Hamedafne

Hamedafne Hamedafne

Hamedaphne (lat. Chamaedaphne) ist eine Gattung mehrjähriger Pflanzen aus der Familie der Heidekrautgewächse. Andere Namen: Chamedaphne, Sumpfmyrte, Kassandra.

In der Natur kommen Pflanzen sowohl in warmen als auch in kalten Regionen der nördlichen Hemisphäre vor. Hamedaphne kommt besonders häufig in Nordamerika, China und Europa vor. Pflanzen kommen auch auf dem Territorium Russlands vor, sowohl im europäischen Teil als auch in Sibirien. Typische Lebensräume sind Torfmoore und sumpfige Wälder.

Merkmale der Kultur

Hamedafne wird durch mehrjährige, immergrüne, verzweigte Sträucher repräsentiert, die nicht höher als 1 m sind. Die Pflanze verfügt über ein oberflächliches Wurzelsystem, das aus Adventivwurzeln besteht. Sie bilden sich übrigens an in Moos getauchten Trieben. Der Stamm von Hamedaphne ist gerade, junge Zweige sind kurz weichhaarig.

Das Laub ist flach, länglich, sitzend, wechselständig, ledrig, oval oder lanzettlich, mit gekräuselten Rändern. Die Farbe des Laubes reicht von schmutziggrün bis dunkelgrün mit einer Beimischung von brauner oder sogar weißlicher Tönung. Ein interessantes Merkmal des Hamedafne-Laubs ist das Vorhandensein kleiner rostiger Schuppen auf der Blattoberfläche.

Die Blüten sind weiß, glockenförmig, mit Hochblättern und kurzen Stielen ausgestattet und in traubig herabhängenden Blütenständen gesammelt. Die Blüte erfolgt im späten Frühling — Frühsommer und dauert bis Ende Juli. Die Früchte werden durch fünfblättrige Kapseln mit kugelförmiger, leicht abgeflachter Form dargestellt. Ab Ende Juli beginnt es Früchte zu tragen.

Anwendung der Pflanze

Hamedafne gehört zur Kategorie der giftigen Pflanzen. Dies ist auf den Andromedotoxingehalt im Glykosid zurückzuführen. Es kommt in Blättern und jungen Trieben vor. In großen Mengen kann es zu Vergiftungen und sogar zum Tod führen. In der Volksmedizin wird die Pflanze jedoch in geringen Mengen aktiv eingesetzt. Es ist sehr wichtig, vor der Anwendung einen Arzt zu konsultieren!

Hamedafne wird als Beruhigungsmittel und Antirheumatikum empfohlen. Die Pflanze ist auch für ihre schmerzstillenden Eigenschaften bekannt und kann äußerlich, beispielsweise durch Zugabe eines Aufgusses zu einem Bad, als Antiseptikum eingesetzt werden. Schläfrigkeitsgefühle, vermehrter Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen und Schwäche deuten auf eine Überdosierung hin. Sie sollten die Einnahme abbrechen, Aktivkohle trinken und sofort einen Arzt aufsuchen.

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