Kudrania

Kudrania (lat. Cudrania tricuspidata) ist ein Laubobstbaum aus der Familie der Maulbeergewächse. Diese Pflanze wird oft Erdbeerbaum genannt und in der Wissenschaft wird sie Triacum triacum genannt.
Beschreibung
Kudrania ist ein zweihäusiger Laubbaum von relativ geringer Größe: In der Regel überschreitet seine Höhe sechs Meter nicht.
Die kleinen Blätter dieser Kulturpflanze sind in blassen gelblich-grünlichen Tönen bemalt. Die Blätter von Kudrania sowie das rötliche Fruchtfleisch seiner saftigen Früchte enthalten weißlichen Saft.
Kudrania-Früchte ähneln im Aussehen der bekannten Maulbeere und ihr Geschmack ähnelt in gewisser Weise dem Geschmack von Kaki. Es handelt sich um komplexe Vielsteinfrüchte mit einer Länge von zweieinhalb bis fünf Zentimetern, die sich im Laufe der Reife rötlich oder dunkel burgunderrot verfärben. Das rote Fruchtfleisch enthält mehrere bräunliche Miniatursamen, die äußerlich an Hanfnüsse erinnern.
Unter den subtropischen Bedingungen der Schwarzmeerküste, insbesondere im Botanischen Garten in Batumi, reift Kudrania etwa im November.
Wo wächst es
Kudrania ist eine in Ostasien beheimatete Pflanze, wo sie wegen ihrer essbaren, süßen Früchte angebaut wird. Derzeit wird es in vielen Ländern angebaut, allerdings nur dort, wo die klimatischen Bedingungen für sein Wachstum günstig sind. Wildes Kudrania-Dickicht gibt es in Afghanistan und im Iran — dort wird es nicht nur wegen seiner Früchte angebaut, sondern auch zur Bodenfixierung und zur dekorativen Landschaftsgestaltung.
Obwohl Kudrania eine sehr wärmeliebende Kulturpflanze ist, die nur in subtropischen und tropischen Zonen wachsen kann, gelingt es einigen Hobbygärtnern, sie im Transkaukasus, in einigen südrussischen Regionen und sogar in der Ukraine anzubauen.
Bewerbung
Kudrania-Früchte werden sowohl roh als auch verarbeitet gegessen — sie werden zur Herstellung hervorragender Kompotte, zur Zubereitung wunderbarer Marmeladen und zur Herstellung duftender Konfitüren verwendet. Und frische Früchte locken Feinschmecker mit ihrer Süße und unglaublichen Saftigkeit.
Diese attraktiven Beeren haben einen geringen Säuregehalt und einen sehr guten Zuckergehalt. Sie sind nützlich bei starker Regelblutung, Anämie, Sodbrennen und Ruhr sowie bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Darüber hinaus tragen Beeren dazu bei, die Funktion von Milz und Leber wiederherzustellen, den Stoffwechsel zu normalisieren, die Blutgesundheit zu reinigen und zu verbessern sowie den Blutdruck zu senken.
Auch andere Teile dieser Pflanze haben Verwendung gefunden. So fördert beispielsweise eine Abkochung der Rinde der schönen Locke, die über ausgeprägte bakterizide Eigenschaften verfügt, die schnelle Heilung nahezu aller Wunden. Die pulverisierte Rinde wird zunächst mit Pflanzenöl angereichert und dann auf Geschwüre, Verbrennungen und Wunden aufgetragen.
Und das unglaublich dichte Holz mit einer unglaublich schönen Textur macht Kudrania zu einem hervorragenden Material für die Herstellung aller Arten von Kunsthandwerk und spektakulären Möbeln. Auch Musikinstrumente aller Art werden aus diesem Holz hergestellt.
Kontraindikationen
Bei Magenerkrankungen, allergischen Reaktionen und individueller Unverträglichkeit sollten Sie auf den Verzehr von Kudraniya verzichten.
Wachsend
Kudrania ist eine sehr wärme- und lichtliebende Pflanze, die längere Trockenheit problemlos verträgt. Sein unglaublich starkes Wurzelsystem hilft dieser Pflanze, Dürreperioden zu überstehen. Die Bewässerung sollte mäßig sein.
Auf gut durchlässigen, fruchtbaren Böden bringt Kudrania reiche Ernten hervor — ein einzelner Baum, der zehn Jahre alt ist, kann bis zu zweihundert Kilogramm Früchte hervorbringen.
Kudrania lässt sich nicht nur vegetativ vermehren, sondern vermehrt sich auch durch Samen und beginnt im fünften bis siebten Lebensjahr Früchte zu tragen.


