Rosskastanie

Rosskastanie ist eine der Pflanzen aus der Familie der Rosskastanien; im Lateinischen lautet der Name dieser Pflanze wie folgt: Aesculus hippocastanum L.
Der lateinische Name der Familie der Rosskastanien lautet: Aesculaceae.
Beschreibung der Rosskastanie
Rosskastanie ist ein Baum mit einer Höhe von etwa dreißig Metern. Diese Pflanze wird mit einer breiten und dichten Krone ausgestattet sein und die Rinde wird in dunkelbraunen Tönen gefärbt sein. Die Blätter sind groß, sie stehen gegenständig auf ziemlich langen, gerillten Blattstielen. Die Blattspreite der Rosskastanie ist tief handförmig in verkehrt eiförmige, fein gezähnte Lappen geteilt, die sich zur Basis hin allmählich verjüngen und an der Spitze kurzspitzig und am Rand uneben sind. Die Blüten dieser Pflanze duften sehr stark, sie sind symmetrisch und recht zahlreich. Solche Blüten stehen auf langen Stielen und sind in Weiß- und Rosatönen bemalt: Die Blüten werden in großen Pyramidenbüscheln gesammelt. Die Frucht der Rosskastanie ist eine runde Kapsel, die mit Dornen besetzt ist und in der sich ein oder zwei glänzende Samen befinden, die in Brauntönen gefärbt sind.
Die Rosskastanie blüht von Mai bis Juni und die Früchte reifen etwa von September bis Oktober. Als Zierpflanze wird die Rosskastanie in der südlichen und zentralen Zone des europäischen Teils Russlands, auf der Krim, im Kaukasus, in der Ukraine und in Zentralasien angebaut. Der Geburtsort dieser Pflanze ist die Balkanhalbinsel.
Beschreibung der medizinischen Eigenschaften der Rosskastanie
Rosskastanie ist mit sehr wertvollen Heilkräften ausgestattet und es wird empfohlen, die Rinde, Blüten, Samen und Schalen dieser Pflanze für medizinische Zwecke zu verwenden. Die Blüten sollten im Mai-Juni gesammelt werden, die Rinde wird im zeitigen Frühjahr gesammelt und die Samen werden geerntet, wenn sie reif sind. Bemerkenswert ist, dass Rosskastanienblüten sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden können und die Samen nur frisch verwendet werden können.
Das Vorhandensein solch wertvoller Heileigenschaften sollte durch den Gehalt an Cumarin, Triterpenglycoxid Escin, Saponin, Stärke, Tanninen, Sterolen, fettem Öl, Äsculetin und seinem Glykosid Äskulin sowie den folgenden Flavonglykosiden erklärt werden: Quercetin, Kaempferol, Quercitrin und Isoquercitrin. Rosskastanienblätter enthalten Rutin, Spireosid, Quercitrin, Quercetin, Isoquercitrin sowie die Cotinoide Lutein und Violaxanthin. Die Blüten dieser Pflanze enthalten folgende Flavonoide: Derivate von Quercetin und Kaempferol.
Es ist zu beachten, dass diese Pflanze in vielen Ländern in der Volksmedizin weit verbreitet ist. Ein aus der Rinde dieser Pflanze zubereiteter Sud und Aufguss hat eine adstringierende, schmerzstillende, krampflösende, blutstillende und entzündungshemmende Wirkung. Ein Aufguss aus Rosskastanienblüten wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend, die Samen wirken entzündungshemmend und die Samenschale wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend.
In der Volksmedizin wird eine Abkochung der Rinde dieser Pflanze als ziemlich wirksames äußeres und inneres Heilmittel bei der Behandlung von Hämorrhoiden, Kolitis und chronischer Enterokolitis, Durchfall, Gastritis mit erhöhtem Säuregehalt des Magensaftes, Bronchitis, Erkrankungen der Milz und einer laufenden Nase verwendet, die mit einer ausgeprägten schweren Entzündung der Rachenschleimhaut einhergehen. Darüber hinaus kann eine solche Abkochung als sehr wirksames blutstillendes Mittel bei einer Vielzahl von Blutungen eingesetzt werden, insbesondere bei Uterusblutungen.






