Kaktusfeige

Kaktusfeige

Opuntia (lat. Opuntia) ist eine Gattung stacheliger Pflanzen aus der Familie der Kakteen (lat. Cactaceae). Die Gattung Opuntia umfasst etwa zweihundert Arten und ist die größte Pflanzengemeinschaft in der Familie der Stachelkakteen.

Seine saftigen ovalen „Handflächen“ schreien geradezu danach, dass man ihr Fleisch genießen kann. Aber beeilen Sie sich nicht, das Angebot zu nutzen, denn neben auffälligen Dornen befinden sich auf ihrer Oberfläche viele sehr dünne und scharfe Nadeln, die Sie mit der ausgestreckten Hand nicht so leicht für ein Leckerli loswerden können. Die Ureinwohner Amerikas haben sich jedoch längst an die Bräuche von Opuntia angepasst und essen die Delikatesse bereitwillig und nutzen auch ihre Heilkräfte, um ihre Gesundheit zu erhalten.

Bewohner der amerikanischen Tropen

Obwohl Vertreter der Kakteenfamilie heute überall auf unserem kleinen Planeten zu finden sind, kamen sie in freier Wildbahn in den tropischen Gebieten zweier amerikanischer Kontinente vor. Besonders gut gefiel Opuntia der mexikanische Boden, wo gut die Hälfte aller Arten der Gattung wachsen.

Der erste „schriftliche“ Beweis für die Verwendung von Trieben, Blüten und Früchten der Opuntie durch den Menschen zur Ernährung stammt aus dem 8. bis 1. Jahrhundert v. Chr., als auf dem Territorium eines modernen Staates namens Peru eine Zivilisation lebte, die als „Paracas-Kultur“ in die Geschichte der Menschheit einging.

Feigenkaktus diente nicht nur als menschliches Nahrungsmittel, sondern auch als Quelle für den Farbstoff „Karmin“, der für seinen rot-violetten Farbton bekannt ist. Die Handwerkerinnen von Paracas verzierten Stoffe mit leuchtenden Mustern, die heute als die besten Beispiele der Kunst der amerikanischen Ureinwohner der präkolumbianischen Zeit gelten. Solche Stoffe dienten als Kleidung für Grabmumien.

Was steht in deinem Namen?

Einer der Namen der Pflanze, mit denen die Azteken, die Ureinwohner Amerikas, sie nannten, ist „nopalli“, was „Baum, auf dem Früchte wachsen“ bedeutet.

Der lateinische Name der Gattung „Opuntia“ basiert auf dem Namen der Stadt im antiken Griechenland — „Opus“. Der antike griechische Philosoph Theophrastus, der im 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. lebte, erwähnte bei der Beschreibung von Opus eine essbare Pflanze, die die Stadtbewohner durch Wurzelbildung in ihren Blättern vermehrten. Diese Fortpflanzungsmethode wurde als Grundlage für den Namen der Gattung herangezogen, da sich Opuntia auf ähnliche Weise vermehrt. Zwar handelt es sich bei dem Teil der Pflanze, der bei Opuntia „Blätter“ genannt wird, nicht um Blätter im botanischen Sinne.

Beschreibung

Die runden, appetitlichen „Kuchen“ des Feigenkaktus, gemeinhin „Blätter“ genannt, sind modifizierte Triebe der Pflanze. Diese Triebe wurzeln sehr leicht, wachsen schnell und bilden einen beeindruckenden, spektakulären und sehr stacheligen Busch. Eine Hecke aus solchen Büschen ist ein zuverlässiger Schutz vor Eingriffen in das eigene Territorium.

Wenn die scharfen, stacheligen Stacheln, die am Körper kleine Gruppen aus mehreren Teilen bilden, mit bloßem Auge sichtbar sind und man sich daher irgendwie vor ihrem kriegerischen Aussehen schützen kann, dann erscheint es unrealistisch, den dünnen und kleinen Nadeln namens „Glochidien“ ohne Schutzhandschuhe auszuweichen. Sie warten nur auf die Berührung einer menschlichen Hand, die sich wie ein Wespenstich in die Haut gräbt. Es ist sehr schwierig, sie später zu entfernen.

Opuntia blüht mit großen, auffälligen Blüten, deren Blütenblätter leuchtend gelb oder rot sein können. Die grünen Kelchblätter bilden einen sehr bescheidenen kleinen Kelch, auf dem die Blütenkrone ihre großen Blütenblätter ausbreitet. In der Mitte der Blüte sticht auffällig ein grüner Stempel hervor, der von zahlreichen Staubblättern umgeben ist.

Kaktusfeige

Die bestäubten Blüten werden durch grüne Früchte ersetzt, deren Form einer Birne ähnelt, was der Opuntia den Namen „Kaktusfeige“ einbrachte. Mit zunehmender Reife erhalten sie eine immer kräftigere violette Farbe.

Unter der dünnen Schale der Frucht liegen süß-saures Fruchtfleisch und zahlreiche Samen. Und die Außenseite der Schale, die auf den ersten Blick glatt erscheint, ist mit Glochidien bestückt, die bereit sind, sich für das Wohlergehen der Pflanze zu opfern, und sich in jeden hineingraben, der sich an den Früchten erfreuen möchte. Daher erfolgt die Ernte in Schutzkleidung.

Kaktusfeige

Heilfähigkeiten

Das Fruchtfleisch reifer Früchte ist reich an Vitaminen, darunter Vitamin C, und wird daher gerne von Menschen und Schildkröten gefressen.

Auch die saftigen „Blätter“ sind essbar. Aus ihnen werden auch alkoholische Getränke hergestellt. Darüber hinaus helfen sie bei der Bekämpfung von Lungenentzündung und Masern.

Der Saft aus den „Blättern“ lindert Entzündungen auf der Haut und fördert zudem eine schnellere Wundheilung.

Feigenkaktus ist ein ungewöhnlicher Kaktus. Warum ist es gefährlich und was ist daran interessant?

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