Trauerzypresse

Die Trauerzypresse (Cupressus funebris) ist eine Nadelbaumart aus der Gattung Cupressus und gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae).
Sie ist in Südwest- und Zentralchina heimisch und kommt auch in Vietnam wild vor. Ihre traurig herabhängenden Zweige gaben ihr den Namen „Trauerzypresse“.
Was steckt hinter dem Namen?
Der erste Buchstabe des Namens wiederholt sich bei allen Pflanzenarten der Gattung Cupressus.
Der Artname „funebris“ (weinend) spiegelt das Aussehen der Zweige wider, die sich zum Boden neigen, als würden sie die Vergänglichkeit des Lebens betrauern. Neben dem Namen „Trauerzypresse“ gibt es weitere Bezeichnungen wie „Chinesische Trauerzypresse“. Beschreibung
Die Trauerzypresse ist ein mittelgroßer Nadelbaum, der eine Höhe von 20 bis 35 Metern erreicht.
Sehr dünne, leicht zusammengedrückte Triebe, bedeckt mit einem dichten Teppich aus schuppenartigen Blättern, ähneln leuchtend grünen, schwebenden Zweigen. Bäume zwischen 5 und 10 Jahren gelten als jung. Sie haben weiche, nadelartige Blätter von 0, 3 bis 0, 8 Zentimetern Länge. Die schuppenartigen Blätter älterer Pflanzen sind 0, 1 bis 0, 5 Zentimeter lang. Zerriebenes Laub verströmt einen Duft, der an gemähtes Gras erinnert.
Die Trauerzypresse blüht von April bis Mai. Die Pflanze ist von Natur aus einhäusig, das heißt, männliche und weibliche Blüten befinden sich am selben Baum. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Die kugelförmigen Samenzapfen werden 0, 8 bis 1, 5 Zentimeter lang und besitzen 6 bis 10 (meist 8) schützende Schuppen. Von der Bestäubung bis zur vollen Reife benötigen die Samenzapfen zwei Jahre. Während dieser Zeit verfärben sie sich von Grün zu Dunkelbraun. Sind sie vollreif, öffnen sich die Schuppen und geben die Samen in den fruchtbaren Boden frei. Die Zapfen können jedoch mitunter jahrelang mit geschlossenen Schuppen an den Zweigen verbleiben. Erst ein Waldbrand, der durch die Anpflanzungen fegt und viele Pflanzen vernichtet, veranlasst die Zapfen, sich zu öffnen und die Samen in den aschebedeckten Boden zu verteilen. Die Samen keimen in der vernarbten Erde, und die Triebe streben rasch dem Himmel entgegen, um das gestörte Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen. Heilkräfte: Einheimische Volksheiler verwenden die Blätter der Trauerzypresse zur Behandlung von blutenden Wunden und starker Menstruationsblutung. Erkältungen werden mit einem Absud aus den fruchttragenden Zweigen behandelt.
Bei der Selbstbehandlung mit Pflanzen, einschließlich der Trauerzypresse, empfehlen Experten, einen Fachmann zu konsultieren, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
Weitere Verwendungsmöglichkeiten
Das weiße Holz der Trauerzypresse ist hart und widerstandsfähig. Es wird für den Hausbau und andere Holzkonstruktionen verwendet. Auch für landwirtschaftliche Geräte findet es Verwendung.
Anbau
Für ein optimales Wachstum benötigt die Trauerzypresse einen sonnigen Standort, da sie im Schatten nicht so gut zur Geltung kommt.
Der Baum bevorzugt feuchten, gut durchlässigen oder trockenen Boden. Lehmige oder torfige Böden sind geeignet, aber auch sandige, nährstoffarme Böden werden toleriert. In längeren Trockenperioden ist die Trauerzypresse auf nährstoffarmen, sandigen Böden jedoch anfälliger für Schädlinge. Die weichen Zweige des Baumes sind windempfindlich, daher empfiehlt sich ein windgeschützter Standort.
Die Trauerzypresse wird durch Samen oder im Frühjahr (Mai/April) geschnittene Stecklinge vermehrt. Die Keimung im Boden erfordert eine Temperatur von 20 Grad Celsius über ein bis zwei Monate. Junge Sämlinge sollten äußerst vorsichtig gegossen werden, da sie anfällig für Umfallkrankheit sind.
Wuchsformen: Trauerzypresse, Pyramidenzypresse und Zwergzypresse. Verwandte Arten: Zypresse, Zeder und Wacholder.


