Erle

Erle (lat. Alnus) ist eine Gattung von Gehölzen aus der Familie der Birkengewächse (lat. Betulaceae). Die Gattung ist nicht zahlreich und umfasst etwa 35 Arten, die in der Natur durch einhäusige Sträucher und Bäume vertreten sind.

Sie sind in der Lage, den Boden mit Stickstoff anzureichern und die Wunden der Erde zu heilen. Sie haben Heilfähigkeiten. Feuerbeständig.

Was steht in deinem Namen?

Der lateinische Name der Pflanzengattung „Alnus“ hat seine Wurzeln in der proto-indogermanischen Sprache, die der Vorfahre der am weitesten verbreiteten Sprachfamilie ist — der indogermanischen Sprache. Es hatte die Wurzel „EL-“, was „rot“ oder „braun“ bedeutet.

Von dort stammt über das Protoslawische der russische Name der Gattung „Erle“.

Beschreibung

Pflanzen der Gattung Erle erinnern teilweise an Pflanzen der Gattung Birke, von der sie einst in eine eigenständige Gattung abgetrennt wurden.

Dabei handelt es sich in der Regel um Laubsträucher und Bäume, die einhäusige Pflanzen sind, das heißt, auf einem Individuum befinden sich sowohl männliche als auch weibliche Kätzchenblütenstände. Die Höhe der Bäume kann knapp über 30 Meter erreichen, während Straucharten, zum Beispiel die Grün-Erle (lat. Alnus viridis), eine Höhe von 5 (fünf) Metern nicht überschreiten.

Die zylindrischen Triebe sind mit einfachen, oft ganzen Blättern bedeckt, die in regelmäßiger Anordnung an kurzen Blattstielen angeordnet sind. Ausgeprägte quer verlaufende schräge Adern verleihen dem Blattrand ein wellenförmiges Aussehen. Die Form der Blattplatte ist nahezu rund. Einige Arten haben kurz weichhaarige und drüsige Blätter. Kleine Nebenblätter fallen früh ab.

Bei vielen Arten beginnt die Blüte bereits vor dem Erscheinen der Blätter, was die Natur mit der Art der Bestäubung verknüpft hat. Schließlich werden Blumen durch den Wind bestäubt, der seine „Arbeit“ leichter verrichten kann, wenn die Blätter nicht im Weg sind. Männliche Blüten, die in längeren Kätzchen gesammelt sind, befinden sich im oberen Teil der Zweige, und weibliche Blüten bilden kürzere Kätzchen und befinden sich weiter unten am Zweig. Es gibt Arten, deren Blüten im Herbst geboren werden.

Die Krone der Vegetationsperiode ist eine geflügelte oder flügellose Frucht in Form einer Nuss mit einem Samen. Verholzte weibliche Zapfen bleiben, nachdem sie ihre Kinder freigelassen haben, lange auf den Zweigen und verursachen Traurigkeit.

Das Commonwealth von Erle und Bakterien

Wie so oft in der Natur entwickelt die Erle, ähnlich wie andere Hülsenfrüchtler, eine enge Verbindung mit Bodenbakterien, die ihre Wurzeln besiedeln. Es findet ein wechselseitiger Austausch statt: Der Baum teilt die Produkte seiner Photosynthese — Zucker — mit den Bakterien, und die Bakterien nehmen freien Stickstoff aus der Luft auf und wandeln ihn in eine für die Wurzeln verfügbare Form um. So versorgt die Erle nicht nur sich selbst, sondern auch ihre unmittelbaren Nachbarn mit Nährstoffen und verbessert die Bodenfruchtbarkeit.

Botanische Studien haben gezeigt, dass strauchartige Erlenarten den Boden mit so viel Stickstoff anreichern, dass sie unfruchtbare Gletschergebiete in fruchtbaren Boden verwandeln können, der für das Wachstum von Nadelwäldern geeignet ist. Die Erle gehört zusammen mit Birke und Espe zu den ersten Besiedlern von Flächen, die durch Brände, Erdrutsche und Überschwemmungen geschädigt wurden. Wenn jedoch später Nadelbäume folgen, wachsen und die sonnenliebende Erle beschatten, verliert sie allmählich an Boden und muss den Nadelbaumriesen weichen.

Feuerbeständigkeit der Erle

Erlenhaine sind deutlich feuerbeständiger als Nadelbäume und bilden oft eine natürliche Barriere gegen die Ausbreitung von Feuer. Ein leichtes, flaches Feuer schadet der dünnen, aber widerstandsfähigen Rinde der Bäume nicht, und die Blätter an den Zweigen sowie das herabgefallene Laub bieten dem Feuer keinen Nährboden.

Verwendung

Die Kätzchen einiger Erlenarten sind proteinreich und durchaus essbar.

Erlenholz wird zum Räuchern von Meeresfrüchten und zur Herstellung von Gitarren und Möbeln verwendet.

In der traditionellen Medizin werden die heilenden Eigenschaften der Rinde zur Behandlung von Lymphknotenerkrankungen, Hautirritationen, Tuberkulose und verschiedenen Tumoren eingesetzt. Aus der Rinde werden rote und gelbe Farbstoffe gewonnen.

Wie sieht eine Erle aus?

Erle

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