Kerbelgarten

Kerbel oleracea gehört zur Familie der Umbellaceae; im Lateinischen wird der Name dieser Pflanze wie folgt lauten: Anthriscus cerefolium.
Der lateinische Name der Familie der Chervil oleracea lautet: Apiaceae Lindl.
Beschreibung von Kerbel oleracea
Gartenkerbel ist unter zahlreichen populären Namen bekannt: Butel, Snedok, Zhurnitsa, Kerbel, Zahnfleisch, Trebula, Buteneleaf Sedum und Pervil-Gras. Kerbel oleracea ist eine einjährige krautige Pflanze mit einem verzweigten Stamm, dessen Höhe etwa dreißig bis sechzig Zentimeter beträgt. Die Blätter dieser Pflanze sind dreifach gefiedert und können entweder glatt oder lockig sein. Die Blüten sind recht klein, weiß gestrichen und in einem Regenschirm gesammelt. Die Früchte dieser Pflanze sind längliche graugrüne Zweisamen, die süßlich-würzig schmecken. Solche Kerbelfrüchte haben einen sehr angenehmen aromatischen Geruch. Tatsächlich ähnelt diese Pflanze im Aussehen der Petersilie, ausgestattet mit dünneren und zarteren Blättern. Solche Kerbelblätter haben einen Anisduft.
Es ist zu beachten, dass der Geburtsort dieser Pflanze der Kaukasus, Südrussland und Westasien ist. Hier wächst diese Pflanze unter natürlichen Bedingungen. Diese Pflanze wird auf der Krim, in Transkaukasien und in Moldawien als Gewürzpflanze angebaut.
Beschreibung der medizinischen Eigenschaften von Kerbel oleracea
Kerbel ist mit sehr wertvollen Heilkräften ausgestattet. Die jungen Blätter dieser Pflanze, die vor der Blüte gesammelt werden, enthalten ätherisches Öl, Vitamin C, Mineralien, Glykoside und Carotin.
In der traditionellen Medizin wird der Saft dieser Pflanze hier häufig verwendet. Dieser Saft sollte aus frischem Gras gepresst werden. Dieses auf Kerbel oleracea basierende Mittel wird bei Gelbsucht, Fieber, Ödemen, Aszites, Schwindel, Erschöpfung, Tuberkulose, verschiedenen Magen- und Darmerkrankungen sowie Erkrankungen der Atemwege und der Blase eingesetzt. Bemerkenswert ist, dass bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege empfohlen wird, den Saft dieser Pflanze als schleimlösendes Mittel zu trinken. Der Saft und die Blätter dieser Pflanze können sowohl äußerlich als auch innerlich gegen Hämorrhoiden, juckende Haut, Flechten und Diathese eingenommen werden.
Es ist zu beachten, dass in der heimischen Veterinärmedizin ein solcher Kerbel-Oleracea-Saft als sehr wirksames Diuretikum an Tiere verabreicht wird. Die frischen Blätter dieser Pflanze eignen sich hervorragend als Würze für Eierspeisen, Fleisch- und Fischgerichte sowie Suppen und Salate. Es empfiehlt sich, grüne Salate mit Weißweinessig zu würzen, der mit Kerbel angereichert wurde. An heißen Sommertagen kann eine solche Pflanze Hüttenkäsepasteten sowie Brot und Butter einen wunderbar frischen Geschmack verleihen. Es ist wichtig zu bedenken, dass bei der Verwendung von Kerbel als Gewürz für warme Gerichte empfohlen wird, ihn etwa ein bis zwei Minuten vor dem Ende des Garvorgangs hinzuzufügen: Dies geschieht, um das feine Aroma zu bewahren.
Bei Tuberkulose ist Saft aus dem Kraut Kerbel oleracea sehr wirksam. Es wird empfohlen, diesen Saft je nach Schwere der Erkrankung zwei- bis dreimal täglich einen halben Teelöffel oder einen Teelöffel zu sich zu nehmen.
Tatsächlich waren diese Pflanze und ihre wertvollen Eigenschaften bereits den alten Römern bekannt, und in Europa wird diese Pflanze erst seit der Mitte des 16. Jahrhunderts angebaut. Tatsächlich wurden Möbel im Mittelalter mit trockenen Kerbelsamen poliert, was den Möbeln einen angenehmen Geruch und Glanz verlieh.






