Johanniskraut

Johanniskraut gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericum scarbrum L.).
Die Johanniskrautgewächse selbst tragen den lateinischen Namen Hypericaceae Juss.
Beschreibung des Johanniskrauts
Johanniskraut ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die 17 bis 40 Zentimeter hoch wird. Ihre zahlreichen, aufrecht wachsenden Stängel sind an der Basis verholzt und braun bis rötlich. Sie sind rau und mit harten, drüsigen Warzen besetzt. Die Blätter des Johanniskrauts sind lanzettlich, schmal-elliptisch, länglich oder länglich-linealisch und mit Drüsenpunkten bedeckt. Der Blütenstand ist rispenförmig-doldenartig mit zahlreichen gelben Blüten. Die Frucht ist eine eiförmige oder länglich-elliptische, braune Kapsel. Die Samen des Johanniskrauts sind ebenfalls braun und zylindrisch und reifen von August bis September.
Die Pflanze blüht von Mai bis Juni. Johanniskraut kommt in freier Natur im Kaukasus und in Zentralasien sowie im Altai-Gebiet Westsibiriens vor. Dort wächst es auf Felsvorsprüngen, in Dickichten aus Wildrosen und Wacholder, an trockenen, felsigen Hängen und in Hochsteppen. Beschreibung der medizinischen Eigenschaften von Johanniskraut
Johanniskraut besitzt wertvolle medizinische Eigenschaften, und es wird empfohlen, das Kraut zu medizinischen Zwecken zu verwenden. Zur Pflanze gehören Blätter, Blüten und Stängel.
Diese wertvollen medizinischen Eigenschaften lassen sich durch den Gehalt der Pflanze an Alkaloiden, ätherischem Öl, Carotin, Vitamin C, Quercetin, Rutin, Quercitrin, Hyperin, Cumarinen, Tanninen, Catechinen, Hypericin, Avicularin, Anthocyanen, Phloroglucin, Quercetin-7-arabinosid und Myricetin-3-rutinosid erklären. Die Wurzeln dieser Pflanze enthalten Alkaloide, die Blütenstände Vitamin P.
In der Volksmedizin werden die heilenden Eigenschaften dieser Pflanze bei verschiedenen Beschwerden der Leber, des Magens, des Herzens und der Blase empfohlen. Ein aus Johanniskraut und Butter hergestellter Verband kann bei Wunden, Prellungen, Geschwüren, Furunkeln, Abszessen und Mastitis angewendet werden. Ein Aufguss aus den Blüten kann als Tee gegen Gelbsucht getrunken werden.
Bemerkenswert ist die hohe antibakterielle und antivirale Wirkung dieser Pflanze, die auf ihren phenolischen Verbindungen beruht. Experimente haben zudem eine leicht harntreibende Wirkung gezeigt.
Eine 10%ige Tinktur aus Johanniskrautblüten wirkt bakterizid und bakteriostatisch gegen E. coli, Streptokokken und Staphylococcus aureus. Johanniskraut (Hypericum scalytum) ist außerdem eine Pflanze zur Gewinnung von ätherischen Ölen und Farbstoffen, aus denen rosa, rote und gelbe Farbstoffe hergestellt werden. Seine Stängel und Blätter können Seide in Honig- und Hellgelbtönen färben.
Bei Colitis wird folgendes Hausmittel angewendet: Einen Esslöffel getrocknetes, zerstoßenes Johanniskraut pro Glas Wasser. Die Mischung drei Minuten kochen lassen, zwei Stunden ziehen lassen und anschließend gründlich abseihen.
Johanniskraut. Heilpflanzen in der Psychiatrie.
Johanniskraut (Hypericum scalytum)






