Blumenkohl

Blumenkohl (Brassica botrytis) ist ein beliebtes Gemüse und eine einjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler.

Pflanzenmerkmale

Blumenkohl ist eine Frühjahrs- oder Winterpflanze mit einem faserigen Wurzelsystem, das sich nahe der Bodenoberfläche befindet. Der Stängel ist zylindrisch, 15–70 cm hoch und trägt spiralförmig gebogene, nach oben gerichtete oder gerade Blätter.

Die unteren Blätter sind ganzrandig, leierförmig oder gefiedert, 5–40 cm lang, sitzen an Blattstielen und können hellgrün oder bläulich-grün mit Pigmentierung sein. Die oberen Blätter sind klein, breit linealisch oder kurzoval, mit gesägten oder glatten Rändern. Die Blattspreiten sind abgestumpft-oval, schmal, elliptisch oder eiförmig und 15–90 cm lang.

Die Köpfe sind abgeflacht oder kugelförmig und grün, weiß, violett oder gelblich. Die Blütenstände sind kurz oder lang (3–15 cm). Die Blüten sind klein, selten groß und sitzen an dünnen Stielen. Die Blütenblätter sind blasig, runzelig oder gewellt und können weiß, hellgelb oder gelb sein. Die Frucht ist eine mehrsamige Hülse von kurzer bis mittlerer Länge, meist zylindrisch, manchmal warzig oder abgeflacht-zylindrisch.

Anbaubedingungen

Blumenkohl ist eine anspruchsvolle Pflanze, obwohl seine Anbaubedingungen im Allgemeinen denen von Weißkohl ähneln. Abweichungen beeinträchtigen Ertrag und Qualität erheblich. Blumenkohl ist lichtliebend und bevorzugt helle, vor Nordwinden geschützte Standorte. Dichte oder schattige Standorte verträgt er nicht gut; unter solchen Bedingungen wird er lang und anfälliger für Schädlinge, Pilz- und Viruserkrankungen.

Die optimale Wachstumstemperatur liegt bei 15–18 °C. Niedrige und hohe Temperaturen beeinträchtigen die Kopfbildung. Blumenkohl gedeiht gut in feuchten Böden mit leicht saurem oder neutralem pH-Wert und hohem Mineralstoffgehalt. Die Pflanze benötigt ausreichend organische Substanz sowie Makro- und Mikroelemente, insbesondere Bor, Kupfer und Molybdän. Rote Bete, Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Hülsenfrüchte gelten als die besten Vorpflanzen für Blumenkohl. Es wird nicht empfohlen, Blumenkohl nach Kreuzblütlern (Rüben, Radieschen, Kohl, Kohl usw.) anzubauen. Anzucht der Setzlinge und Auspflanzung ins Freiland

Am häufigsten wird Blumenkohl durch Sämlinge angebaut, aber in den südlichen Regionen ist die Aussaat von Samen im Freiland üblich. Frühe Blumenkohlsorten werden vom 5. bis 30. März, mittelfrühe Sorten vom 10. April bis 10. Mai und späte Blumenkohlsorten vom 25. Mai bis 10. Juni für Setzlinge ausgesät. Die Aussaat der Samen erfolgt in speziellen Setzlingskästen, die mit einem Erdsubstrat aus Rasenerde, Flusssand und Torf im Verhältnis 1:1:1 gefüllt sind. Vor der Aussaat wird der Boden mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung behandelt, um eine Schädigung der Sämlinge durch Schwarzbeinigkeit zu verhindern.

Unmittelbar nach der Aussaat wird der Boden mit einer Sprühflasche mit warmem Wasser bewässert, mit Glas oder Folie abgedeckt und in einen warmen Raum mit einer Lufttemperatur von 20-25 °C gestellt. Mit dem Auflaufen der Blumenkohlsprossen wird die Temperatur im Raum auf 10 °C gesenkt und nach einer Woche auf gut beleuchtete Fensterbänke gestellt und die Temperatur bei 15–17 °C gehalten.

Sämlinge werden zwei Wochen nach dem Auflaufen gepflückt. Eine Woche vor dem Pflanzen von Blumenkohl im Freiland werden die Sämlinge abgehärtet, um die Sämlinge an Wind und Sonnenlicht zu gewöhnen. Sämlinge werden bei warmem Wetter im Freiland gepflanzt. Bei niedrigen Temperaturen ist es jedoch besser, die Pflanzung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, da die Sämlinge sonst Samen sprießen.

Im Herbst wird die Fläche für den Blumenkohlanbau vorbereitet. Der Boden wird umgegraben, Kompost verrottet, Mineraldünger hinzugefügt und bei hohem Säuregehalt wird Dolomitmehl oder Kalk hinzugefügt. Im zeitigen Frühjahr wird der Boden gründlich gelockert und mit Holzasche gedüngt. Unmittelbar nach dem Pflanzen werden die Sämlinge einige Tage lang beschattet. Nach 10–15 Tagen werden die Jungpflanzen angehäuft und der Erde ein flüssiger Königskerzenaufguss zugesetzt.

Pflege

Da Blumenkohl über ein spezielles Wurzelsystem verfügt, muss er regelmäßig und reichlich gegossen werden. Bei Feuchtigkeitsmangel bilden sich lockere und geschmacklose Köpfe. Um die Feuchtigkeit länger zu speichern, wird der Boden um die Pflanzen herum mit Torf gemulcht. Um zu verhindern, dass die Ernte vorzeitig blüht, wird Kohl bei heißem Wetter beschattet.

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Pflege von Blumenkohl ist die Ausbringung von Düngemitteln. Während der Saison werden drei Fütterungen durchgeführt: die erste — einige Wochen nach dem Pflanzen der Sämlinge im Freiland, die zweite — nach weiteren 2-3 Wochen mit Nitrophos und Holzasche, die dritte — während der Kopfbildung mit Superphosphat, Ammoniumnitrat oder Kaliumdünger. Empfehlenswert ist auch die Düngung mit Mikrodüngern.

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