Mamoncillo

Mamoncillo (lat. Melococcus bijugatus) ist eine Obstpflanze, die der hellste Vertreter der großen Familie der Sapindaceae ist und manchmal auch Melococcus bijugatus oder Spanische Linde genannt wird.
Beschreibung
Mamoncillo ist ein Baum mit einem glatten und geraden Stamm, von dem viele ausladende Äste ausgehen. Er kann bis zu zwanzig Meter hoch werden. Ältere Bäume sind mit gräulicher Rinde bedeckt, während die Rinde junger Zweige in angenehmen Rottönen bemalt ist. Die Dicke der Stämme kann manchmal 1, 7 Meter erreichen. Die Länge der spitzen elliptischen Blätter von Mamoncillo liegt zwischen fünf und zwölfeinhalb Zentimetern und ihre Breite zwischen 3, 25 und 6, 25 cm.
Die weißen Blüten dieser Pflanze, die dünne, sechs bis zehn Zentimeter lange Quasten bilden, duften stets sehr stark. In der Regel befinden sich weibliche und männliche Blüten an unterschiedlichen Bäumen, manchmal findet man aber auch Exemplare, an denen beide Blüten wachsen. Solche Bäume werden normalerweise als eigenständige Unterart klassifiziert. Alle Blüten sind für eine Vielzahl von Insekten sehr attraktiv (besonders Bienen lieben sie) und gelten als ausgezeichnete Honigpflanzen — aus ihnen wird unglaublich duftender dunkler Honig gewonnen.
Die runden Früchte des Mamoncillo zeichnen sich durch ein beeindruckendes Gewicht und eine sehr hohe Dichte aus. Unreife Exemplare sind mit einer glatten grünen Schale bedeckt, während die Oberfläche der reifen Früchte eine feste, ledrige Textur aufweist. Vom Aussehen her ist Mamoncillo einer Limette sehr ähnlich — wegen dieser Ähnlichkeit wird sie auch „spanische Limette“ genannt. Das Fruchtfleisch ist gelblich oder orange-rosa, saftig, transparent und hat eine leicht geleeartige Konsistenz. Der Geschmack kann entweder süß oder süß-sauer sein. Und in den Früchten befinden sich ein oder zwei große gelblich-weißliche Samen.
Wo wächst es
Mamoncillo stammt aus Kolumbien, Französisch-Guayana, Surinam, Guyana und Venezuela. Darüber hinaus wird diese Kulturpflanze in Ecuador, in mehreren zentralamerikanischen Ländern sowie auf den Bahamas und den Antillen angebaut. 1914 wurde Mamoncillo nach Bermuda gebracht, aber dort wuchsen die Bäume nur neun Meter hoch und keiner von ihnen blühte.
Bewerbung
Mamoncillo kann frisch gegessen werden, auch mit Schale. Darüber hinaus eignet sich das Fruchtfleisch dieser Früchte hervorragend für Konserven sowie Gelees und Konfitüren. Und in Kolumbien wird aus Mamoncillo wunderbarer Dosensaft hergestellt, der anschließend in andere Länder geliefert wird.
Geröstete Mamoncillo-Samen sind essbar — ihr Geschmack erinnert stark an Pommes frites. Sie sind unverzichtbar bei Durchfall. Einläufe mit einem Sud aus Mamoncillo-Früchten können ebenfalls zur Linderung verschiedenster Darmbeschwerden eingesetzt werden.
Die Blätter sind hervorragende Insektenschutzmittel — Panamaer legen sie regelmäßig in die Ecken ihrer Häuser, um Flöhe fernzuhalten.
Mamoncillo-Holz ist ebenfalls gefragt. Es ist sehr praktisch, feinkörnig und hart — diese Eigenschaften machen es zu einem ausgezeichneten Rohmaterial für Möbel und viele andere Tischlerprodukte.
Gegenanzeigen: Mamoncillo ist eine leicht allergene Frucht. Allergiker sollten dies berücksichtigen.
Anbau und Pflege: Mamoncillo ist eine an trockene subtropische und tropische Bedingungen gut angepasste Pflanze mit beeindruckender Trockenheitstoleranz. Sie ist bezüglich der Bodenbeschaffenheit völlig anspruchslos und gedeiht in den unterschiedlichsten Böden gleichermaßen gut. Mamoncillo bevorzugt kalkhaltige Böden, unabhängig von deren Nährstoffgehalt. Diese Pflanze verträgt leichten Frost, der jedoch den Ertrag mindert. Mamoncillo vermehrt sich nicht nur durch Samen, sondern auch vegetativ — sie lässt sich sogar leicht auf verwandte Bäume veredeln.




