Die Eichenholz-Pflanze (Carica quercifolia)

Die Eichenholz-Pflanze ist ein relativ kleiner Baum, der bis zu 60 Zentimeter dick wird. Die abblätternde Rinde der großen Äste und des Stammes hat einen angenehmen rötlichen Farbton und ist mit zahlreichen rotbraunen Lentizellen übersät. Die glatten jungen Zweige weisen eine charakteristische graugrüne Farbe auf.
Die Blätter der Eichenholz-Pflanze sind recht groß und ähneln in ihrer Form Eichenblättern, daher der Name. Die Blätter sind oberseits stets glänzend und unterseits matt. Die Eichenholz-Pflanze ist zweihäusig. Die männlichen Blüten bilden hängende, auffällige, vielblütige Blütenstände, während die weiblichen Blüten einzeln oder in kleinen Trauben angeordnet sind.
Die Beeren sind länglich-birnenförmig oder deutlich länglich, leuchtend orange und erreichen eine Länge von bis zu vier Zentimetern. Alle Bäume weisen einen recht hohen Ertrag auf — bis zu mehrere tausend Früchte können pro Baum in einer einzigen Saison wachsen. Diese Früchte enthalten braune, bis zu fünf Millimeter lange Samen mit einer runden, spindelförmigen Gestalt.
Vorkommen
Diese Pflanze ist in den subtropischen und tropischen Zonen Südamerikas heimisch, vorwiegend in Ecuador, Brasilien, Argentinien, Paraguay und Bolivien. Kultiviert wird sie auch in warmgemäßigten Zonen (einschließlich des Transkaukasus und der Schwarzmeerküste des Kaukasus).
Verwendung
Die Beeren der Eichenblatt-Carica haben einen angenehmen, leicht süßen Geschmack und eignen sich daher zum Frischverzehr mit Schale. Ihr Geschmack ist jedoch deutlich schwächer als der fast aller anderen subtropischen und tropischen Beeren. Ihr Brennwert beträgt nur 40 kcal pro 100 Gramm.
Diese Beeren sind sehr reich an Carotinoiden namens Caricaxanthin und Violaxanthin — aus ihnen wird das lebenswichtige Vitamin A im menschlichen Körper synthetisiert. Im Allgemeinen ist die chemische Zusammensetzung dieser Kulturpflanze derzeit nicht gut untersucht. Die Forscher konnten jedoch feststellen, dass sowohl die Früchte als auch die Blätter mit Stielen milchigen Saft enthalten, der über eine ausgeprägte proteolytische Wirkung verfügt, da dieser Saft Apfelsäure, wertvolles fettes Öl, Harze und Papaine sowie eine geringe Menge Carpain, ein Alkaloid, enthält. Und auch die Blätter der Pflanze enthalten nützliche Alkaloide. Papain wird in der Medizin häufig bei Verdauungsstörungen, Gastritis und sogar chronischer Dyspepsie eingesetzt. Auch bei Verbrennungen leistet es gute Dienste und wird auch äußerlich aktiv zur Haarstärkung sowie zur Entfernung von Altersflecken oder Sommersprossen eingesetzt. Carpain gilt in der Medizin als ausgezeichnetes amöbozides (also alle Protozoen tötendes) und kardiotonisches Mittel.
Kontraindikationen
Carica-Eichenblatt hat als solches keine Kontraindikationen, dennoch sollte man die Möglichkeit einer individuellen Unverträglichkeit nicht außer Acht lassen.
Wachsen und pflegen
Carica-Eichenblatt zeichnet sich durch eine beeindruckende Schattentoleranz und Trockenheitstoleranz aus und wächst am besten auf gut durchlässigen Böden. Im Winter verträgt diese Pflanze Staunässe im Boden nicht so gut, verträgt aber Fröste bis zu minus sechs bis sieben Grad. Und es kann sich sowohl durch Stecklinge als auch durch Samen vermehren.
Ficus-Eichenblatt im Florarium: Stecklinge, Umpflanzen in frischen Boden



