Wacholderdrossel

Wacholderdrossel (lat. Sorbaria) ist eine Strauchgattung aus der Familie der Rosaceae. Natürliches Verbreitungsgebiet — Asien. Der Name der Gattung leitet sich vom lateinischen „sorbus“ ab, was übersetzt „Eberesche“ bedeutet. Dies liegt daran, dass die Blätter der meisten Ebereschenarten den Blättern der gewöhnlichen Eberesche ähneln. Heute gibt es 10 Arten.
Merkmale der Kultur
Wacholderdrossel ist ein bis zu 3 m hoher Laubstrauch, der aufgrund seiner starken Fähigkeit zur Wurzelbildung üppige und sehr spektakuläre Dickichte bildet. Die Triebe sind knickverdreht und gelblich-grau gefärbt. Die Blätter sind groß, anmutig, zusammengesetzt, doppelt gesägt und unpaarig gefiedert.
Die Blüten sind klein, zahlreich, cremeweiß oder weiß und in großen, rispigen Blütenständen von konischer oder pyramidenförmiger Form gesammelt. Die Frucht ist ein Blättchen. Wacholderdrossel zeichnet sich durch schnelles Wachstum, Schlichtheit und lange Blüte aus, die etwa einen Monat dauert.
Wachstumsbedingungen
Wacholderdrossel ist hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit nicht wählerisch, obwohl dekorativere Formen nur auf feuchten, lockeren und gut durchlässigen Böden erzielt werden können. Es werden keine Kulturen mit salzhaltigen, stark durchnässten, trockenen, verdichteten und sauren Böden sowie tief gelegenen Gebieten mit stagnierender Kaltluft oder Schmelzwasser akzeptiert. Leichte Beschattung ist nicht verboten, sonnige Bereiche sind willkommen. Ansonsten stellt die Kultur keine besonderen Ansprüche.
Reproduktion
Wacholderdrossel wird durch Samen, Stecklinge und Wurzelausläufer vermehrt. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr ohne vorherige Schichtung und andere vorbereitende Behandlungen. Erfahrene Gärtner empfehlen jedoch eine zweimonatige Schichtung, die das Auflaufen der Sämlinge beschleunigt.
Die einfachste und häufigste Vermehrungsmethode ist die Vermehrung durch Wurzelausläufer. Das Wurzelsystem der Wacholderdrossel ist flach und es ist recht einfach, Nachkommen zu bekommen. Nachdem der Wurzeltrieb mit einer Schaufel durchtrennt wurde, wird das Material sofort in den vorbereiteten Boden gepflanzt. Auf diese Weise angebaute Wacholderdrosseln blühen im zweiten oder dritten Jahr, was ein klares Plus ist. Stecklinge sind eine arbeitsintensivere Methode und werden daher ebenso wie Samen äußerst selten verwendet.
Pflege
Die Pflege von Wacholderdrosseln besteht aus Standardverfahren, nämlich dem Jäten und Lockern des Baumstammbereichs, dem Gießen und Düngen. Es ist auch notwendig, verblühte Rispen systematisch zu entfernen, obwohl diese Anforderung nicht erforderlich ist.
Der hygienische und prägende Schnitt erfolgt im Frühjahr; Auf diese Weise können Sie gebrochene, verdickte, kranke und gefrorene Äste loswerden. Auch alte Äste, die mit der Zeit kahl werden, werden entfernt oder beschnitten, um ein kräftiges Wachstum zu ermöglichen. Es ist besser, die Entwicklung des Wurzelsystems einzuschränken, da es sonst über weite Strecken wachsen und dadurch andere Nutzpflanzen zerstören kann.
Bewerbung
Die Wacholderdrossel fällt mit ihrer durchbrochenen, ausladenden Krone, der Laubfarbe und den üppig blühenden Rispen auf. Pflanzen werden in Gruppen- und Einzelpflanzungen, zur Sicherung von Schluchten und Hängen, zur Anlage von Unterholz und Waldrändern eingesetzt. In der Landschaftsgestaltung haben sich nur zwei Arten durchgesetzt — die Wacholderdrossel und die Eberesche.
Die Pflanze kann in unmittelbarer Nähe von Zäunen und Hauswänden angebaut werden. Auch als Hecke sieht die Wacholderdrossel recht harmonisch aus. Pflanzen sehen in Gärten großartig aus. Aus verblühten Wacholderrispen lassen sich Wintersträuße basteln.
Die Kultur wird auch für medizinische Zwecke verwendet. Die Blätter und Blüten der Pflanze enthalten Spuren von Cumarinen, Phenylethylamin und Flavonoiden. Die Wurzeln der Wacholderdrossel sind reich an ätherischen Ölen. In der Volksmedizin werden Aufgüsse aus Blättern, Blüten und Wurzeln als antirheumatisches Mittel eingesetzt. Abkochungen aus Wacholderdrossel sind nützlich bei inneren und uterinen Blutungen.



