Pueraria-Knötchen

Pueraria tuberosa (lat. Pueraria tuberosa) ist eine der lianenähnlichen Pflanzen der Gattung Pueraria (lat. Pueraria) aus der Familie der Hülsenfrüchte (lat. Fabaceae).
Die Pflanze zeichnet sich nicht nur durch ihren schnell wachsenden Holzstamm aus, sondern auch durch ihre großen unterirdischen Knollen des Wurzelsystems, die reich an Stärke, Wasser und süß im Geschmack sind. Die Beliebtheit der Knollen bei den Menschen ist zu einer Tragödie für die Pflanze geworden, die langsam aber sicher von der Erde verschwindet und daher Schutz braucht.
Was steht in deinem Namen?
Wenn der lateinische Name der Gattung „Pueraria“ in keiner Weise die äußeren oder inneren Eigenschaften von Pflanzen charakterisiert, sondern nur die Erinnerung an die gleichnamige Schweizer Botanik — Marc Nicolas Puerari (1766 — 1845) — bewahrt, dann weist das Artepitheton „Tuberosa“ auf die Form des Wurzelsystems hin, auf dessen fadenförmigen Wurzeln sich große Knollen unterschiedlichster, manchmal bizarrer Formen bilden.
Aber die Beliebtheit der Pueraria-Knötchenknollen beruht nicht auf ihrer einfachen oder bizarren Form, sondern auf ihrem inneren, reichen Gehalt an Substanzen, die für den menschlichen Körper nützlich sind.
Alle Arten der Gattung „Pueraria“ unterscheiden sich voneinander durch sehr subtile morphologische Merkmale, die nur Spezialisten erkennen können. Daher haben Pflanzen der Gattung einen gemeinsamen Namen, der sich meist auf völlig unterschiedliche Arten bezieht. Dieser Name ist Kudzu.
Beschreibung
Der Hauptteil des Pueraria-Knötchens sind seine Wurzeln, an denen sich ziemlich große Knollen bilden, die eine Länge oder Breite von 25 Zentimetern erreichen. Die Form der Knollen überrascht Amateure gerne, indem sie entweder eine Kugelform annimmt, die man von anderen Knollengemüsekulturen (Rüben, Rüben, Radieschen.) kennt, oder einem alten handgefertigten Tontopf ähnelt. Im Inneren der Knolle befindet sich eine weiße stärkehaltige Masse, die leicht süßlich schmeckt.
Die Wurzeln offenbaren einen holzigen, knollenförmigen Stamm zur Welt, der wie andere Arten der Gattung schnell wächst und eine Höhe von bis zu 20 Metern erreicht, wenn er unterwegs auf eine geeignete stabile Stütze in Form mächtiger hoher Bäume trifft, oder sich entlang der Erdoberfläche ausbreitet und gleichzeitig den Boden mit seinen großen Blättern vor Wetterüberraschungen schützt.
Große zusammengesetzte Blätter sind in regelmäßiger Reihenfolge am Stängel angeordnet und bestehen aus drei einfachen eiförmigen Blättern. Die Blätter haben eine runde Basis, ungleiche Seiten und zahlreiche Adern. Die von der Hauptmittelrippe ausgehenden Seitenadern fächern sich bis zum Rand der Blattspreite auf, unterteilen die Oberfläche der Platte in nahezu gleichmäßige, parallele Streifen und verleihen den auf den ersten Blick schlichten Blättern einen gewissen dekorativen Charme. Die Blättchen erreichen eine Länge von 18 Zentimetern und eine Breite von 16 Zentimetern.
Die für Pflanzen der Hülsenfruchtfamilie charakteristischen Blüten haben einen Durchmesser von etwa 1, 5 Zentimetern und sind bisexuell. Die Blütenblätter sind blau oder blauviolett gefärbt.

Die Frucht ist eine lineare Bohnenhülse mit einer Länge von 2 bis 5 Zentimetern. Eine Schote kann 3 bis 6 Samen enthalten, die durch dicht gepacktes Schotengewebe voneinander getrennt sind. Die Oberfläche der Schalenklappen ist mit rotbraunen Haaren bedeckt, seidig oder borstig.
Der Pueraria-Knötchen stammt aus Südostasien (Pakistan, Indien, Nepal).
Nutzung
Knollen der beschriebenen Art werden von pharmazeutischen und ayurvedischen Unternehmen sehr geschätzt, die bereit sind, für eine Knolle der roten Sorte mit einem Gewicht von etwa 10 Kilogramm bis zu 100. 000 Rupien zu zahlen (heute sind es etwa 130. 000 Rubel). Diese Haltung gegenüber Knollen ist mit dem allmählichen Verschwinden von Pflanzen in freier Wildbahn verbunden. Zudem graben illegale Knollenjäger die Knollen nicht immer aus, sondern saugen ihren Inhalt mit Spritzen heraus, wodurch die Pflanzen nährstofflos bleiben und zum Tode verurteilt sind.

Die Heilkraft der Pflanzenknollen wird mit dem „Elixier der Jugend“ gleichgesetzt. Daraus hergestellte Präparate wirken verjüngend auf den menschlichen Körper, wirken sich positiv auf das Kreislaufsystem aus, senken den Blutdruck und regulieren den Zuckergehalt im Blut.
Obwohl Knollen bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. von chinesischen Ärzten verwendet wurden, ist heute, wo die Welt so offen und beengt ist und Krankheiten immer heimtückischer werden, das Interesse an der Heilkraft der Knollen besonders groß.


