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Die Eibe (lat. Taxus) ist eine lichtliebende, verholzende Nadelpflanze aus der gleichnamigen Familie der Eibengewächse.
Beschreibung
Eibe ist ein unglaublich spektakulärer zweihäusiger Baum oder Strauch mit schuppiger Rinde in rötlichen oder rotbraunen Farbtönen. Bäume sind normalerweise mittelgroß, ein bis zwei Meter hoch, und Sträucher wachsen normalerweise niedrig — ihre Höhe überschreitet selten einen Meter. Manchmal stößt man jedoch auf echte Baumriesen — die Höhe einiger von ihnen erreicht manchmal siebenundzwanzig Meter und der Durchmesser der Eibenstämme kann manchmal eineinhalb Meter erreichen! An den nach oben gerichteten Trieben der Eibe sind die Blätter spiralförmig angeordnet und die horizontalen Triebe sind mit linearen, fast kammartigen, zweireihigen und manchmal sichelförmigen Blättern bedeckt.
Insgesamt umfasst die Gattung der Eiben etwa acht bis zehn Arten. Aber der Ursprung des Namens dieser Pflanze ist leider noch niemandem bekannt. Eibe ist übrigens ein sehr alter und recht seltener Baum, weshalb sie im Roten Buch aufgeführt wurde. Gleichzeitig gilt die Fortingall-Eibe als eine der ältesten Eiben Europas — einer der Legenden zufolge verbrachte Pontius Pilatus seine Kindheit im Schatten dieses mächtigen, in Schottland wachsenden Baumes.
Wo wächst es
In Russland wachsen nur zwei Eibenarten wild. Darüber hinaus wächst dieser Baum sowohl auf Ebenen als auch in Wäldern (sowohl im Unterholz als auch im Waldbestand) gleichermaßen gut. Und in den Bergen kann die Eibe eine Höhe von bis zu zweitausend Metern über dem Meeresspiegel erreichen!
Nutzung
Der hohe dekorative Wert der Eibe, insbesondere der Beeren-Eibe, macht diese Pflanze zu einer beliebten Option für den Einsatz in der Landschaftsgestaltung. Und bei der Gestaltung klassischer englischer Gärten ist dies im Allgemeinen der häufigste Zierbaum! Geschnittene Eiben eignen sich hervorragend für die Gestaltung nicht nur malerischer Hecken, sondern auch aller Arten dekorativer Zierfiguren — Würfel, Kugeln und verschiedenste Skulpturen.
Aus der Eibe wird ein Stoff namens Taxol gewonnen, der häufig zur Behandlung verschiedener onkologischer Erkrankungen eingesetzt wird. Und sein Holz wird sowohl im Bauwesen als auch in der Drechslerei oder Tischlerei sowie für die Veredelung verschiedener Musikinstrumente und Möbel sehr aktiv verwendet.
Fast alle Teile der Eibe sind giftig — das gilt für die Rinde, die jungen Triebe, die Nadeln und sogar die Samen, und diese Tatsache ist auf keinen Fall von der Hand zu weisen!
Wachsen und pflegen
Trotz ihrer beeindruckenden Schattentoleranz gedeiht die Eibe auch an sonnigen Standorten, muss aber in jedem Fall zuverlässig vor Wind geschützt werden. Diese Pflanze bevorzugt frische, aber gleichzeitig nicht durchnässte, idealerweise kalkhaltige Böden (Gartenböden eignen sich besonders gut für den Anbau), und die Eibe braucht feuchte Luft.
Alle zwei Jahre empfiehlt es sich, die Eibe mit hochwertigen Mineraldüngern zu füttern — möglichst im Mai.
Die Eibe verträgt starkes Beschneiden und Schneiden sehr gut, so dass diese Manipulationen ohne Angst durchgeführt werden können. Und für den Winter empfiehlt es sich, junge Pflanzen in Büscheln zu binden (nicht zu vergessen, dass ihre Zweige recht zerbrechlich sind!), sie mit Torf zu mulchen und sie gründlich mit Fichtenzweigen zu bedecken. Unter den Bedingungen der Mittelzone ist die Eibe ziemlich winterhart, aber in manchen Wintern können ihre Triebe trotzdem gefrieren.
Eiben können durch Stecklinge oder Samen vermehrt werden. Gleichzeitig schadet es nicht zu wissen, dass der Wurzelkragen beim Pflanzen nicht eingegraben werden sollte.


