Mabolo

Der Mabolo (lateinisch: Diospyros discolor) ist ein wunderschöner Obstbaum aus der Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae). Er ist auch als mehrfarbige Persimone bekannt.
Beschreibung: Der Mabolo ist ein langsam wachsender, immergrüner Baum von großer Schönheit, der eine Höhe von 18 bis 33 Metern erreicht. Seine kräftigen Stämme können einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern erreichen, und jeder Baum besitzt eine gefurchte, tiefschwarze Rinde.
Die dunkelgrünen, länglichen, ledrigen Blätter des Mabolo sind stets glänzend und haben eine sehr glatte Oberseite. Sie sind durchschnittlich 5 bis 9 Zentimeter breit und 15 bis 22, 8 Zentimeter lang. Junge Blätter sind oft hellgrün oder rosa. Die duftenden, röhrenförmigen Blüten sind weiß oder cremefarben und sitzen fest an relativ kurzen Blütenstielen.
Die flachen oder ovalen Mabolo-Früchte erreichen einen Durchmesser von fünf bis zehn Zentimetern und haben eine samtige Schale in leuchtendem Purpurrot, tiefem Orange, saftigem Gelb, einem schlichten Braun oder eleganten Rosatönen. Nahe der Basis ist jede Frucht von einem recht harten Kelch umschlossen. An Bäumen wachsen Mabolo-Früchte oft paarweise. Bemerkenswerterweise verströmt die Schale der ganzen Früchte einen äußerst unangenehmen und ziemlich starken käseartigen Geruch. Das stärkehaltige und eher feste, weißliche Fruchtfleisch der Mabolo ist zwar recht feucht, aber nicht saftig. Es duftet jedoch süßlich und mild nach Apfel und Banane. Die bräunlichen, keilförmigen Samen der Früchte sind von festen, weißlichen Membranen umgeben und erreichen einen Durchmesser von zweieinhalb Zentimetern und eine Länge von vier Zentimetern. Jede Frucht enthält vier bis acht Samen, die alle um einen zentralen Kern angeordnet sind. Gelegentlich findet man auch kernlose Früchte. Mabolo ist der philippinische Name für die Frucht und leitet sich von ihrem „haarigen“ Aussehen ab (die gesamte Frucht ist mit feinen Härchen bedeckt). Diese exquisite Frucht wird auch „Blanco-Persimone“ genannt — zu Ehren des in Spanien geborenen Mönchs und Botanikers Blanco, der als einer der Ersten ein Manuskript über die wunderschöne Natur der Philippinen verfasste.
Anbaugebiete
Die Mabolo-Persimone stammt ursprünglich von den Philippinen. Mittlerweile wird sie auch im fernen Malaysia, im sonnigen Indonesien und auf den Antillen (insbesondere Trinidad, Puerto Rico, Jamaika und Kuba) angebaut.
Die Mabolo-Frucht, die derzeit vom Aussterben bedroht ist, steht unter Naturschutz auf den Philippinen. Für den Export von Mabolo ins Ausland ist eine Genehmigung des Ministeriums für Umwelt und natürliche Ressourcen sowie des Forstamts erforderlich.
Verwendung: Die essbaren Früchte der saftigen Mabolo-Frucht werden in Öl frittiert, in Sirup gekocht oder Obstsalaten beigefügt. Vor dem Verzehr sollte die Schale entfernt werden, da sie mit feinen Härchen bedeckt ist, die die empfindlichen Schleimhäute des Mundes und die Haut stark reizen können.
In der Volksmedizin wird aus der Rinde und den Blättern der Mabolo-Frucht ein Sud zubereitet, der als Schmerzmittel und Hustenmittel eingesetzt wird. Der Saft unreifer Mabolo-Früchte hilft gegen Durchfall und ist daher in Südostasien weit verbreitet. In Bangladesch wird Mabolo Menschen mit Augen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen. Der Kaloriengehalt von 100 Gramm dieser attraktiven Frucht beträgt etwa 67 kcal.
Das dunkle, dichte und außergewöhnlich harte Maboloholz wird seit Langem zur Herstellung verschiedenster Produkte verwendet. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Festigkeit wird Mabolo übrigens auch oft als „Eisenholz“ bezeichnet. Die extrem seltene schwarze Ebenholzvariante dient zur Herstellung von Holzwaffen und Möbeln.


