Echter Eibisch (Althaea officinalis)

Der Echte Eibisch (Althaea officinalis) ist eine anspruchslose, mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae), Gattung Althaea.
Die heilenden Eigenschaften dieser Pflanze sind seit der Antike bekannt und werden bis heute geschätzt.
Was steckt hinter dem Namen?
Obwohl offizielle Pflanzennamen in Latein verfasst sind, basieren sie oft auf griechischen Wörtern. So wird beispielsweise das Wort „Althaea“, das in unserer Sprache keine Bedeutung hat, plötzlich verständlich, wenn man erfährt, dass es im Griechischen „heilen“ bedeutet. Man kann sich kaum einen passenderen Namen für diese Heilpflanze vorstellen.
Der Name stammt aus der Zeit vor unserer Zeitrechnung. Theophrast, einer der Begründer der Botanik, gab der Pflanze diesen Namen im 4. Jahrhundert v. Chr.
Darüber hinaus hat die Pflanze viele volkstümliche Namen, die sich auf ihre verschiedenen Pflanzenteile beziehen. Beispielsweise wird die Eibisch (Althaea) aufgrund ihrer attraktiven Früchte auch „kleine Brötchen“ genannt; die rosenförmigen Blüten gaben ihr den Namen „Wildrossel“.
Beschreibung: Der unterirdische Teil der Pflanze besteht aus einer kräftigen Pfahlwurzel, die tief reicht und horizontal durch fleischige Seitenwurzeln verstärkt wird, sowie einem vielköpfigen Rhizom, dessen geringe Länge durch seine Dicke ausgeglichen wird.
Aus dieser starken Basis wachsen zahlreiche, kräftige, aufrechte Stängel, die meist einfach sind, aber mehrere Seitenzweige bilden können und bis zur Oberfläche reichen. Sie sind durch eine dichte Behaarung vor Witterungseinflüssen geschützt, wodurch sie sich von den Stängeln der Malve unterscheiden.
Passend zu den Stängeln stehen die großen, samtig-filzigen Blätter, die bis zu 15 cm lang werden, wechselständig am Stängel angeordnet und von Blattstielen gehalten werden. Die runden, eiförmig-herzförmigen Blätter sind in 3 oder 5 Lappen geteilt und haben einen unregelmäßig gesägten Rand. Wenn die Pflanze zu blühen und Früchte zu tragen beginnt, welken die Blätter.
Die Blüten ähneln denen der Malve, sind aber kleiner und blasser. Sie können in Gruppen von 2–3 Blüten (seltener) angeordnet sein oder vielblütige Trauben in den Blattachseln bilden und so einen gemeinsamen, ährenartigen Blütenstand ausbilden. Die Blütezeit ist wie bei der Malve im zweiten Lebensjahr.
Die Frucht ist eine scheibenförmige, mehrkernige Frucht, die manche an Käse, andere an ein Brotlaib erinnert. Die Früchte sind behaart. Im reifen Zustand spaltet sich die Frucht in Samenkapseln, die jeweils einen einzelnen glatten Samen enthalten.
Heilkräfte
Die heilenden Fähigkeiten von Althea officinalis werden durch den reichen Gehalt an Substanzen erklärt, die für den menschlichen Körper nützlich sind.
Die Wurzeln der Pflanze bestehen zu einem Drittel aus Stärke, zu einem Drittel aus Schleimstoffen, gefolgt von Pektin, Carotin, Zucker, Mineralsalzen, fetten Ölen und für den menschlichen Körper lebenswichtigen Aminosäuren.
Die Blätter bleiben nicht hinter den Wurzeln zurück und sammeln ätherisches Öl, Carotin, Ascorbinsäure und Schleim an.
Samenöl enthält eine Reihe wichtiger Säuren.
Für Gärtner ist es wichtig zu wissen, dass die Asche von Althea officinalis reich an Phosphaten ist, die Pflanzen für eine rechtzeitige Blüte und Reifung benötigen. Darüber hinaus trägt Phosphor dazu bei, dass Pflanzen Trockenheit und Frost besser vertragen.
Althaea officinalis wird sowohl in der Volksmedizin als auch in der offiziellen Medizin verwendet. Wer Kinder hat, kennt ein Medikament namens „Mucaltin“, das gegen Erkältungshusten hilft. Dabei handelt es sich um kleine grasfarbene Tabletten zum günstigen Apothekenpreis, deren Hauptbestandteil die Wurzeln von Althea officinalis sind.
Althea-Wurzeln, die eine wunde Stelle umhüllen können, helfen nicht nur bei Atemwegserkrankungen, sondern auch bei Magengeschwüren und verschiedenen Darmerkrankungen sowie bei Halserkrankungen.
Marshmallow — wohltuende Eigenschaften






