Pflanzen, wird der Boden um die Pflanzen herum mit Torf gemulcht. Die Pflanze verträgt das Umpflanzen nicht gut; sie kann 8–10 Jahre am selben Standort wachsen. Da Bergenien resistent gegen Krankheiten und Schädlinge sind, benötigen sie keine vorbeugenden Behandlungen; wichtiger ist die Einhaltung aller Anbauregeln.

Anwendung: Bergenien sind in der Landschaftsgestaltung von Gärten und Parks weit verbreitet. Die Pflanze wird zur Verschönerung von Rasenflächen, Rabatten, Gruppenpflanzungen und Blumenbeeten verwendet. Bergenien wirken besonders gut in gemischten, landschaftlich gestalteten Arrangements, kombiniert mit Sträuchern und niedrig wachsenden Bäumen (Wacholder, Hartriegel, Spindelstrauch und Rhododendren). Die Pflanze fügt sich harmonisch in Steingärten, wie beispielsweise Steingärten und Alpingärten, ein. Frühlingsblüher wie Krokusse und Blausterne sind ideale Begleitpflanzen für Bergenien.

Die Pflanze findet auch in vielen anderen Bereichen Verwendung, beispielsweise in der Volksmedizin. Aus Bergenienblättern werden stärkende Tees mit wohltuenden Eigenschaften zubereitet. Bergenien sind reich an Arbutin und werden daher zur Behandlung von Blasenproblemen eingesetzt. Ein Wasserbad mit Bergenienblättern ist hervorragend bei Blasenentzündungen. Bergenia besitzt außerdem entzündungshemmende Eigenschaften und wird daher in Kosmetika zur Behandlung von Schuppen, seborrhoischer Dermatitis und Akne eingesetzt.

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Bergenia (Bergium)

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