Zwergmispel (Cotoneaster)

Die Zwergmispel (Cotoneaster, lateinisch: Cotoneaster) ist eine Gattung von Sträuchern und kleinen Bäumen aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Gattung umfasst über 100 Arten und ist in Eurasien und Nordafrika heimisch.
Kulturmerkmale
Die Zwergmispel ist ein langsam wachsender, laubabwerfender oder immergrüner Strauch oder Baum mit dichter Krone. Die Blätter sind klein, einfach, ganzrandig, glänzend dunkelgrün und eiförmig. Im Herbst färbt sich das Laub rötlich. Die Blüten sind klein, rosa oder weiß und stehen einzeln oder in Trauben oder Dolden. Die Frucht ist eine Apfelfrucht mit 2–5 Kernen und kann je nach Sorte rot oder schwarz sein. Die Früchte einiger Zwergmispelarten sind essbar.
Die Zwergmispel ist eine ausgezeichnete Bienenweide. Sie eignet sich hervorragend als Zierpflanze, obwohl ihre Blüten unscheinbar sind. Viele Arten werden zur Anpflanzung von Hecken und zur Befestigung von Sandhängen verwendet. Derzeit sind etwa 80 Arten und Gartenformen der Zwergmispel in der Landschaftsgestaltung weit verbreitet. Diese Pflanzen sind anspruchslos hinsichtlich Feuchtigkeit und Bodenbeschaffenheit, gas- und frostresistent und gedeihen daher gut in städtischen Gebieten.
Anbaubedingungen
Wie bereits erwähnt, ist die Zwergmispel (Cotoneaster) eine anspruchslose Pflanze. Sie kann in allen Bodentypen außer schwerem Lehmboden, salzhaltigen, staunassen und sauren Böden angebaut werden. Die optimale Bodenzusammensetzung besteht aus Grasnarbe, Sand und Torf im Verhältnis 2:2:1. Die Pflanze bevorzugt sonnige Standorte, verträgt aber auch Halbschatten. Cotoneaster multiflora benötigt gekalkte Böden.
Vermehrung und Pflanzung
Die Zwergmispel lässt sich durch Samen, Absenker, Stecklinge und Veredelung vermehren. Am häufigsten wird Birne als Unterlage verwendet. Die Aussaat ist recht arbeitsintensiv und hat eine sehr geringe Keimrate von maximal 40–60 %. Vor der Aussaat durchlaufen die Samen eine lange Stratifizierung, werden aber vor diesem wichtigen Schritt gewaschen. Minderwertige Samen schwimmen an die Oberfläche. Die Aussaat erfolgt im Herbst im Freiland unter einer Abdeckung mit Kompost oder Torf. Die Vermehrung durch Stecklinge ist am effektivsten. In der Regel bewurzeln bis zu 90 % der Stecklinge. Die Stecklinge werden in der zweiten Julihälfte geschnitten. Vor der Bewurzelung werden sie in ein Substrat aus gleichen Teilen Sand und Torf gepflanzt und mit Frischhaltefolie abgedeckt.
Hobbygärtner züchten am häufigsten Zwergmispel-Setzlinge. Es empfiehlt sich, Setzlinge in Baumschulen oder Gartencentern zu kaufen. Die Tiefe des Pflanzlochs sollte 50-70 cm betragen. Der Wurzelkragen wird nicht eingegraben, sondern mehrere Zentimeter über der Bodenoberfläche platziert. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 0, 5–2 m betragen, was weitgehend von der Art und Gartenform der Pflanzen abhängt.
Pflege
Die Pflege einer Zwergmispel erfordert eine systematische Fütterung. Im Frühjahr wird die Ernte mit mineralischem Volldünger, zum Beispiel Kemiru Universal oder Harnstoff, ausgebracht. Vor der Blüte werden Zwergmispeln mit granuliertem Superphosphat und Kaliumsulfat gefüttert. Die meisten Arten sind dürreresistent und müssen nur dann gegossen werden, wenn es lange nicht regnet. Sie lockern den Boden im Baumstammbereich sehr sorgfältig auf und führen anschließend das Jäten durch.
Cotoneaster eignet sich erfolgreich für einen prägenden Schnitt. Es ist erlaubt, den einjährigen Trieb um ein Drittel zu kürzen. Im Winter wird der Boden in der Baumstammzone mit Torf oder trockenem, gesundem Laub gemulcht. Die Pflanze muss regelmäßig gegen Schädlinge und Krankheiten behandelt werden. Am häufigsten sind Zwergmispeln von Fusarium betroffen. Unter den Schädlingen sind die gefährlichsten: Gelbbär, Apfelblattlaus und Motte.


