Cocona

Cocona (lat. Solanum sessiliflorum) ist ein Obststrauch aus der Familie der Nachtschattengewächse. Cocona wird oft als Orinoco-Apfel bezeichnet.
Geschichte
Die erste Bekanntschaft der Europäer mit dem bizarren Kokon erfolgte im Jahr 1760 — diese lustige Frucht wurde im Einzugsgebiet des Orinoco von einem spanischen Reisenden namens Apolinar Diez de la Fuente entdeckt. Und die Indianer bauten diese Pflanze zusammen mit Bohnen und Mais auf den Feldern an.
Dann, bereits im Jahr 1800, entdeckten der französische Botaniker Aimé Bonpland und Alexander Humboldt, der große deutsche Wissenschaftler, auf ihrer Reise durch den Orinoco und den Amazonas ausgedehnte Kokondickichte. Darüber hinaus stellten sie fest, dass diese Frucht bei der lokalen Bevölkerung sehr beliebt sei. Und dann wurde dieser Kultur erst Mitte des 20. Jahrhunderts Aufmerksamkeit geschenkt.
Beschreibung
Cocona ist ein hübscher krautiger Strauch, der bis zu zwei Meter hoch wird und samtige ovale Blätter hat, deren Breite etwa 38 cm und die Länge etwa 45 cm beträgt. Und die Stängel dieser Pflanze sind reichlich mit scharfen Dornen bedeckt.
Kokonfrüchte können entweder oval oder rund sein. Im Durchschnitt beträgt ihre Länge 2, 5 — 4 cm und ihre Breite etwa 6 cm. Die dünne Schale unreifer Früchte ist mit leichtem Flaum bedeckt, und wenn sie reifen, werden sie glatt und verfärben sich violett, rot oder gelb. Direkt unter der bitteren Schale befindet sich eine dünne Schicht cremigen und ziemlich dichten Fruchtfleisches. Darüber hinaus befindet sich in jeder Frucht ein geleeartiger gelber Kern, der aus einer Vielzahl flacher, kleiner Samen besteht. Die durchschnittliche Reifedauer der Früchte beträgt etwa einhundertzwanzig Tage.
Wilde Kokonarten zeichnen sich durch eher kleine Früchte aus und sind mit Miniaturstacheln bedeckt, während ihre kultivierten Stammesgenossen kernlos und größerfruchtig sind.
Wo wächst es
Der Amazonas-Teil Südamerikas und Argentinien gelten als Heimat der Kokons. Besonders häufig ist er an den Hängen der Anden zu sehen. Mittlerweile wird diese Pflanze in Peru, Venezuela, Kolumbien, Brasilien und einer Reihe anderer lateinamerikanischer Länder häufig angebaut.
Leider werden Kokons nicht nach Russland geliefert — die gesammelten Früchte vertragen den Transport nicht sehr gut, da sie sehr schnell weich werden. Zwar werden derzeit aktiv Züchtungsarbeiten durchgeführt, um für den Transport geeignete Kokonsorten zu entwickeln. Und einige russische Gärtner versuchen, Kokons als exotische Pflanze zu züchten.
Anwendung
Geschälte Früchte werden am häufigsten frisch gegessen. Nicht weniger aktiv werden sie bei der Zubereitung verschiedener Saucen und Salate eingesetzt. Aus Kokons lassen sich auch wunderbare Säfte, Gelees, Konfitüren und Marmeladen herstellen. Und unreife Früchte können genauso eingelegt werden wie Tomaten.
Der Saft dieser Frucht enthält Stoffe, die zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut beitragen (dies ist natürlich nur bei regelmäßigem Verzehr des Saftes möglich). Und die Indianer aus Ostperu nutzen den Saft aktiv, um Läuse loszuwerden.
Kokonfrüchte dienen als ausgezeichnetes allgemeines Stärkungsmittel — es wird empfohlen, sie in der postoperativen Phase oder bei Anämie zu essen.
Kokona hat außerdem einen relativ hohen Gehalt an Nikotinsäure, was es wiederum zu einem unverzichtbaren Helfer bei der Behandlung und Vorbeugung verschiedener Erkrankungen des Nervensystems macht. Und dank des geringen Kaloriengehalts der Früchte können Menschen, die eine Diät machen, sie bedenkenlos verzehren.
Kontraindikationen
Derzeit gibt es keine Kontraindikationen für den Verzehr dieser tropischen Frucht. Allerdings sollten Sie die Möglichkeit allergischer Reaktionen und individueller Unverträglichkeiten nicht vollständig ausschließen.


