Mädesüß

Mädesüß (lat. Filipendula) ist eine wunderschön blühende Staude aus der Familie der Rosaceae.

Beschreibung

Mädesüß ist eine wunderschön blühende und schattentolerante rhizomatisch wachsende Staude, deren Größe ebenso wie die Form ihrer Blätter und die Farbe ihrer Blüten beliebig variiert werden können. Allerdings zeichnen sich alle Mädesüß-Sorten durch eine ähnliche Blütenstandsform aus — alle Blütenstände sehen aus wie vielblütige, dichte Rispen, ausgestattet mit ziemlich langen unteren Zweigen und verkürzten Mittelachsen.

Die Stängel des Mädesüß sind fast immer aufrecht und die Blätter sind in den meisten Fällen gefiedert (handförmige Blätter sind etwas seltener).

Die Blüte des Mädesüßes ist meist zwischen Mai und August zu sehen. Ihre zahlreichen Blüten, deren Blütenkelche aus fünf oder sechs Blütenblättern ohne Unterbecher bestehen, bestechen durch eine angenehme weiße oder rosa Farbe für das Auge, und die Früchte dieser Schönheit sehen aus wie ausgefallene Vielnussnüsse.

Insgesamt umfasst die Gattung Mädesüß zehn bis sechzehn Arten.

Und der Name dieser interessanten Pflanze leitet sich von zwei lateinischen Wörtern ab: Das erste ist filum, übersetzt als „Fäden“, und das zweite ist pendulus, also „hängend“. Vielleicht ist dieser Name darauf zurückzuführen, dass die Wurzelknollen des Gewöhnlichen Mädesüßes dazu neigen, an kräftigen fadenförmigen Wurzeln zu hängen.

Wo wächst es

Mädesüß wächst vor allem auf der Nordhalbkugel, genauer gesagt in den gemäßigten Zonen.

Nutzung

Mädesüß wird häufig sowohl in Mixborders als auch in Mischpflanzungen zusammen mit verschiedenen Zierstauden sowie mit allen Arten von Sträuchern und Bäumen gepflanzt. Gewöhnliches Mädesüß eignet sich am besten für die Bepflanzung von Rabatten oder sonnigen Steingärten, und das ziemlich große Kamtschatka-Mädesüß sieht in Einzelpflanzungen mitten im Rasen sehr cool aus.

In Gärten werden üblicherweise drei Hauptarten des Mädesüß angebaut: Kamtschatka-Mädesüß, Rotes Mädesüß und Gewöhnliches Mädesüß. Im Garten vertreibt diese Pflanze übrigens perfekt Bremsen, Mücken und Fliegen!

Auch in der Volksmedizin wird Mädesüß eingesetzt — es hat die Fähigkeit, Kopfschmerzen verschiedenster Herkunft zu lindern und bewältigt auch rheumatische Gelenkschmerzen erfolgreich. Darüber hinaus verfügt Mädesüß über recht starke antivirale und antibakterielle Eigenschaften — weshalb es häufig zur Behandlung von Grippe, akuten Atemwegsinfektionen und Herpes eingesetzt wird.

Mädesüß kann auch als Tee aufgebrüht oder normalem Tee beigemischt werden — dieses wohltuende Kraut hat ein bemerkenswert angenehmes Honigaroma und einen ausgezeichneten Geschmack.

Anbau und Pflege: Mädesüß gedeiht an sonnigen Standorten, die meisten Sorten wachsen aber auch im Halbschatten. Am besten eignet sich lehmiger, gut durchlässiger Boden.

Im Sommer benötigt Mädesüß regelmäßige und reichliche Bewässerung — dies ist besonders wichtig, wenn die Pflanzen im Freien stehen. Diese Schönheit verträgt kein Austrocknen der Wurzeln. Alle Sorten dieser wunderbaren Pflanze sind jedoch beeindruckend frosthart.

Ende Juli oder Anfang August, wenn das Mädesüß verblüht ist, sollten die Blütentriebe zurückgeschnitten werden. Mädesüß wird üblicherweise durch Teilung der Rhizome oder durch Direktsaat ins Freiland vor dem Winter vermehrt. Fünf bis sechs Zentimeter lange Rhizomstecklinge werden im Herbst etwa fünf Zentimeter tief in die Erde gepflanzt.

Pflegeleichte Gartenblumen: Mädesüß. Webseite Garden World

Mädesüß.

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