Lycium (Dereza)

Lycium (lateinisch: Lycium) ist eine Gattung von Sträuchern aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Gattung umfasst etwa 90 Arten. Weitere Namen sind Lycium, Tibetische Berberitze, Buldurgun, Goji und Wolfsbeere.
Sie ist weit verbreitet, außer im hohen Norden. Sie toleriert viele Bodentypen, darunter auch salzhaltige und trockene. Typische natürliche Standorte sind Wegränder, Felsspalten, Hänge und Gebirge. Einige Vertreter der Gattung sind giftig.
Kulturelle Merkmale
Lycium ist ein mehrjähriger, sommergrüner Strauch mit Dornen. Die Blätter sind einfach, ganzrandig, kurz gestielt, gegenständig und bis zu 8 cm lang. Die Blüten sind purpurfarben, grünlich-weiß oder weiß, achselständig, in Büscheln oder einzeln. Der Kelch ist drei- oder fünfzähnig und bleibt mit der Frucht erhalten. Die Krone ist trichterförmig mit einer kegelförmigen oder zylindrischen Röhre. Die Frucht ist eine vielsamige Beere, die in Rot, Gelb, Orange, Schwarz oder Violett erhältlich ist.
Anbaubedingungen
Die Goji-Beere gedeiht an sonnigen oder halbschattigen Standorten. Sie ist anspruchslos hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit und kommt auch mit nährstoffarmen, salzhaltigen und staunassen Böden zurecht. Eine gute Drainage ist nicht unbedingt notwendig, aber empfehlenswert. Die Goji-Beere wächst recht schnell und kann mit der Zeit große Flächen einnehmen und andere Kulturpflanzen verdrängen. Daher empfiehlt es sich, sie entlang von Zäunen und Gräben zu pflanzen. Die Goji-Beere ist frosthart, wobei die Winterhärte je nach Art variiert.
Vermehrung
Die Goji-Beere wird durch Samen und Stecklinge vermehrt. Die Samen werden direkt nach der Ernte ausgesät. Dazu werden sie aus den Früchten gelöst, gewaschen, getrocknet und in die Erde gesät. Bei der Aussaat im Frühjahr werden die Samen zunächst zwei Tage in warmem Wasser eingeweicht und anschließend mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung behandelt. Es wird empfohlen, die Samen oberflächlich in Anzuchttöpfen auszusäen und dabei für eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
Bei der Vermehrung durch Stecklinge werden ein- bis zweijährige Triebe verwendet. Die Stecklinge sollten 10 bis 15 cm lang sein und mindestens 3–4 Knospen haben. Sie werden schräg angeschnitten. Zur Bewurzelung werden sie in Töpfe mit einem Sand-Torf-Gemisch gepflanzt. Die Pflanztiefe beträgt 3–5 cm.
Pflege
Die wichtigste Aufgabe bei der Pflege der Goji-Beere ist der rechtzeitige Rückschnitt. Entfernen Sie im Frühjahr ein Drittel der alten Triebe. Jäten ist nicht notwendig, da die Pflanze umliegende Pflanzen selbstständig verdrängt. Gießen sollte nur bei Trockenheit; die Goji-Beere verträgt keine Staunässe. Verwendung
Die Goji-Beere ist eine attraktive Pflanze, ideal für die Garten- und Parkgestaltung. Sie wirkt sowohl in Gruppen als auch einzeln gepflanzt wunderschön. Einige Arten der Gattung werden in der Volksmedizin verwendet. Im Osten werden die Früchte der Pflanze zur Herstellung von Heilmitteln verwendet, die Menschen mit Erkrankungen des Nerven- und Herz-Kreislaufsystems Linderung verschaffen. Diese Präparate verbessern zudem die Nieren- und Leberfunktion.
Dorizia
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