Ledum

Ledum (lat. Ledum) ist eine Gattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (lat. Ericaceae). In westlichen Ländern werden Arten der Gattung als Gattung Rhododendron klassifiziert. In der Natur wächst wilder Rosmarin in Ländern mit gemäßigtem Klima.
Derzeit umfasst die Gattung 10 Arten, von denen in Russland nur 4 kultiviert werden. Anderen Quellen zufolge umfasst die Gattung nur 6 Arten. Andere gebräuchliche Namen sind Bagoong, Bettwanze oder Waldrosmarin.
Merkmale der Kultur
Ledum ist ein Halbstrauch oder Strauch mit Zweigen, die einen stechenden und nicht ganz angenehmen Geruch haben, was durch das Vorhandensein ätherischer Öle in der Pflanze erklärt wird. Die Blätter sind ganzrandig, immergrün, wechselständig, ledrig, haben manchmal gekräuselte Ränder und verströmen zudem einen starken Geruch. Die Blüten sind weiß, bisexuell und in Corymbose- oder Doldenblütenständen gesammelt, die sich an den Trieben des letzten Jahres bilden. Die Frucht ist eine fünflappige Kapsel, die kleine geflügelte Samen enthält. Im reifen Zustand öffnet sich die Kapsel von der Basis her.
In Russland verbreitete Arten
*Sumpf-Wilder Rosmarin (lat. Ledum palustre) — dargestellt durch bis zu 120 cm hohe, stark verzweigte, immergrüne Sträucher mit filzig-kurz weichhaarigen aufsteigenden Trieben, lanzettlichen, glänzenden Blättern und weißen oder rosafarbenen Blüten, die in Schirmen gesammelt sind. Die Art kommt häufig in der Natur vor und wächst in Ost- und Westsibirien, Nordamerika, Süd-, Nord- und Westeuropa sowie China und Korea. Die folgenden Namen sind unter Menschen gebräuchlich: Sumpfstupor, Oregano, Wanzengras, Bagula, Bogovnik, Sumpf-Hemlocktanne, Bugun, Kanalgras usw.
*Grönländischer Rosmarin (lat. Ledum groenlandicum) — vertreten durch bis zu 1 m hohe Sträucher, die in Torfmooren in den nördlichen und westlichen Regionen Nordamerikas vorkommen. Es wird selten in der Kultur verwendet, ist aber in botanischen Gärten großer Städte in Russland und europäischen Ländern erhältlich. Dekoratives Aussehen, während des Wachstumsprozesses bildet es längliche Blätter und weiße Blüten, die in schirmförmigen Blütenständen gesammelt werden.
* Großblättriger wilder Rosmarin (lat. Ledum macmphyllum) — vertreten durch immergrüne Sträucher mit einer Höhe von bis zu 1, 5 m, die in Torfmooren und im Unterholz von Nadelwäldern in Japan, Nordkorea, im Fernen Osten und in Ostsibirien wachsen. Die Art zeichnet sich durch eine üppige Blüte und eine durchschnittliche Wachstumsrate aus.
*Der Kriechende Rosmarin (Ledum decumbens) ist ein immergrüner Halbstrauch, der bis zu 30 cm hoch wird und in Torfmooren, Strauchtundra, Geröllhalden und Sanddünen im russischen Fernen Osten, Ostsibirien, dem nördlichen Nordamerika und Grönland vorkommt. Er blüht spärlich für 20–30 Tage und trägt nicht jedes Jahr Früchte. Das Wachstum ist langsam, mit einem jährlichen Zuwachs von nur 1 cm.
Verwendung: Arten der Gattung Rosmarin sind sehr dekorative Pflanzen, die mit ihrer anmutigen Erscheinung jeden Garten bereichern. Sie gedeihen gut neben verschiedenen Nutzpflanzen, die saure Böden bevorzugen. Da Rosmarin einen starken Duft verströmt, sollte er nicht in der Nähe von Spielplätzen oder Erholungsgebieten gepflanzt werden. Rosmarin verschönert schattige oder sumpfige Bereiche sowie das Ufer künstlicher oder natürlicher Teiche. Er eignet sich auch für Heilpflanzengärten, Ökogärten und Heidegärten. Das aus wildem Rosmarin gewonnene ätherische Öl findet Verwendung in der Parfüm- und Duftstoffindustrie. Der intensive Duft von Zweigen und Blättern des wilden Rosmarins hält Insekten, darunter auch Motten, fern.
Anbauhinweise: Wie andere Mitglieder der Heidekrautgewächse (Ericaceae) bevorzugen auch wilde Rosmarine (Ledum) saure Böden. Einige Arten gedeihen jedoch auch auf kargen und sandigen Böden. Wilder Rosmarin ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze und benötigt feuchte Erde. Trockene Böden vertragt er nicht. Beim Pflanzen sollte das Erdreich im Pflanzloch mit einer speziellen Mischung aus Nadelbaumerde, Hochmoortorf und Sand im Verhältnis 2:3:1 gefüllt werden. Für wilden Rosmarin wird der Sandanteil erhöht. Eine gute Drainage, beispielsweise durch Sand oder Kies, ist ebenfalls wichtig. Ein sonniger Standort ist ideal, sollte aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Halbschatten ist ebenfalls geeignet. Wilder Rosmarin gedeiht auch auf kargen Böden, benötigt aber dennoch Dünger. Düngung fördert die Blütenpracht und das kräftige Wachstum. Eine Düngung pro Saison, idealerweise im zeitigen Frühjahr, ist ausreichend. Es wird empfohlen, einen mineralischen Komplexdünger mit 50 g pro Quadratmeter auszubringen. Die Pflanzen benötigen außerdem regelmäßiges Gießen, Auflockern, Jäten und Mulchen. Letzteres ist nicht zwingend notwendig, hält den Boden um den Strauch jedoch länger feucht. Ein hygienischer Rückschnitt ist ebenfalls wichtig und wird im Frühjahr durchgeführt. Wildrosmarin ist resistent gegen Krankheiten und Schädlinge und benötigt keine weitere Behandlung.


