Zitrone
Obst- und Beerenfrüchte, Zierbäume un d-sträucher. Die Zitrone (lateinisch: Citrus limon) ist eine niedrig wachsende Baumart der Gattung Citrus aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae).
Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst China und Indien sowie tropische Pazifikinseln. Zitronen sind in freier Natur selten anzutreffen. Derzeit werden sie in Usbekistan, Tadschikistan, Aserbaidschan, Italien, Griechenland, der Türkei, Spanien, Portugal und anderen Ländern mit warmem Klima angebaut. In Russland wird die Zitrone als Zimmerpflanze kultiviert.
Kulturmerkmale
Die Zitrone ist ein immergrüner Baum, der bis zu 8 m hoch wird und eine pyramidenförmige oder ausladende Krone sowie Triebe besitzt, die teilweise dornig sind. Die Rinde älterer Äste ist grau und rissig; junge Äste sind glatt und rötlich-violett. Die Blätter sind grün, ganzrandig, ledrig, glänzend, länglich-eiförmig oder breit-oval, aromatisch, bis zu 15 cm lang und an den Spitzen zugespitzt. Die Unterseite ist hellgrün und matt. Die Blätter sitzen an kurzen, geflügelten oder ungeflügelten Blattstielen.
Die Blüten sind klein, paarig oder einzeln und achselständig. Der Kelch ist undeutlich gezähnt, die Krone fünfzählig. Die Blütenblätter sind cremefarben oder schneeweiß, außen purpurrot oder rosa, kahl und verströmen einen angenehmen, erfrischenden Duft. Die Frucht ist oval oder eiförmig, bis zu 6 cm im Durchmesser, mit spitz zulaufenden Enden und einer charakteristischen, meist hellgelben „Nippel“ an der Spitze. Die Schale lässt sich schwer lösen, ist warzig und enthält zahlreiche Drüsen mit ätherischem Öl. Das Fruchtfleisch ist gelb oder gelbgrün und sehr säuerlich. Die Samen sind weiß oder gelblich, eiförmig und manchmal leicht abgeflacht.
Anbaubedingungen: Zitronen benötigen Wärme und Licht. Bei der Kultivierung in Innenräumen liegt die optimale Lufttemperatur bei 15–18 °C. Bei niedrigen Temperaturen verlangsamen Zitronen ihr Wachstum und bilden keine Knospen. Die Wintertemperaturen für die Pflanze liegen bei 12–13 °C. Diese Überwinterung wirkt sich positiv auf den späteren Fruchtansatz aus.
Ein sonniger Standort mit gefiltertem Licht ist ideal, daher eignen sich West- und Ostfenster hervorragend für Zitronen. Bei heißem Wetter sollten die Pflanzen beschattet werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 20 °C 60–70 % betragen. Bei Anzucht in Innenräumen mit trockener Luft sind Zitronen anfällig für Schädlinge wie Schildläuse und Milben.
Vermehrung und Pflanzung
Zitronen werden durch Samen, Stecklinge, Absenker und Veredelung vermehrt. Die Samen werden in Anzuchttöpfen ausgesät und anschließend pikiert oder in einzelne Töpfe gepflanzt. Zitronensämlinge keimen nach 35–40 Tagen. Pikieren werden sie, sobald sie 4–5 echte Blätter haben. Beim Umpflanzen muss die Pfahlwurzel abgeknipst werden, da sie sich sonst am Topfboden einrollt. Das Abknipsen fördert die Verzweigung. Aus Samen gezogene Zitronen tragen erst im 8. bis 12. Jahr Früchte, manchmal auch deutlich später. Um die Fruchtbildung zu beschleunigen, werden Sämlinge veredelt. Als Unterlage dienen Triebe von fruchttragenden Pflanzen.
Zitronen werden am häufigsten durch Stecklinge vermehrt. Diese werden von gesunden, nicht verholzten Trieben geschnitten. Jeder Steckling sollte 2–3 gut entwickelte Knospen haben und 8–12 cm lang sein. Die Vermehrung ist ganzjährig möglich, die besten Ergebnisse werden jedoch mit Frühjahrsstecklingen erzielt. Stecklinge in Töpfe mit einer Mischung aus gleichen Teilen Gartenerde und Sand bewurzeln. Gute Drainage ist wichtig. Alternativ können Stecklinge auch in einem Wasserglas bewurzelt werden; in diesem Fall sollte das Gefäß an einem hellen Ort stehen.
Unter optimalen Bedingungen bewurzeln die Stecklinge innerhalb von 2–3 Wochen. Um den Prozess zu beschleunigen, können die Stecklinge mit Wachstumsförderern behandelt werden. Die Blumenerde sollte regelmäßig feucht gehalten und mit warmem Wasser gegossen werden. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, werden die Jungpflanzen in Töpfe mit mindestens 12–13 cm Durchmesser umgepflanzt. Das Substrat besteht aus Laubkompost, Rasensoden, Sand und verrottetem Mist im Verhältnis 1:2:0, 5:1. Im ersten Jahr empfiehlt es sich, dreimal umzupflanzen, ohne den Wurzelballen zu beschädigen: das erste Mal im Frühjahr, das zweite Mal im Frühsommer und das dritte Mal Mitte August.
Pflege: Regelmäßiges Gießen ist wichtig. Quell- oder Brunnenwasser ist empfehlenswert; chloriertes Wasser kann den Pflanzen schaden. Im Winter sollte die Gießhäufigkeit reduziert werden, jedoch darf der Wurzelballen nicht austrocknen, da sich sonst die Zitronenblätter einrollen und abfallen.
Düngen Sie Zitronen in der ersten Sommerhälfte. Flüssige Komplexdünger eignen sich hierfür; sie erhöhen den Zuckergehalt der Früchte und reduzieren den bitteren Geschmack, der bei den meisten in Innenräumen gezogenen Zitrusfrüchten typisch ist. Je älter die Pflanzen sind, desto häufiger müssen sie gedüngt werden. Bei künstlichem Licht ist die Düngehäufigkeit höher.
Zitronen benötigen außerdem einen Formschnitt. Dieser kann zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden, ist aber im Frühjahr am besten geeignet. Veredelte Exemplare erhalten eine runde Form. Ein Verjüngungsschnitt sollte frühestens nach 14–20 Jahren erfolgen.







