Bonsai-Garten

Der Bonsai-Stil hat seinen Ursprung im alten China. Der chinesische Adel besaß prächtige Gärten und war ein leidenschaftlicher Gärtner. So entstanden und etablierten sich neue Traditionen der Gestaltung chinesischer Gärten in verschiedenen Stilen. Später gelangten diese chinesischen Gartentraditionen nach Japan, wo sie perfektioniert und mit einem besonderen Charme versehen wurden. Der japanische Bonsai-Stil gilt als Vorbild für alle Gärtner.
Bonsai ist, einfach ausgedrückt, die Kunst, Pflanzen in Töpfen zu ziehen. Dieser Stil verwendet meist Sträucher und Zwergbäume anstelle von Blumen. Doch es ist mehr als nur Anbau; es ist eine Kunstform, die zahlreichen Regeln und Vorschriften unterliegt. Nur wer all diese Regeln befolgt, kann einen wahren Bonsai-Garten anlegen. Gefäß
Die für den Bonsai-Anbau ausgewählten Töpfe können sehr unterschiedlich sein. Sie können glasiert oder unglasiert sein und sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich. Die wichtigste Regel ist, dass der Topf die darin befindliche Pflanze perfekt ergänzen sollte. Die Wahl von Form und Material hängt von der Form und Größe der Pflanze ab. Ein einfacher Bonsaitopf ist jedoch ungeeignet. Er muss einen künstlerischen Wert besitzen und Teil der Bonsai-Komposition sein. Bonsai-Kunst im Garten kann durch einen einzelnen Baum oder Strauch im Topf repräsentiert werden, der jedoch allen stilistischen Anforderungen dieser Kunstform entspricht. Neben dem Topf können solche Pflanzen beispielsweise auf kleinen Steinen und anderen Gartenelementen platziert werden. Die Wurzeln des Baumes sollten sich mit den Steinen oder Vorsprüngen verflechten. Wichtig ist, dass die Gestaltung von Bonsai wenig Aufwand erfordert und Gärtner keine großen Flächen umgraben und vorbereiten müssen. Ein Bonsaigarten kann eine ganze architektonische Ebene aufweisen, in der Zwergbäume mit anderen Kompositionselementen kombiniert werden. Es ist sogar möglich, einen ganzen Wald aus Zwergbäumen un d-sträuchern im Garten anzulegen.
Arten

Die Baumarten für einen Bonsaigarten können variieren. Sowohl Nadel- als auch Laubbäume sind weit verbreitet. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Pflanzen, die in Europa und Ostasien heimisch sind. Zu den bekanntesten zählen Ginkgo biloba, Winterkiefer, Chinesischer Wacholder und Feldahorn. Jeder Pflanzenteil muss bestimmte Größenanforderungen erfüllen. Daher ist es während des Wachstums notwendig, Form und Größe von Stamm, Krone, Ästen usw. ständig anzupassen. Folgende Pflanzenarten eignen sich gut für solche Anpassungen: Bergkiefer, Thunberg-Kiefer, Rhododendron und Zelka serrata.


