Lungenkraut

Das Lungenkraut gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sein lateinischer Name lautet Pulmonaria dacica Simon K.

Der lateinische Name der Familie der Lungenkrautgewächse ist Boraginaceae Juss.

Beschreibung des Lungenkrauts

Das Lungenkraut ist auch unter den Trivialnamen Lungenkraut bekannt. Es handelt sich um eine mehrjährige krautige Pflanze mit einem relativ dicken, dunkelbraunen Rhizom, das von schnurartigen Lappen und Adventivwurzeln bedeckt ist. Die Stängel erreichen eine Höhe von 30 bis 50 Zentimetern und sind oft dicht behaart. Die Grundblätter des Lungenkrauts sind recht groß, bis zu 30 Zentimeter lang, samtig und elliptisch. Die Stängelblätter sind deutlich kleiner als die länglichen Grundblätter. Die Blüten des Lungenkrauts sind regelmäßig geformt, zunächst rosa und nehmen nach der Bestäubung eine violettblaue Farbe an. Sie sind röhrenförmig und stehen in leicht überhängenden Trauben. Das Lungenkraut blüht von Ende April bis Mitte Mai. Die Früchte dieser Pflanze sind glänzende, eiförmige, schwarze Nüsse. Nach der Fruchtreife stirbt der Stängel ab, und eine Blattrosette bildet sich.

In freier Natur kommt das Lungenkraut in West-, Zentral- und Ostsibirien in Gebirgswaldgürteln, Waldzonen und Waldsteppen vor. Es bevorzugt Waldwiesen und lichte Waldränder.

Beschreibung der medizinischen Eigenschaften des Lungenkrauts: Das Lungenkraut besitzt wertvolle medizinische Eigenschaften, die auf seinen Gehalt an Saponinen, Carotin, Polysacchariden, Schleimstoffen und Tanninen, Rutin, Flavonoiden, Ascorbinsäure sowie auf einen hohen Gehalt an folgenden Spurenelementen zurückzuführen sind: Siliciumdioxid, Mangan, Kalium, Calcium und Eisen.

Es ist erwähnenswert, dass die positive Wirkung dieser Pflanze auf die Blutzusammensetzung bei Tumorerkrankungen experimentell nachgewiesen wurde. Lungenkraut verstärkt zudem die Wirkung verschiedener Antitumor-Mittel. Wissenschaftlich belegt ist außerdem, dass diese Pflanze den Säure-Basen-Haushalt des Körpers reguliert.

In der Volksmedizin ist ein Aufguss aus dieser Pflanze weit verbreitet. Dieser Aufguss wird bei Lungenerkrankungen als wertvolles Weichmacher- und Expektorans empfohlen und findet auch Anwendung bei Anämie, Lungenentzündung, Blasenentzündung, Bronchitis und Stoffwechselstörungen. Darüber hinaus ist Lungenkraut bei Ekzemen gut verträglich und wirkt entzündungshemmend, adstringierend und blutstillend bei verschiedenen Lebererkrankungen, gynäkologischen Erkrankungen, Nierenentzündung und Blutgerinnungsstörungen. Zerstoßene Blätter werden zur Behandlung eitriger Wunden empfohlen, um die Heilung zu beschleunigen. Lungenkraut ist essbar und wird häufig in Suppen und vitaminreichen Salaten verwendet. Bei Nierenentzündung vier Teelöffel des Krauts in zwei Tassen kochendem Wasser zwei Stunden ziehen lassen, dann drei- bis viermal vor den Mahlzeiten jeweils ein Drittel einer Tasse einnehmen.

Lungenkraut

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