Lardizabala

Lardizabala (lat. Lardizabala) ist eine monotypische Kulturpflanze aus der Familie der Lardizabalaceae.
Beschreibung
Lardizabala ist eine immergrüne Staude, die wegen ihrer schönen essbaren Früchte angebaut wird. Dabei handelt es sich um eine Rebe, deren Länge bis zu dreieinhalb Meter erreichen kann. Die Blätter dieser Pflanze sind ledrig, unglaublich glänzend und leuchtend grün.
Die Stängel junger Triebe sind grasig und sehr weich, werden aber nach einiger Zeit holzig und verhärten.
Lardizabala-Blüten zeichnen sich durch eine dunkelviolette, fast schwarze Farbe aus. Sie können übrigens nicht nur einhäusig, sondern auch zweihäusig sein. Die Größe der weiblichen Blüten liegt zwischen zehn und sechzehn Millimetern, die der männlichen zwischen sieben und acht Millimetern. Und die Früchte dieser Pflanze sind wurstförmige dunkelviolette Beeren mit fleischigem und äußerst süßem Fruchtfleisch, die eine Länge von fünf bis acht Zentimetern erreichen. In jeder Frucht finden sich Samen mit unregelmäßiger Form. In der Regel beträgt ihre Größe etwa einen Zentimeter.
Wo wächst es
Lardizabala ist eine luxuriöse Rebe, die in Chile und Peru beheimatet ist. Derzeit umfasst das Verbreitungsgebiet dieser Kulturpflanze die subtropischen und tropischen Zonen. Auch in den Ländern Südamerikas und Asiens hat es Anerkennung gefunden. Und außerhalb aller oben genannten Länder ist diese Frucht noch immer nahezu unbekannt.
Bewerbung
Essbare Lardizabala-Beeren werden seit langem nicht nur roh, sondern auch gekocht gegessen. Manche Hausfrauen trocknen es auch. Darüber hinaus werden daraus Kompotte oder Marmelade hergestellt, außerdem werden Soßen aller Art zubereitet und mit frischen Früchten verschiedenste Obstsalate verfeinert.
Diese gesunden Beeren erfreuen sich bei den südamerikanischen Völkern seit langem einer beispiellosen Beliebtheit. Da sie sehr reich an Mineralien und lebenswichtigen Vitaminen sind, werden sie als allgemeines Stärkungsmittel zur Vorbeugung verschiedenster Beschwerden empfohlen. Darüber hinaus sind Lardizabala-Früchte reich an nützlichen organischen Säuren, die sich positiv auf die Darmmotilität auswirken. Diese Säuren tragen auch zur Regulierung und Normalisierung der Magensäure bei.
Heutzutage ist diese Kultur in einigen asiatischen Ländern in der Medizin sehr beliebt. Aufgrund seiner relativ geringen Verbreitung ist die vollständige chemische Zusammensetzung des schönen Lardizabala jedoch noch nicht ausreichend untersucht.
Kontraindikationen
Für den Verzehr von Lardizabal sind derzeit keine spezifischen Gegenanzeigen bekannt. Dennoch sollte man sie mit Vorsicht in den Speiseplan aufnehmen, da diese exotische Frucht mitunter sehr unangenehme allergische Reaktionen hervorrufen kann.
Anbau
Lardizabal gedeiht am besten auf lehmigen und sandigen Böden, die gut durchlässig und ausreichend feucht sind. Staunässe verträgt sie überhaupt nicht. Diese tropische Schönheit übersteht auch kurzfristige Temperaturabfälle bis zu minus zehn Grad Celsius.
Lardizabal liebt die Sonne, doch längere direkte Sonneneinstrahlung führt oft zum Abwerfen einzelner Blätter. Im Halbschatten wächst Lardizabal gut.
Die Pflanze lässt sich sowohl vegetativ (durch junge Triebe oder Stecklinge) als auch durch Samen vermehren. Lardizabal wird meist im Gewächshaus kultiviert, da diese Kletterpflanze im Freien nur unter subtropischen und tropischen Bedingungen wächst. Manchmal findet man sie jedoch auch auf der Krim und in den südlichsten Regionen Russlands. Dort wird Lardizabala zwei bis drei Jahre lang in einem Gewächshaus vorgezogen, bevor sie ins Freiland gepflanzt wird.



