Arnika

Arnica (lat. Arnica) ist eine krautige Staude aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Arnika wird oft als Hasenkohl, Kehlgras, aber auch als Bergtrikot oder Hammelgras, Mützengras oder Bartgras bezeichnet.
Beschreibung
Arnika ist eine krautige Staude mit geraden und leicht behaarten Stielen. Seine Höhe reicht von fünfzig bis sechzig Zentimetern und die länglichen Grundblätter sind in kleinen Rosetten gesammelt und haben eine eiförmige Form. Gelbe oder orangefarbene Arnikablüten bilden ausgefallene Körbe. Sie können die Blüte dieser Pflanze im Juni und Juli bewundern. Und Arnikafrüchte sehen aus wie spitze zylindrische Achänen.
Wo wächst es
Arnika kommt in den Karpatengebieten der Westukraine, in Litauen sowie in Lettland, Kanada und Russland vor. Diese Pflanze kommt auch in Nordamerika, Weißrussland und einer Reihe europäischer Länder vor. Am häufigsten wächst es auf Lichtungen in Nadelwäldern, an malerischen Berghängen und auf grünen Wiesen. Etwas seltener kommt Arnika auch im Flachland vor.
Bewerbung
Arnika ist ein hervorragender Helfer zur Blutstillung und zur Behandlung verschiedener Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und bei äußerlicher Anwendung kann es den schwierigen Prozess der Resorption von Hämatomen deutlich beschleunigen.
In der Volksmedizin wird hauptsächlich eine Tinktur aus Blüten verwendet. Es hat eine starke beruhigende Wirkung und eine ausgeprägte krampflösende Wirkung, darüber hinaus kann es zur Regulierung des Tonus des Zentralnervensystems eingesetzt werden. In kleinen Dosen tragen Arnikablüten dazu bei, die Gehirnaktivität zu aktivieren, in großen Dosen unterdrückt Arnika diese jedoch tendenziell. Eine aus Blumen zubereitete Abkochung ist ein ausgezeichnetes Anthelminthikum und wird erfolgreich zur Behandlung einer so unangenehmen Erkrankung wie Enterobiasis eingesetzt.
Der Duft von Arnika hilft, das Nervensystem zu beruhigen und den Schlaf schnell zu normalisieren. Und manchmal wirkt es auch als Räucherwerk — es wird verwendet, um Räume vor der Meditation zu begasen.
Arnika gehört zu den Pflanzen, aus denen die ersten homöopathischen Mittel hergestellt wurden, wobei damals vorwiegend die unterirdischen Pflanzenteile verwendet wurden. Diese Mittel dienten hauptsächlich der Behandlung von Verrenkungen, Prellungen, Verstauchungen aller Art und Geburtsverletzungen. Sie sind auch hilfreich bei Netzhautablösung ode r-blutungen sowie bei Lungenemphysem, starker Magenschwäche, Husten mit oder ohne Blut, trockenem Hals, Schlafstörungen und Halsschmerzen. Darüber hinaus können homöopathische Mittel aus dieser Pflanze die Genesungszeit nach verschiedenen Operationen verkürzen und zu einer deutlichen Linderung beitragen. Sie helfen auch, den Blutdruck zu senken. Alkoholische Arnika-Tinkturen sind einfach anzuwenden, um Blutungen zu stillen. Arnikablüten un d-blätter werden im Juni und Juli geerntet, die Wurzeln hingegen am besten im Herbst. Die Pflanze wird nur bei trockenem Wetter und nach dem Abtrocknen des Taus geerntet, wobei alle benötigten Pflanzenteile von Hand gepflückt werden. Arnika sollte sehr schnell getrocknet werden (die optimale Trocknungstemperatur liegt zwischen 55 und 60 Grad Celsius).
Es ist wichtig zu wissen, dass Arnika auch während des Trocknens weiterblüht. Wird die Pflanze zu spät geerntet, fallen die Blüten ab. Die getrocknete Pflanze sollte kühl, dunkel und trocken gelagert werden.
Gegenanzeigen: Arnika ist kontraindiziert bei erhöhter Blutgerinnungsneigung, in der Schwangerschaft und bei individueller Unverträglichkeit.
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