Tamarillo

Tamarillo (lat. Cyphomandra betacea) ist eine Obstpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Diese Pflanze wird auch Tomatenbaum oder Rote-Bete-Cyphomandra genannt.

Beschreibung

Tamarillo ist ein kompakter immergrüner Baum oder Strauch, der bis zu zwei bis drei Meter hoch wird. Die Blätter dieser Pflanze sind glänzend, oval und ziemlich groß. Und die rosa-weißen Blüten sind mit fünfgliedrigen Kelchen ausgestattet und verströmen ein sehr angenehmes Aroma.

Tamarillo beginnt ab dem zweiten Lebensjahr Früchte zu tragen und ihre Gesamtlebensdauer beträgt etwa fünfzehn Jahre.

Tamarillo-Früchte sind eiförmige Beeren mit einer Länge von fünf bis zehn Zentimetern. In der Regel wachsen sie in Büscheln an Büschen, wobei jedes Büschel drei bis zwölf Früchte enthält. Die Schale der Tamarillo-Früchte ist bitter, ziemlich hart und sehr glänzend und ihr goldrosa Fruchtfleisch hat einen süßlich-säuerlich-salzigen Geschmack. Die Farbe der Schale kann entweder gelb oder orange-rötlich sein, gelegentlich findet man auch violette Früchte. In jeder Frucht finden sich schwarze, dünne, runde Samen. Im Aussehen ähneln Tamarillo-Früchte langfruchtigen Tomaten — deshalb begannen die Portugiesen und Spanier, die zum ersten Mal die Heimat dieser Frucht besuchten, sie Tomatenbaum zu nennen.

Da der Tomatenbaum eine subtropische Pflanze ist, liebt er die Wärme sehr und ist überhaupt nicht an Frost angepasst. Und die Ernte reifer Früchte erfolgt normalerweise von Juni bis Ende August.

Wo wächst es

Als Heimat der Tamarillo gelten die Anden Boliviens, Ecuadors sowie Chiles und Perus. Nicht weniger verbreitet ist diese Kultur in Kolumbien, Argentinien und Brasilien sowie in Venezuela. Tamarillo kommt auch in den Bergen Jamaikas, Guatemalas, Costa Ricas, Haitis und Puerto Ricos vor.

Außerhalb dieser Länder sieht man Tamarillo äußerst selten — diese Frucht verträgt Langzeittransporte nicht sehr gut und wird äußerst schlecht gelagert.

Verwendung

Tamarillos werden meist frisch verzehrt. Um ihren unverwechselbaren Geschmack zu genießen, ist es wichtig, nicht nur die Schale, sondern auch die dünne äußere Schicht bis zum Fruchtfleisch zu entfernen. Die Schale der Tamarillo hat übrigens einen sehr unangenehmen Geschmack. Das Schälen der Frucht gelingt viel leichter, wenn man sie einige Minuten in kochendes Wasser legt. Anschließend lässt sich die Schale mit einem scharfen Messer abziehen. Wer die Tamarillo roh isst, kann sie einfach halbieren und das Fruchtfleisch vorsichtig mit einem Löffel auslöffeln, ohne die Schale zu beschädigen.

Eine kleine Menge Fruchtfleisch wird oft Smoothies und Cocktails beigefügt und verleiht ihnen ein einzigartiges Aroma. Tamarillos werden auch häufig zum Einmachen und für andere kulinarische Zubereitungen verwendet.

Frische Früchte lassen sich problemlos sieben bis zehn Tage im Kühlschrank aufbewahren. Unreife Früchte reifen bei Zimmertemperatur in nur zwei bis drei Tagen nach.

Darüber hinaus sind Tamarillos sehr gesund — sie sind reich an Vitaminen und enthalten kein Natrium oder Cholesterin. Sie werden auch allen empfohlen, die regelmäßig unter Migräne leiden.

Wie wählt man gute Tamarillos aus?

Beim Kauf von Tamarillos ist es wichtig, darauf zu achten, dass alle Früchte eine gleichmäßige, kräftige Farbe haben und die Stiele fest sitzen. Hochwertige Früchte sollten frei von Mängeln sein — keine Dellen oder Flecken. Bei leichtem Druck sollte das Fruchtfleisch jeder Tamarillo etwas nachgeben und dann schnell in seine ursprüngliche Form zurückkehren. Tamarillos aus Neuseeland gelten als die besten — derzeit ist Neuseeland der zuverlässigste Exporteur dieser einzigartigen Früchte.

Süß-sauer und exotisch: Worin unterscheidet sich eine Tamarillo von einer Tomate, und wie gesund ist sie?

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