Schwere Kiefer

Die schwere Kiefer (lat. Pinus Ponderosa) ist ein großer Nadelbaum der Gattung Kiefer (lat. Pinus) aus der Familie der Kieferngewächse (lat. Pinaceae). Die Pflanze wird oft „Ponderosa-Kiefer“ oder „Oregon-Kiefer“ genannt, da der Baum in Nordamerika beheimatet ist.
Schwere Kiefern zeichnen sich durch große Größe und schweres Holz, dichtes und üppiges Nadelholzlaub, geflügelte Samen und eine hohe Feuerbeständigkeit aus, die andere Baumarten, wie zum Beispiel Eichen, regelmäßig leicht zerstören.
Was steht in deinem Namen?
Die Bedeutung des ersten Wortes des Namens des großen Nadelbaums „Pinus“ finden Sie im Artikel „Kiefer“ dieser Enzyklopädie.
Was den spezifischen Namen der Kiefer betrifft, so wird das lateinische Wort „ponderosa“ mit „schwer“ ins Russische übersetzt. Dieser Beiname wurde der Kiefer 1829 vom schottischen Botaniker David Douglas zugewiesen, wobei er sich auf das schwere Holz des Baumes stützte. Während der drei Jahre, die David Douglas in Oregon verbrachte, leistete er hervorragende Arbeit bei der Erforschung amerikanischer Pflanzen, die in Europa unbekannt waren. Douglas schickte mehr als zweihundert neue Pflanzen und deren Samen von Nordamerika nach Schottland. Darunter befanden sich auch die Samen der Schweren Kiefer.
Da schweres Holz auch für andere Kiefernarten charakteristisch ist, erhielt der Baum einen anderen Namen: „Westliche Gelbkiefer“ oder „Westliche Gelbkiefer“. Dieser Name basiert auf der Farbe der Baumrinde, durch die sich diese Art von anderen verwandten Pflanzen unterscheiden lässt. Reife und überreife Individuen haben eine gelb bis orangerot gefärbte Rinde. Die Rinde liegt in breiten Platten am Stamm, zwischen denen schwarze Lücken klaffen. Junge Bäume können zwar an diesem Merkmal nicht unterschieden werden, da ihre Rinde schwarzbraun ist, daher haben solche Bäume ihren eigenen Namen — „Blackjack-Kiefer“.

Der Name „Oregon Pine“ verrät sofort, woher diese immergrüne, große Schönheit kommt.
Beschreibung
Die schwere Kiefer hält unter ihren Verwandten den Höhenrekord. Im Oktober 2011 haben professionelle Baumpfleger die Höhe einer in Oregon wachsenden Kiefer gemessen. Das Maßband zeigte eine Markierung von 81, 77 Metern. Damit befand sich die Schwere Kiefer auf der zweiten Stufe des Höhenpodests unter allen Kiefern unseres Planeten und überließ den ersten Platz der Zuckerkiefer, deren lateinischer Name „Pinus lambertiana“ (Lambert-Kiefer) ist.
Neben ihrer großen Höhe und der gelb-orangefarbenen, rissigen Rinde zeichnet sich die schwere Kiefer durch ihre leuchtend grünen, langen Nadeln aus, die in Dreiergruppen gesammelt sind und dem Baum eine besondere Farbe verleihen. Die Länge der Nadeln der fünf existierenden Unterarten der Kiefer variiert. Die Unterart „Pazifik“ ist berühmt für die längsten Nadeln (19, 8 cm). Die Nadeln sind nicht nur lang, sondern auch flexibel und bilden üppige Dreiergruppen. Dicke, fast senkrecht stehende Äste des Baumes, bedeckt mit einem dicken Teppich aus langen Nadeln, ähneln einem Fuchsschwanz, wenn auch grün.

Einige Botaniker glauben, dass Heavy Pine auch einen charakteristischen Terpentingeruch hat, was auf einen erhöhten Gehalt an Terpenen (einer Klasse von Kohlenwasserstoffen, die in Nadelbäumen vorkommen) im Baum hinweist. Aber andere riechen keinen so besonderen Geruch.
Die schwere Kiefer ist ein sehr dekorativer Baum. Aufgrund seiner gigantischen Größe ist er jedoch nicht für jeden Garten geeignet.
Eine Tortur
Trotz ihrer Kraft wurde die Heavy Pine teilweise verbrannt und gefällt, als sie 1953 an einem Atomwaffentest auf einem Testgelände in Nevada teilnahm, wo 145 große Bäume transportiert und gepflanzt wurden. Die Druckwelle hat die mächtige Schöpfung des Allmächtigen nicht verschont und den Menschen ein klares Beispiel gegeben. Aber für viele sind solche Lektionen leider nicht aussagekräftig.



