Maniok

Maniok (lateinisch: Manihot) ist eine Gattung strauchartiger Pflanzen aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Die Gattung umfasst über 100 Arten, von denen Manihot esculenta die häufigste ist.
Die Pflanze wird in Ländern mit subtropischem und tropischem Klima als Nahrungspflanze angebaut. Weitere Bezeichnungen sind Maniot oder Cassava.
Pflanzeneigenschaften
Maniok ist eine schnellwüchsige, mehrjährige Pflanze, die bis zu 4 m hoch werden kann. Die Blätter sind handförmig eingeschnitten, grün, doldenförmig und wechselständig angeordnet. Die Blüten sind klein, zweihäusig und stehen in langen, rispenartigen Blütenständen. Die Frucht ist eine Kapsel. Die Rhizome sind knollenartig, verdickt, bis zu 1 m lang und wiegen durchschnittlich 10–12 kg.
Anbautipps
Maniok ist eine wärmeliebende Pflanze, die helle, windgeschützte Standorte bevorzugt. Längere Trockenperioden verträgt Maniok schlecht. Die optimale Wachstumstemperatur während der gesamten Vegetationsperiode liegt bei 25–30 °C. Maniok gedeiht am besten in lockeren, gut durchlässigen, fruchtbaren und neutralen Böden mit hohem Humusgehalt. Er verträgt keine salzhaltigen, staunassen, sauren oder nassen Böden. Auch Schatten beeinträchtigt die Entwicklung der Pflanze. Maniok wird vegetativ und durch Samen vermehrt. Die Vermehrung durch Samen eignet sich nur zu Züchtungszwecken. Stecklinge sind die gängigste Methode. Sie werden aus dem mittleren oder unteren Bereich des Stängels von 9–12 Monate alten Pflanzen geschnitten. Die optimale Stecklingslänge beträgt 10–40 cm. Es wird empfohlen, die Stecklinge zwischen dem Ende der Trockenzeit und dem Beginn der Regenzeit zu pflanzen. Ausreichende Feuchtigkeit für das Pflanzgut ist ein Schlüsselfaktor für den erfolgreichen Anbau. Das Pflanzbeet für Maniok wird 20–30 Tage vor der Pflanzung vorbereitet: Der Boden wird 15–20 cm tief umgegraben und mit Mineraldünger angereichert. Tiefe Bodenbearbeitung ist unerwünscht, da sie zur Bildung übermäßig langer Wurzelknollen führt, die nur schwer zu ernten sind. Maniok wird in breiten Reihen angebaut. Die Untersaat anderer Kulturen wie Yamswurzeln, Bohnen, Wassermelonen usw. ist ebenfalls möglich. Maniok kann in Furchen oder Dämmen gepflanzt werden. Die Stecklinge werden längs gesetzt. Der Abstand zwischen den Furchen beträgt 80–120 cm, der zwischen den Stecklingen 60–70 cm. Auch eine vertikale Pflanzung ist möglich. Hierfür werden Hochbeete angelegt. Der Abstand zwischen den Stecklingen beträgt in diesem Fall 80–160 cm. Frühreife Manioksorten können dichter gepflanzt werden.
Bei der Pflege geht es um das Jäten, Jäten, Gießen und Düngen. Da Maniok dem Boden alle Mineralien entzieht, ist die Düngung ein lebenswichtiger Vorgang. Die Kultur benötigt vor allem Stickstoff-, Kalium- und Phosphordünger; Mikroelemente schaden nicht. Die Dauer der Vegetationsperiode für Maniok früh reifender Sorten variiert zwischen 6 und 8 Monaten, für spät reifende Sorten zwischen 12 und 16 Monaten. Aus diesem Grund ist der Anbau der Pflanze in Russland schwierig.
Ernte und Lagerung
Die Maniok-Ernte beginnt, wenn die Samen massiv reifen und die Blätter abfallen. Unreife Knollen haben keinen besonderen Geschmack; Sie kochen nicht gut. Die Ernte erfolgt manuell. Der Maniokstiel wird in einer Höhe von 40–50 cm abgeschnitten, anschließend werden die Rhizome herausgezogen. Rhizome werden insbesondere unter subtropischen und tropischen Bedingungen schlecht gelagert. In der Regel sind sie 2-3 Tage nach der Reinigung unbrauchbar. Deshalb werden sie am Tag der Sammlung gewaschen, gereinigt, zerkleinert, 3-5 Tage in der offenen Sonne getrocknet und zu Pulver gemahlen.
Ob im Garten oder im Gemüsegarten/Cassava, auch Yuca genannt/wie man kocht/nützliche Eigenschaften/Yuca
Maniok, Maniok


