Pitomba

Pitomba, Pitomba

Pitomba (lat. Eugenia luschnathiana) ist ein langsam wachsender immergrüner Obstbaum aus der Familie der Myrtaceae.

Beschreibung

Pitomba ist ein sechs bis neun Meter hoher Baum mit leicht gewellten, glänzenden, lanzettlichen oder ovalen Blättern. Auf der Oberseite sind sie in dunkelgrünen Tönen bemalt und auf der Unterseite ist sie unglaublich blass. Die Länge der Blätter kann zwischen zweieinhalb und siebeneinhalb Zentimetern betragen. Jedes Blatt ist an einem sehr kurzen Blattstiel befestigt.

Miniatur-Pitomba-Blüten bilden apikal verzweigte Blütenstände und erreichen oft eine Länge von dreißig Zentimetern. Bemerkenswert ist, dass die Früchte aller Blütenstände immer gleichzeitig reifen.

Die ovalen Pitomba-Früchte mit einer Größe von 2, 5 bis 3, 2 cm sind mit einer zarten und sehr dünnen orange-gelben Schale sowie aromatischem, saftigem und sehr weichem goldgelbem Fruchtfleisch ausgestattet. Und in der zentralen Höhle jeder Frucht sieht man ziemlich große bräunlich-rötliche Samen in der Menge von ein bis vier Stück. Jeder Samen, der ein oder zwei weiße Nukleolen besitzt, nimmt das Samennest fast vollständig ein und ist von glasig-weißen, saftigen und weichen Aryllus umgeben, deren Dicke bis zu 5 mm erreichen kann. Jeder Aryllus ist fest mit der Samenschale verbunden und hat einen säuerlichen Geschmack und ein ganz einzigartiges Aroma. Übrigens ist Pitomba sowohl in der Konsistenz als auch in der Farbe einer Aprikose sehr ähnlich.

Die durchschnittliche Lebensdauer jedes Pitomba-Baums beträgt 60 Jahre. Und die Bäume beginnen Früchte zu tragen, sobald sie einen Meter hoch sind. Unter tropischen Bedingungen erfolgt die Fruchtreife in der Regel im November.

Wo wächst es

Pitomba ist eine im Süden Brasiliens beheimatete Pflanze. Auch heute noch wird er hauptsächlich hierzulande angebaut. Allerdings ist diese Kultur in Bolivien und Paraguay nicht weniger beliebt. Wie in allen anderen Ländern ist auch dort wenig über Pitomba bekannt.

Reife Pitomba-Früchte werden in der Regel nicht außerhalb der Länder exportiert, in denen sie angebaut wurden — dies liegt an der Tatsache, dass sie sehr schwer zu transportieren sind und eine relativ kurze Haltbarkeitsdauer haben. Deshalb wird Pitomba entweder in Dosen oder unreif exportiert.

Anwendung

Am häufigsten wird Pitomba zur Zubereitung von kohlensäurehaltigen Getränken sowie Konserven, Marmeladen, Gelees, Säften und Konserven verwendet. Es ist jedoch durchaus möglich, es roh zu essen. Manche Feinschmecker lutschen ihn direkt vom Knochen, wie einen Lutscher. Und Aryllus aus gereiften Früchten wird zu Saft verarbeitet.

Pitomba-Saft ist sehr gesund — er enthält eine beeindruckende Menge verschiedener Mikroelemente und Vitamine. Diese Frucht ist auch deshalb gut, weil ihr Kaloriengehalt relativ gering ist — 100 g Obst enthalten nur 60 kcal.

Und die immergrünen Blätter von Pitomba, die eine eher ungewöhnliche Form haben, ermöglichen die Verwendung der Bäume zu dekorativen Zwecken.

Wachsen und pflegen

Pitomba gedeiht gut in tropischen Klimazonen in Tiefebenen. Diese Kulturpflanze stellt normalerweise keine großen Ansprüche an den Boden (sie wächst auch auf säurearmen Böden sehr gut), ist jedoch sehr lichtliebend und benötigt reichlich Wasser. Und die wärmeliebende Pitomba muss vor niedrigen Temperaturen geschützt werden. Sinkt das Thermometer unter null Grad, stirbt die schöne Pflanze ab.

In Industrie- und Hausgärten wird diese Kulturpflanze hauptsächlich aus Samen angebaut. Erfahrenere Gärtner pflanzen Pitomba zwar durch Pfropfen. In letzter Zeit wird diese tropische Pflanze zunehmend in Containern als dekorative Zimmerpflanze angebaut.

Pitomba Fruit Review — Weird Fruit Explorer Ep. 227

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