Babako

Babaco (lat. Carica pentagona) ist eine Obstpflanze aus der Familie der Caricaceae und der engste Verwandte der Papaya (genauer gesagt eine Hybride ihrer beiden Sorten).
Beschreibung
Babaco ist ein relativ kleiner, leicht verzweigter oder einstämmiger Baum, dessen Höhe zwischen fünf und acht Metern variieren kann. Gleichzeitig überschreitet die Höhe der angebauten Sorten fast nie zwei bis drei Meter — diese Eigenschaft vereinfacht den Ernteprozess erheblich. Und der zylindrische Stamm des Babaco verholzt nie vollständig — die Stämme junger Bäume sind immer grün und alte Bäume weisen spektakuläre graubraune Stämme auf.
Die handförmig gelappten Babaco-Blätter ragen direkt aus den Stämmen hervor und sind mit Hilfe ziemlich langer Blattstiele an ihnen befestigt. Und oben bilden sie ausgefallene und unglaublich spektakuläre Regenschirme.
Das ganze Jahr über bilden sich in den Blattachseln einzelne Babaco-Blüten, die mit eleganten weißen Blütenkronen ausgestattet sind. Und die Farbe der Kelchblätter kann von dunkelgrün bis gelblich-grünlichen Farbtönen variieren. Im Gegensatz zur Papaya produziert diese Pflanze ausschließlich weibliche Blüten, die von einigen Papaya-Sorten bestäubt werden.
Babaco-Früchte ähneln äußerlich einer unreifen Melone, und die Länge dieser lustigen S-förmigen Früchte erreicht oft dreißig Zentimeter. Darüber hinaus kann das Gewicht einer Frucht leicht zwei Kilogramm erreichen und ein Baum kann pro Saison zwei Dutzend bis sechs Dutzend Früchte produzieren.
Babaco ist für seinen hervorragenden Geschmack bekannt, für den es angebaut wird. Der Geschmack dieser Früchte unterscheidet sich übrigens deutlich vom Geschmack der Papaya — er erinnert ein wenig an eine Kombination der Aromen von Orangen, Kiwi und Ananas mit Erdbeeren.
Wo wächst es
Der Hauptanbauort für Babaco sind derzeit die ecuadorianischen Bergtäler — dort begann der Anbau dieser Kulturpflanze vor mehreren tausend Jahren, lange vor der Ankunft der Konquistadoren. Kleine Plantagen dieser Pflanze gibt es schon lange im fernen Neuseeland und im malerischen Australien. Aber in Peru, Italien sowie Griechenland, Brasilien und Spanien wurde Babaco erst vor relativ kurzer Zeit angebaut. Diese Kulturpflanze wird auch in Israel angebaut, dort wächst sie jedoch nur in Gewächshäusern gut.
Anwendung
Babako liefert hervorragenden Saft, und sein zartes Fruchtfleisch ist eine wertvolle Zutat in vielen Desserts. Aus diesen Früchten lassen sich auch wunderbare Konfitüren, köstliche Gelees und Marmeladen, reichhaltige Sirupe und exzellenter Joghurt herstellen. Sie schmecken auch hervorragend in Eiscreme. Zudem können sie als Beilage zu Fleischgerichten serviert werden.
Wie alle Pflanzen der Gattung Papaya zeichnet sich auch diese Frucht durch einen beachtlichen Papaingehalt aus. Dieses Enzym wird oft als pflanzliches Pepsin bezeichnet, da es die Aufnahme von Proteinen (aus Meeresfrüchten, Fisch oder Fleisch) aktiv fördert und die Verdauung anregt. Es wirkt sowohl im sauren Milieu des Magens als auch im alkalischen und neutralen Milieu des Dünn- und Dickdarms. Es ist ein unverzichtbares Hilfsmittel bei nahezu allen Verdauungsproblemen (insbesondere Enterokolitis und Colitis)! Babako-Früchte werden auch Menschen mit Anämie (sie sind reich an Eisen), verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates empfohlen. Sie sind außerdem wichtig für die Stärkung der Zähne und ein hervorragendes Tonikum.
Kontraindikationen
Beim Verzehr von Babako sollten individuelle Unverträglichkeiten beachtet werden.
Anbau und Pflege
Babako ist eine recht robuste Pflanze, die bis zu einer Höhe von 2000 Metern über dem Meeresspiegel gedeiht. Sie ist sehr widerstandsfähig gegenüber geringen Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und Temperatur, was sie von der Papaya unterscheidet, die ihre Blätter abwirft, sobald das Thermometer unter 28 Grad Celsius fällt.
Mikhail Babako


