Wasserpfeffer

Wasserpfeffer ist eine Pflanze aus der Familie der Buchweizengewächse; im Lateinischen lautet der Name dieser Pflanze wie folgt: Poligonum hydropiper L.
Der lateinische Name der Wasserpfefferfamilie lautet: Poligonaceae Juss.
Beschreibung von Wasserpfeffer
Wasserpfeffer ist eine einjährige krautige Pflanze, deren Höhe etwa dreißig bis sechzig Zentimeter beträgt. Der Stängel dieser Pflanze ist kahl und rötlich, er ist normalerweise aufrecht und von der Basis her verzweigt. Die Blätter dieser Pflanze sind wechselständig und haben gewellte, feste Ränder. Wasserpfefferblüten sind klein und ihre Drüsenhülle kann entweder weißlich oder rosa sein. Die Blüten dieser Pflanze sind in schmalen, aber spärlichen Büscheln ganz oben am Stängel gesammelt. Die Früchte des Wasserpfeffers sind dreieckige, matte Nüsse, die in dunkelbraunen Tönen bemalt sind. Die Blüte dieser Pflanze erfolgt in der Zeit von etwa Juni bis August, während die Reifung der Früchte bereits im August-September erfolgt. Alle Bestandteile des Wasserpfeffers sind mit einem eher scharfen, pfeffrigen Geschmack ausgestattet. Bemerkenswert ist, dass die Pflanze giftig ist, weshalb beim Umgang mit Wasserpfeffer besondere Vorsicht geboten ist.
Beschreibung der medizinischen Eigenschaften von Wasserpfeffer
Für medizinische Zwecke empfiehlt sich die Verwendung des Krauts dieser Pflanze, das während der Blüte des Wasserpfeffers geerntet werden sollte. Solches Gras sollte entweder im Schatten oder in einem Trockner getrocknet werden. Das Gras enthält einen relativ hohen Gehalt an ätherischem Öl, Tannin, Pektin, Vitamin C und K, Tanninen, Wachs, Schleim, Zucker, Phytosterin, Flabophen, Vitamin D und E, Carotin sowie Calciumoxalat und den folgenden Säuren: Äpfelsäure, Ameisensäure, Essigsäure, Parakumarsäure, Valeriansäure und Chlorogensäure. Darüber hinaus enthält das Gras auch Flavonoide: Quercetin, Hyperoisid und Avicularin sowie viele Spurenelemente, darunter Magnesium, Titan, Silber und Mangan. Bemerkenswert ist, dass die Wurzeln dieser Pflanze Antiglykoside enthalten.
Was die wissenschaftliche Medizin betrifft, so hat Wasserpfeffer hier seine Verwendung als sanftes Abführmittel bei spastischer und atonischer Verstopfung sowie als blutstillendes Mittel bei Uterus- und Hämorrhoidenblutungen, aber auch bei chronischen Entzündungsprozessen in der Gebärmutter und bei Myomen gefunden.
Zubereitungen auf Basis von Wasserpfeffer haben die Fähigkeit, die Blutgerinnung zu erhöhen und die Gebärmutter und den Darm zu stärken. Darüber hinaus verengen solche Medikamente die Blutgefäße, erhöhen jedoch nicht den Blutdruck und steigern auch die Herztätigkeit. Solche Medikamente bewirken eine Schrumpfung der Hämorrhoiden und haben außerdem schmerzstillende und harntreibende Wirkung.
In der traditionellen Medizin haben sich Wasserpfefferpräparate als Abführmittel bei spastischer und atonischer Verstopfung sowie als Diuretika und Analgetika weit verbreitet. Auch Präparate auf Basis dieser Pflanze werden zur Behandlung von Hämorrhoiden eingesetzt. Es wird empfohlen, Infusionen dieser Pflanze zu verwenden, um Uterusblutungen zu stoppen, die entweder entzündlicher oder atonischer Natur sein können. Der Aufguss ist auch bei sehr starker und längerer Menstruation sowie bei der Behandlung entzündlicher Erkrankungen des weiblichen Genitalbereichs wirksam.
Darüber hinaus werden Präparate dieser Pflanze auch bei Durchfall, Nierensteinen, Krampfadern, Ruhr und verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt. Frische Blätter können auf Wunden aufgetragen werden, es wird jedoch empfohlen, das Kraut bei starken Kopfschmerzen auf den Kopf aufzutragen.






