Malaiischer Apfel

Der Malaiische Apfel (Syzygium malaccense) ist ein Obstbaum aus der Familie der Myrtengewächse und wird oft auch Yamboza genannt.

Beschreibung

Der Malaiische Apfel ist ein langsam wachsender, immergrüner Obstbaum mit einer prächtigen, pyramidenförmigen Krone. Ausgewachsene Bäume erreichen typischerweise eine Höhe von zwölf bis achtzehn Metern. Die ledrigen, dunkelgrünen Blätter des Malaiischen Apfels sind elliptisch-lanzettlich. Sie sind oberseits glänzend und unterseits hellgrün. Alle jungen Blätter weisen eine angenehme rötliche Farbe auf. Die Blättchen sind neun bis zwanzig Zentimeter breit und fünfzehn bis fünfundvierzig Zentimeter lang.

Die Blüten des Malaiischen Apfels gibt es in einer Vielzahl von Farbtönen: weißlich, gelblich, dunkelrot oder rosaviolett. Ihr Durchmesser beträgt typischerweise fünf bis siebeneinhalb Zentimeter, und sie bilden kunstvolle Blütenstände, entweder an älteren Zweigen oder an den Stammspitzen. Diese Blüten verströmen zudem einen angenehmen, dezenten Duft.

Die glockenförmigen oder länglichen Früchte des Malaiischen Apfels erreichen eine Länge von fünf bis zehn Zentimetern und eine Breite von zweieinhalb bis siebeneinhalb Zentimetern. Ihre Form ähnelt übrigens der bekannten Birne. Die Oberfläche jeder Frucht ist von einer wachsartigen Haut überzogen, die dunkelrot, rosarot oder fast weiß sein kann und kleine rötliche oder rosafarbene Streifen aufweist. Das Fruchtfleisch des Malaiischen Apfels ist knackig und sehr saftig. Es ist weiß und verströmt einen überraschend süßen, betörenden Duft. Fast immer befinden sich ein oder zwei große braune Kerne im Inneren der Frucht, gelegentlich findet man jedoch auch kernlose Früchte.

Vorkommen: Der Malaiische Apfel gilt als in Malaysia heimisch, wird aber seit der Antike auch auf verschiedenen Pazifikinseln sowie in Indien und einigen anderen südostasiatischen Ländern angebaut. Im 16. Jahrhundert brachten unternehmungslustige Portugiesen den Malaiischen Apfel ins ferne Ostafrika, und 1793 tauchte er in Jamaika auf, von wo aus er sich anschließend rasch in die Länder Süd-, Mittel- und Nordamerikas ausbreitete.

Verwendung

Die Früchte dieser interessanten Kulturpflanze können frisch verzehrt werden — sie sind sehr lecker und gesund. Und die Einheimischen schmoren sie oft mit Nelken oder einer Vielzahl anderer Gewürze. Auch unreife Früchte werden verwendet: Sie ergeben hervorragende Marinaden und feinstes Gelee. In einer Reihe von Ländern (Puerto Rico usw.) werden aus malaiischen Äpfeln auch hervorragende Rot- oder Weißweine hergestellt. Und die Indonesier fügen die Blüten dieser Kulturpflanze aktiv zu Salaten hinzu oder kochen sie gerne in einem speziellen Sirup.

Diese Frucht verfügt über eine Fülle an Substanzen, die für den menschlichen Körper nützlich sind. Es wird aktiv zur Behandlung einer Vielzahl von Atemwegserkrankungen, zur Senkung des Cholesterinspiegels und zur Normalisierung des Blutdrucks eingesetzt.

Eine Abkochung der Wurzeln der ungewöhnlichen Pflanze ist ein ausgezeichnetes Diuretikum, und eine Abkochung ihrer Rinde wird häufig bei Magenbeschwerden und Durchfall eingesetzt. Darüber hinaus weist eine Abkochung der Wurzeln auch eine ausgeprägte harntreibende Wirkung auf, was sie zu einem unverzichtbaren Helfer bei der Behandlung von Infektionskrankheiten des Urogenitalsystems sowie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Nieren macht. Und frisch gepresster Fruchtsaft wird aktiv äußerlich verwendet, da er hilft, eine Reihe von Hauterkrankungen loszuwerden.

Diese Früchte werden in Brasilien besonders als Arzneimittel geschätzt — in dem sonnigen Land werden daraus hochwirksame Heilmittel gegen Diabetes, Kopfschmerzen, Husten, Lungenkatarrh, Verstopfung usw. hergestellt.

Und in manchen Ländern gilt der malaysische Apfel als Kultpflanze — seine Blüten sind ein integraler Bestandteil von Opferritualen für die Götter, und aus seinem Holz werden Götzenbilder geschnitzt.

Kontraindikationen

Beim Verzehr des malaiischen Apfels kann es nicht schaden, sich auf individuelle Unverträglichkeiten zu konzentrieren, da einige der darin enthaltenen Stoffe zu Allergien führen können.

Wasserapfel

Malaiischer Apfelapfel

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