Oliven

Oliven Oliven

Oliven (lat. Olea) sind die Früchte eines immergrünen Olivenbaums, der zur Familie der Olivenbäume gehört.

Geschichte

Es ist derzeit nicht möglich, genau zu bestimmen, wann der Olivenbaum auftauchte. Eines ist sicher: Es erschien lange vor dem Aufkommen der Schrift. Seit der Antike ist der Olivenzweig ein Symbol für Wohlstand, Weisheit und Frieden. Auch die alten Ägypter schätzten den Olivenbaum — sie widmeten ihn der Göttin Isis und betrachteten den Olivenzweig als unveränderliches Symbol der Gerechtigkeit. Aufzeichnungen dieser Kultur finden sich sogar in den altägyptischen Papyri, die uns überliefert sind.

Der Olivenanbau erfolgte erstmals vermutlich im Nahen Osten und verbreitete sich erst nach einiger Zeit erfolgreich im gesamten Mittelmeerraum, von wo aus diese wertvolle Nutzpflanze anschließend in den Kaukasus und auf die Krim gebracht wurde.

Beschreibung

Olive ist ein Baum, der bis zu zehn Meter hoch werden kann. Die durchschnittliche Höhe der Bäume beträgt jedoch etwa fünf bis sechs Meter. Auch die verzweigten Wurzeln des Olivenbaums sind recht lang — sie können bis zu fünf Meter erreichen. Und sie befinden sich ausschließlich in der oberen Bodenschicht.

Die ledrigen und glatten Olivenblätter sind auf der Oberseite grau-grünlich, auf der Unterseite zeichnet sie sich durch eine attraktive silbergraue Tönung aus. Darüber hinaus sind die unteren Teile der Blätter leicht kurz weichhaarig. Baumblätter verändern sich etwa alle drei Jahre. Da es sich bei der Olive um eine zweihäusige Pflanze handelt, ist es beim Pflanzen notwendig, in jedes Loch zwei Pflanzen zu pflanzen: eine männliche und eine weibliche.

In luxuriösen Quasten gesammelte Olivenblüten sind sehr klein, weiß und unglaublich duftend. Und die Früchte sind grüne, längliche Steinfrüchte, die mit zunehmender Reife rosa-bräunliche Töne und dann blau-violette (sogar fast schwarze) Töne annehmen. Unter der saftigen Fruchtwand jeder Frucht befinden sich recht große Samen.

Die Früchte reifen etwa von November bis Januar. Frisch gepflückte Oliven haben einen bitteren Geschmack und eine eher harte Struktur. Erst nach gründlichem Einweichen und anschließendem Salzen werden sie essbar. Übrigens wurden Oliven in der Antike in Weinsauce mit Essig mariniert oder in Honig aufbewahrt.

Der Kaloriengehalt von Oliven beträgt etwa 160 kcal pro 100 g Produkt. Diese süßen Früchte eignen sich auch deshalb gut, weil sie sich hervorragend für die Zubereitung verschiedenster Gerichte eignen. Sie können zu Suppen, Salaten oder Beilagen hinzugefügt werden — wunderbare Oliven finden überall ihren Platz und ihr neutraler Geschmack sorgt für Abwechslung in jedem Gericht!

Profitieren

Über die heilenden Eigenschaften von Oliven ist viel gesagt und geschrieben worden — schon in der Antike entdeckten Menschen sie. Antike griechische Ärzte verwendeten sie zur Heilung von Darm- und Magenkrankheiten und setzten Oliven auch sehr erfolgreich zur Linderung von Haut- und Augenkrankheiten ein. Olivenöl hilft seit langem bei Verbrennungen und Geschwüren; zusätzlich wurde es in das Zahnfleisch eingerieben, um es zu stärken.

Der weise Avicenna betrachtete heilende Oliven als Allheilmittel für fast alle Krankheiten. Und auch im Mittelalter genossen diese Miniaturfrüchte hohes Ansehen.

Da Oliven den Alterungsprozess verlangsamen können, empfehlen Ernährungswissenschaftler auch den Verzehr. Es ist zwar nicht ratsam, mehr als ein Glas pro Tag zu sich zu nehmen — in Maßen ist alles gut. Auch Männern werden Oliven gute Dienste leisten, denn sie wirken sich positiv auf die Potenz aus. Oliven helfen auch hervorragend bei Erkrankungen der Blase und Nieren, Anämie, Bluthochdruck, Nervenstörungen, Gelenkerkrankungen und Stoffwechselstörungen. Ihr Einsatz ist auch bei Gefäßerkrankungen, einschließlich Hämorrhoiden und Krampfadern, angezeigt. Was Olivenöl betrifft, kann man endlos über seine Vorteile sprechen — es kann mehr als ein Dutzend Krankheiten heilen.

Galilei. Oliven (Teil 1)

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