Distel

Distel Distel

Distel (lat. Carduus) ist eine Gattung stacheliger krautiger Pflanzen aus der Familie der Asteraceae (lat. Asteraceae) oder Compositae (lat. Compositae).

In freier Wildbahn kommen Pflanzen der Gattung in Eurasien und Nordafrika vor. Ihre stachelige „Unabhängigkeit“ ist mit vielen positiven Eigenschaften der Pflanzen dieser Gattung für den Menschen verbunden. Dazu gehören die einzigartige wohlriechende Natur von Blumen, die heilenden Fähigkeiten von Pflanzen und ein spektakuläres Erscheinungsbild, das Menschen nicht gleichgültig lässt.

Was steht in deinem Namen?

Der lateinische Gattungsname geht auf das Wort zurück, mit dem in der Antike dornige Pflanzen bezeichnet wurden. Was den russischen Namen betrifft, so spiegelten darin unsere entfernten slawischen Vorfahren ihren Glauben an die magische Kraft der Pflanzen dieser Gattung wider, die in der Lage sind, den Teufel selbst aus einem menschlichen Zuhause zu verscheuchen. Daher die „Distel“, das heißt „die Teufel erschrecken“.

Beschreibung

Pflanzen der Gattung Distel können zweijährig oder mehrjährig sein. Arten, deren Vegetationszyklus zwei Jahre dauert, zeigen der Welt im ersten Jahr ihres Lebens eine Rosette aus stacheligen Blättern, die auf der Bodenoberfläche liegen. Im zweiten Jahr entwickelt sich aus der Rosette ein Stängel. Der Stängel wächst schnell an Höhe und bildet spektakuläre, gefiederte oder gelappte Blätter, deren Ränder mit scharfen Stacheln bedeckt sind, was der Pflanze ein kriegerisches Aussehen verleiht und das Leben der Pflanze vor potenziellen Feinden schützt. Pflanzen der Gattung sind sehr widerstandsfähig, unprätentiös und kriegerisch. Man kann sich ihnen nicht mit bloßen Händen nähern. Ihr stacheliges Aussehen schreckt Insekten jedoch nicht ab und kriecht furchtlos zwischen den scharfen Dornen.

Die Enden der Stängel sind mit einzelnen oder kleinen Gruppen von Blütenstandskörben verziert, die für Pflanzen der Familie der Korbblütler charakteristisch sind. Aber Disteln haben keine Blütenblätter, wie zum Beispiel Gänseblümchen. Die Blüten im Korb sind nur röhrenförmig, meist violett, manchmal aber auch rosa. Die dekorative Wirkung der Blütenstände wird durch eine starke und steife Hülle erzielt, die aus zwei Arten von Blättern besteht: eiförmige Blätter bilden die untere Schicht der Hülle und die obere Schicht besteht aus lanzettlichen Blättern, die bei gutem Wetter in verschiedene Richtungen abstehen. Bei bewölktem Wetter werden die Blätter fest aneinander gepresst und schützen so die Blütenkrone vor schlechtem Wetter. Das spitze Ende der oberen Blätter ist hart und stachelig. Somit ist die Hülle mehrreihig und gekachelt. Der Durchmesser von Blumenkörben variiert je nach Pflanzenart und Umgebungsbedingungen zwischen einem und vier Zentimetern.

Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten, die das kriegerische Aussehen der Pflanzen nicht scheuen. Dazu gehören Schmetterlinge, Hummeln und auch Bienen, die bereitwillig den süßen Blütennektar der Distel sammeln, um die Waben mit heilendem Honig zu füllen. Die Krone der Vegetationsperiode bilden längliche Achänen mit einer Länge von drei bis sechs Millimetern, die mit einem Haarbüschel ausgestattet sind, der ihnen hilft, den Lebensraum der Distel zu erweitern.

Sorten

Auf russischem Territorium gibt es mehr als dreißig Pflanzenarten der Gattung Distel. Die häufigsten Arten sind:

* Hängende Distel (lat. Carduus nutans)

* Krausdistel (lat. Carduus Crispus)

* Hakendistel (lat. Carduus uncinatus)

* Acanthothistle (lat. Carduus acanthoides) oder Stacheldistel

* Kleinköpfige Distel (lat. Carduus pycnocephalus).

Nutzung

Für Gärtner sind Pflanzen der Gattung Distel bösartige Unkräuter, die Kulturpflanzen die Nahrung entziehen. Doch in freier Wildbahn sind viele Arten für den Menschen von großem Interesse.

Die Blühende Distel ist eine wunderbare Honigpflanze und daher sind ihre wilden Dickichte bei Imkern willkommen. Honig aus dem Nektar der Distelblüte ist aromatisch und heilend.

Das spektakuläre Erscheinungsbild von Pflanzen lockt zunehmend Gärtner an, die ihre Blumenbeete mit einzelnen Distelexemplaren schmücken und diese mit besonderer Sorgfalt behandeln.

Pflanzensamen enthalten fettes Öl mit Heilkräften und werden daher nicht nur von traditionellen Heilern, sondern auch in der offiziellen Medizin verwendet.

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