Thuja (Thujopsis)

Thuja (Thujopsis) ist eine Gattung immergrüner Nadelbäume aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Der einzige Vertreter der Gattung ist die Hänge-Thuja oder Meißelblättrige Thuja (Thujopsis dolabrata).
Thuja standishii (Thuja japonica) wurde früher ebenfalls zu dieser Gattung gezählt. Ihr natürlicher Lebensraum sind die japanischen Inseln (Honshu, Hokkaido, Shikoku und Kyushu). Heute wird die Thuja in vielen europäischen Ländern, in Parks und Gärten entlang der Schwarzmeerküste sowie in Aserbaidschan kultiviert.
Kulturelle Merkmale: Die Thuja ist ein immergrüner Nadelbaum ode r-strauch mit einer dichten, pyramidenförmigen Krone und breiten, flachen Ästen, die an den Enden herabhängen. Die Rinde ist rotbraun und schält sich in schmalen Streifen ab. Die Nadeln sind dunkelgrün, glänzend, schuppig und dick und ähneln denen der Thuja, wirken aber etwas künstlich. Die Nadeln duften intensiv, weshalb die Pflanze zur Gewinnung ätherischer Öle für die Parfümindustrie verwendet wird.
Die Zapfen sind holzig, rund, bis zu 15 mm im Durchmesser und mit 6–10 Schuppen besetzt. Die Samen sind geflügelt und bis zu 7 mm lang. In Japan wird die Thuja in zwei Unterarten unterteilt: die südliche und die panaschierte Thuja. Beide Arten sind Zierpflanzen, die Unterschiede zwischen ihnen sind gering.
Wachstumsbedingungen
Die Thuja gedeiht an sonnigen, offenen Standorten und im Halbschatten. Feuchte, lehmige, frische, fruchtbare und gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert von 4, 5–8 sind ideal.
Die Pflanze ist relativ trockenheitsresistent, dennoch ist Bodenfeuchtigkeit wünschenswert; längere Trockenheit sollte vermieden werden. Staunässe, salzhaltige oder sumpfige Böden verträgt die Thuja nicht.
Vermehrung
Die Thuja wird durch Samen, Stecklinge und Veredelung vermehrt. Thuja occidentalis dient als Unterlage. Aus Samen gezogene Pflanzen ähneln in ihren Eigenschaften und Merkmalen am ehesten der Mutterpflanze. Da diese Methode jedoch nicht immer praktikabel ist, vermehren Gärtner die Pflanze meist durch Stecklinge.
Die Stecklinge werden im Sommer geschnitten; die Bewurzelungsrate liegt bei 70–80 %. Vor dem Einpflanzen müssen die Stecklinge mit Wachstumsförderern behandelt werden. Die Vermehrung durch Absenker ist äußerst selten, da die Pflanzen dabei nicht die typische pyramidenförmige Kronenform beibehalten. Ausgewachsene Pflanzen, die auf diese Weise vermehrt wurden, sind unansehnlich, da ihre Zweige krumm sind und sich nicht formen lassen.
Lebensbaumsämlinge werden im Frühjahr gepflanzt. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 0, 5-1, 5 m betragen. Die Tiefe des Pflanzlochs beträgt vorzugsweise 60-70 cm, die Breite 50-60 cm. Auf den Boden des Lochs wird eine Drainageschicht von 10-15 cm gelegt, dann 1/3 des Substrats, bestehend aus Rasenerde, Sand und Torfkompost im Verhältnis 3:2:2, hinzugefügt und eine Rutsche gebildet. Es wird außerdem empfohlen, 200-300 g Nitroammophoska hinzuzufügen, das gründlich mit der Bodenmischung vermischt werden muss. Beim Pflanzen werden die Wurzeln begradigt, der Wurzelkragen auf Höhe der Bodenoberfläche platziert.
Pflege
Die Fütterung erfolgt alle zwei Jahre. Für diese Zwecke ist die Verwendung komplexer Mineraldünger, einschließlich Kemiru-Universal, nicht verboten. Lebensbäume werden nur bei längerer Trockenheit bewässert. Junge Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Der Wasserverbrauch pro erwachsenem Baum beträgt 8-10 Liter. Im Herbst wird der Boden in der Baumstammzone bis zu einer Tiefe von 25–30 cm umgegraben, anschließend bewässert und mit Torf oder Holzspänen in einer Schicht von 5–7 cm gemulcht.
Bei Lebensbäumen ist ein formativer Schnitt sowie ein hygienischer Schnitt wünschenswert. Letzteres besteht darin, trockene und gefrorene Äste zu entfernen. Im Spätherbst gepflanzte Sämlinge werden für den Winter mit Stofffolie oder Pergamin abgedeckt. Materialien können auf speziell installierten Rahmen befestigt werden, jedoch so, dass sie nicht mit den Pflanzen in Berührung kommen.
Nutzung
Tuevik sieht in Gruppen- und Einzelpflanzungen harmonisch aus. Es passt perfekt zu Zypresse, Eiche, Lärche, Tanne, Kiefer, Fichte, Kryptomerie und Buche. Lebensbaumholz wird sowohl im Bauwesen als auch im Schiffbau verwendet, da es fäulnisbeständig ist und ein sehr angenehmes Aroma hat.



