Labkraut

Labkraut (lat. Galium) ist eine große Gattung mehrjähriger, zweijähriger und einjähriger Pflanzen und Halbsträucher aus der Familie der Krappgewächse.
Umfasst über 600 Arten, von denen die meisten in der Volksmedizin aktiv eingesetzt werden. Einige gehören sogar zu den schädlichen Unkräutern. Vertreter der Gattung sind überall verbreitet. Die Pflanzen werden im Volksmund Ringelblume, Ringelblume, Rototnik und Halbstroh genannt.
Merkmale der Kultur
Labkraut wird durch mehrjährige, zweijährige und einjährige krautige Pflanzen mit dünnen, stark verzweigten Rhizomen repräsentiert. Die Stängel der Vertreter der Gattung sind eher schwach, meist kriechend, obwohl es auch Arten gibt, bei denen der Stängel absolut gerade und sehr dicht ist. Das Laub ist oft schmal, quirlig, grün gefärbt, hat gezackte Ränder, nicht länger als 3 cm und nicht breiter als 1 cm.
Die Blüten sind unscheinbar, klein und sternförmig. Farbe weiß, gelb, rosa. Die Blüten sind in schirmförmigen oder halbschirmigen Blütenständen gesammelt, die aus den Blattachseln entstehen oder sich an den Enden der Stängel bilden. Die Blüten einiger Arten sind mit einem angenehmen Aroma ausgestattet, das sich über weite Strecken ausbreitet. Das duftende Labkraut verfügt über solche Eigenschaften, was seinen Namen erklärt.
Gängige Typen
Labkraut (lat. Galium physocarpum) wird durch mehrjährige krautige Pflanzen repräsentiert. Hat starke, aufrechte Stängel. Die Blüten sind weiß, klein. Die Früchte sind, wie der Name schon sagt, geschwollen, haben aber keine Stoppeln.
Nördliches Labkraut (lat. Galium boreale) besteht aus mehrjährigen krautigen Pflanzen mit aufrechten Stielen und weißen Blüten. Eine Besonderheit ist das Vorhandensein hakenförmiger Borsten an den Früchten.
Zähes Labkraut (lat. Galium aparine) wird durch einjährige Pflanzen mit einer Höhe von bis zu 1, 5 m repräsentiert. Das Laub der Pflanze ist mit Haken gekrönt, die sich hart anfühlen. Die Blüten sind klein und weiß gefärbt. Es ist ein übles Unkraut.
Duftendes Labkraut (lat. Galium odoratum) wird durch niedrig wachsende mehrjährige Pflanzen mit einer Höhe von nicht mehr als 35 cm repräsentiert. Diese Art hat weiße Blüten, die in lockeren, traubigen Blütenständen gesammelt sind. Der wohlriechendste Typ.
Verwendung der Pflanze: Wie bereits erwähnt, sind die meisten Arten der Gattung Labkraut Heilpflanzen. Einige Arten werden jedoch auch in der Küche verwendet; so wird beispielsweise Labkraut zum Aromatisieren von selbstgemachtem Wein eingesetzt. In Tatarstan dient Labkraut als Starterkultur bei der Herstellung von Käse, Kefir und Joghurt, da die Pflanze, genauer gesagt ihr Saft, gerinnungsfördernde Eigenschaften besitzt.
Labkraut wird jedoch in der Alternativmedizin besonders geschätzt. Die Pflanze zeichnet sich durch eine einzigartige Zusammensetzung aus und ist reich an Flavonoiden, Ascorbinsäure, Saponinen und Iridoiden. Ein Absud des Krauts wird zur Behandlung von Erkrankungen des Urogenitaltrakts, Hautkrankheiten (insbesondere Ekzemen und Psoriasis) sowie Lebererkrankungen eingesetzt. Die Pflanze wirkt blutstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend.
Aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehalts wird Labkraut als Mittel gegen Skorbut und Erkältungen empfohlen. Die Pflanze wirkt zudem abführend und ist daher besonders hilfreich für Menschen, die häufig unter Verstopfung leiden. Pflanzenpulver beschleunigt die Heilung offener Wunden und Verbrennungen.






