Stapelia

Die Stapelia (lateinisch: Stapelia) ist eine mehrjährige Sukkulente aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Asclepiadaceae). In freier Natur wächst sie an Berghängen und in der Nähe von Gewässern in Süd- und Südwestafrika.

Kulturmerkmale

Die Stapelia ist eine niedrig wachsende Pflanze mit zahlreichen, sukkulenten, tetraedrischen Stängeln, die sich an der Basis verzweigen. Die Stängel sind grün, selten rötlich-violett, mit hervorstehenden, nicht verzweigten Zähnen an den Rändern und kriechenden Seitentrieben. Stapelien sind blattlos und ähneln daher etwas Kakteen.

Die Blüten stehen paarweise oder einzeln, erreichen einen Durchmesser von 0, 5–30 cm und sitzen an zurückgebogenen Blütenstielen, die aus der Basis junger Triebe entspringen. Die Blütenkrone ist fünfstrahlig oder breit glockenförmig mit einer gewölbten Krone, die sich über die Blütenblätter erhebt. Trotz ihres ästhetischen Aussehens verströmen die Blüten einen eher unangenehmen, fauligen Geruch, der moderne Gärtner jedoch nicht stört, da die Pflanze seit vielen Jahren große Beliebtheit genießt.

Wachstumsbedingungen

Die Stapelia ist eine lichtliebende Pflanze und bevorzugt helles, indirektes Licht. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt sie nur im kalten Herbst und Winter. Daher sollte sie auf einer nach Osten oder Westen ausgerichteten Fensterbank platziert werden.

Im Frühling und Sommer liegt die optimale Wachstumstemperatur bei 22–26 °C, im Herbst und Winter bei 14–15 °C. Die Pflanze ist neutral gegenüber Luftfeuchtigkeit und verträgt sowohl trockene als auch feuchte Luft.

Die Stapelia benötigt sandigen Boden mit einem pH-Wert von 5, 5–7. Ein Gemisch aus Rasensoden und gewaschenem, grobem Sand (2:1) ist ideal. Dem Substrat kann Holzkohle beigemischt werden.

Vermehrung, Pflanzung, Umtopfen

Stapelien werden durch Samen und Stecklinge vermehrt. Die Pflanzen produzieren schnell Samen, die jedoch innerhalb eines Jahres keimfähig werden. Säen Sie die Samen in flache Gefäße mit leichter, sandiger Erde. Die Samen keimen in der Regel innerhalb von 3–4 Wochen. Sobald die Sämlinge angewachsen sind, werden sie in 5–6 cm hohe Töpfe pikiert. Nach etwa 9–12 Monaten werden die Pflanzen in 9–10 cm hohe Töpfe umgepflanzt. Wichtig: Stapelien neigen zur Hybridisierung, daher können die Nachkommen von den Mutterpflanzen abweichen. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Stecklinge. Vor dem Einpflanzen werden die Stecklinge in ein Substrat aus Erde, Torfkörnern und Sand gesteckt. Die Stecklinge bewurzeln recht schnell und werden anschließend in 7–8 cm hohe Töpfe umgepflanzt.

Pflanzen werden im Frühjahr neu gepflanzt, junge Slipanlagen — einmal im Jahr, Erwachsene — einmal alle 2-3 Jahre. Bei erwachsenen Exemplaren werden die alten Triebe, die sich in der Mitte befinden, entfernt, da diese nicht mehr blühen. Das Wurzelsystem der Slipanlagen ist schwach entwickelt, daher erfolgt die Bepflanzung in flachen Töpfen.

Pflege

Im Frühling und Sommer müssen Slipanlagen nur dann mäßig bewässert werden, wenn die oberste Schicht des Bodensubstrats austrocknet. Im Herbst wird die Bewässerung reduziert und im Winter so weit wie möglich eingeschränkt, um ein Schrumpfen der Triebe zu verhindern.

Slipanlagen werden nur im Frühjahr und Sommer alle zwei Wochen gedüngt. Vor allem die Kultur benötigt dringend eine Düngung mit Kaliumdünger, wodurch die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten deutlich erhöht wird.

Gängige Typen

*Sternförmige Stapelia (lat. Stapelia asterias Masson) — die Art wird durch niedrig wachsende Sukkulenten mit einer Höhe von bis zu 20 cm repräsentiert. Die Triebe sind grün, seltener rötlich, mit kleinen Zähnen und stumpfen Kanten. Die Blüten sind braunrot und stehen auf langen Stielen. Die Blütenkrone ist flach, erreicht einen Durchmesser von 5–8 cm, die Blütenblätter sind spitz, mit weißen Haaren bedeckt, dreieckig und an den Rändern gebogen.

*Stapelia variegata (lat. Stapelia variegata) — die Art wird durch niedrig wachsende Pflanzen mit einer Höhe von 5 bis 10 cm repräsentiert. Die Triebe sind grün, rötlich gefärbt, stumpfe Ränder mit aufrechten Zähnen. Die Blüten sind hellgelb, die Blütenkrone ist flach und erreicht einen Durchmesser von 5 bis 8 cm. Die Blütenblätter sind eiförmig oder dreieckig, spitz, außen glatt, innen leicht faltig. Die Blüte erfolgt im Sommer, unmittelbar nach der Blüte bilden sich Früchte mit Samen.

*Riesige Stapelia (lat. Stapelia gigantea) — die Art wird durch mehrjährige Pflanzen mit kräftigen, aufrechten Trieben von bis zu 20 cm Höhe repräsentiert. Die Blüten sind hellgelb mit zahlreichen roten Haaren und befinden sich auf langen Stielen von 1-2 Stück. Die Blütenkrone ist groß, flach, eingeschnitten und erreicht einen Durchmesser von 25–35 cm. Die Blütenblätter haben eine dreieckige Form, sind an den Enden spitz und an den Rändern nach unten gebogen.

Ungewöhnliche Zimmerpflanzen Stapelia

Stapelia stapelia

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